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Apple und die Papiertüte: Geht’s euch noch gut?

Was macht ein Lifestyle-Konzern, wenn er keine Lust mehr auf Hightech-Produkte hat? Er macht irgendwas mit Papier. Einkaufstüten eignen sich perfekt. Wenn das Ding mit Telefonen, MP3-Playern, Uhren und Computern durch ist, macht man eben mal ein Patent auf eine Tüte. Sagt mal, Apple, geht’s euch noch ganz gut?

Es ist eine Tüte. So etwas, was jeder Discounter für ein paar Cent mit verkauft. Die sind praktisch und nutzlos zugleich. Denn ewig hält so eine Tüte nicht. Da sind stabile Taschen schon besser. Aber Apple weiß mal wieder alles besser. Die haben sich ernsthaft eine Papiertüte patentieren lassen. Und Apple sagt dazu:

Tüte. Eine Papiertüte wird geöffnet. Die Papiertüte könnte einen Papiercontainer aus weißem, festem, gebleichtem Sulfitpapier mit mindestens 60 Prozent Post-Consumer-Recyclinginhalten beinhalten.

Bitte was? Leute, macht euch jetzt nicht lächerlich. Was bitte sollen Post-Consumer-Recyclinginhalte sein? Doch sicher Abfall, nachdem Konsumenten Dinge verbraucht haben. Apple hat also eine Mülltüte designed. Will uns Apple jetzt komplett zum Narren machen?

Weil diese Tüte so etwas völlig neues und noch nie da gewesenes ist, weil Apple das Maß aller Dinge ist und das Ganze so völlig revolutionär ist, bekommt das Dingens auch einen absolut radikalen Namen. Denken Sie an nichts mit „i“ wie iPhone, iBook, iPod oder so. Der Name ist völlig anders. (Trommelwirbel)

Bag

Ernsthaft: Die brüten monatelang über einer Kiste Äpfeln, was man den Fans noch so unterjubeln kann. Und heraus kam eine Papiertüte, die übersetzt „Tasche“ heißt? Ist nicht euer Ernst, oder doch? Mutig sind sie ja bei Apple. Und verkauft bekommen sie das Dingens sicherlich auch noch. Aber das ist doch eine Demonstration, wie man aus Verdauungsendprodukten Geld macht. Entschuldigung, aus Post-Consumer-Recyclinginhalten.

Da denkt man sich als unwissender Tunichtgut mit eigenem Blog, dass die das nie und nimmer ernst gemeint haben können. Aber das ist deren völliger Ernst. Das nenne ich irgendwie dreist und dekadent. Es ist das, was Kinder reicher Leute tun, weil sie mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen. Ich muss mir erstmal vorstellen, wie das vermarktet wird.

Ach ja, als Tüte für angebissene Äpfel. Deshalb wird die Papiertüte wohl auch das zigfache kosten wie die Tüten beim Discounter. Wer so auftritt, erwartet, dass die Kunden alles von Apple kaufen. Und das ist Lifestyle und kein Hightech. Oder sehen Sie das anders?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Apple und die Papiertüte: Geht’s euch noch gut?

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