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AFD Sachsen voller Populisten von der rechten Seite?

Gestern wurde ja in Sachsen ein neuer Landtag zusammen gewählt. Es ist ja auch bekannt, dass die CDU weiterhin mit Abstand stärkste Kraft ist. Weiterhin weiß man, dass die FDP aus dem Landtag ausziehen muss und es die Grünen mit Ach und Krach geschafft hat. Außerdem ist die Alternative für Deutschland mit Pauken und Trompeten in den Landtag eingezogen. Und schon werden Stimmen laut, was alles mit der neuen Partei nicht stimmt.

Ich muss das ja eigentlich nicht gesondert ansprechen. Aber heute kam quasi jedes Medium in diesem unseren Land mit einer Analyse und mit Hintergründen und womit auch immer um die Ecke. Und jeder weiß irgendwas besser über die AFD. Und hier will ich auch einfach mal einsteigen.

Da tratscht die Medienlandschaft darüber, dass die Partei vor allem und ganz besonders und überhaupt in Sachsen in sich zerstritten sei, dass man sich gegenseitig verklagen würde. Und die Gründe würde jeder normal denkende Beobachter als Lapalie abtun. Aber so geht eben Politik, oder? Die Spitzenkandidatin – selbst mehrfache Mutter – proklamiert die Drei-Kind-Familie, und im Wahlkampf wollte man allerlei „stoppen“ und ähnliche Parolen.

Es wurde auch mal unter Unterstützern und Mitgliedern der Partei herumgefragt, warum sie das tun. Die Erklärung war dann wohl, dass man nur das erzählen würde, was das Volk denken würde, und dass man einfach einfach „dem Volk auf den Mund geschaut“ habe. Ich weiß aber, dass die Ansichten von den Partei-Führungsleuten Lucke und von Storch bei weitem nicht die meinen sind. Nicht nur das. Ich halte sie gar zum Teil für krude. Mir kommt das irgendwie so vor, als würde die Partei einen auf Weimarer Republik oder derartiges machen wollen.

Und nun erzählt mir der Kreuzer Leipzig, dass der Anteil der Rechtspopulisten innerhalb der sächsischen AFD größer sein soll als bundesweit. Prominent dabei wird Detlev Spangenberg genannt. Das ist ein Steuerberater aus Radebeul und der Schatzmeister des sächsischen Arms. Und dann werden vorhandene und ausgestorbene Truppen aneinander gereiht: DSU, NPD, CDU, Bürgerbewegung Pro Deutschland und so weiter. Wie viel da in dem Beitrag wirklich objektiv bearbeitet ist, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ich richtig liegen könnte, indem ich skeptisch bin.

Ich habe immer wieder diverse Dinge gelesen und gehört, was die AFD betrifft. Sicher wird da einiges übertrieben. Und natürlich ist die Partei in erster Linie eine Speerspitze gegen die etablierten Parteien, die offenbar politikmüde sind. Aber ich habe ein ganz komisches Gefühl bei der Organisation. Diverse Ausdünstungen klingen nicht unbedingt so, als ob ich der Partei recht weit über den Weg trauen würde. Vielleicht ist die Partei nicht direkt eine rechte Partei, aber erzkonservativ und zurückgewandt ist sie in jedem Fall.

Verschiedene Leute meinen, dass die AFD durchaus auch gefährlich sein kann. An solchen Debattenbeiträgen möchte ich mich eigentlich nicht beteiligen. Ich sehe es aber so, dass die NPD und die FDP im Landtag in Dresden durch die AFD ersetzt wurden. Und da weiß ich nicht, ob mir das auch nur einen Hauch gefallen soll.

Bildquelle: Konrad Adam (links), Frauke Petry und Bernd Lucke bei der Verkündung des Wahlergebnisses der Sprecherwahl beim Gründungsparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) am 14. April 2013 in Berlin – By Mathesar (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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