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Auf das geistige Eigentum

Mir ist es wichtig, dass die Kreativen auf der Welt nicht um ihr Schaffen gebracht werden. In gewisser Weise zähle ich mich ja auch mit in die Gruppe. Und deshalb muss ich einfach mal etwas zum Welttag des geistigen Eigentums aufschreiben, weil ich das für unverzichtbar halte. Der Welttag des geistigen Eigentums wurde im Jahr 2000 erstmals ausgerufen und findet jedes Jahr am 26. April statt. Die Kreativen müssen geschützt werden, daran führt kein Weg vorbei.

Ich schreibe ja nun diesen Blog hier. Ich habe es unerhört oft geschrieben und wiederhole mich da gern: Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog ist ein Werk. Von mir aus können wir das noch einige hundert oder tausend Mal von uns geben. Denn es ändert sich ja nicht. Jedenfalls sehe ich meinen Blog als ein Werk an. Seitdem ich registrierter Autor bin, gilt das um so mehr. Und jedes Werk ist schützenswert. Daran muss man auch am Welttag des geistigen Eigentums immer wieder erinnern.

Was ist denn geistiges Eigentum?

Es handelt sich hier nicht um irgendwelche Sachen, Dinge, Gegenstände. Es handelt sich um das ausschließliche Recht an einem (Kunst-)werk oder etwa einer Erfindung. Es wird wie materielles Eigentum unter anderem durch das Grundgesetz geschützt. Der Schutz umfasst literarisches und künstlerisches Eigentum, sowie das Patent- und Markenrecht und alles, was an Schutzrechten dazu noch gehört. Grob: Alles, was in irgendeiner Weise etwas mit Urheberrecht zu tun hat, zählt unter geistiges Eigentum. Ach, und das Wettbewerbsrecht gehört auch mit dazu. Und das muss geschützt sein.

Natürlich muss von Fall zu Fall wirklich mal untersucht werden, ob nicht der eine oder andere Aspekt neu erarbeitet werden muss oder entfallen kann. Manche Dinge sind eben nicht mehr wirklich zeitgemäß. Dennoch halte ich das Thema als rechtlichen und ehrlich gesagt auch gesellschaftlichen Grundsatz für unverzichtbar.

Keine Selbstbedienung

Das sollte doch irgendwie klar sein: Grundsätzlich unterliegt alles, wirklich alles erst einmal dem Urheberrecht. Ausnahmen sind erloschene Rechte und gesonderte Kennzeichnungen. Aber auch das ist eine Art Lizenzierung. Es gibt sonst keine rechtliche Grundlage dafür, dass jeder im Internet sich alles zu eigen machen darf, was sie oder er gerade findet. Ich habe dazu hier etwas gelesen, was gerade am heutigen Tag eine ziemlich dreiste Sache ist.

Aber auch ich war mal Täter. Ohne, dass ich das wollte. Ich lasse mich gern mal inspirieren. Allerdings sind mit mir die Pferde auch schon mal durchgegangen. Ohne, dass ich es wollte oder als solches erkannte, war ich derart nah am Original, dass der Inspirator das Ganze schon als Plagiat auffassen musste. Da ich selbst mit diesem Blog Autor bin, ärgert mich natürlich der Vorwurf, der nicht direkt ausgesprochen wurde. Aber ich wurde damit konfrontiert. Wie gesagt: Ohne, dass ich das in irgendeiner Art und Weise beabsichtigt hatte.

Aber wie ist das nun? Verletze ich das geistige Eigentum und bediene ich mich an fremder Schöpfung, wenn ich eigentlich etwas ähnliches wie die jeweilige Quelle meiner Inspiration sagen wollte? Mir ist das ganze Urheberrecht ehrlich gesagt zu wichtig und zu verworren, als dass ich das einfach so ignorieren könnte. Ich unterstütze keine Selbstbedienung. Dass mir so etwas passiert, ist daher doppelt schlimm für mich.

Auf das geistige Eigentum

Es ist in gewisser Weise die Lebensversicherung der Kreativen, der Marken. Ohne geistiges Eigentum würde sich doch niemand mehr etwas einfallen lassen. Es darf sicherlich an der einen oder anderen Stelle darüber diskutiert werden, ob neue Aspekte einfließen. Aber das geistige Eigentum ist nach wie vor unverzichtbar. Daran wollte ich am Welttag des geistigen Eigentums einfach mal erinnern. Und ich wollte mich daran erinnern, wie schnell man es kaputt trampeln kann.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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