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DeLorean aus "Zurück in die Zukunft" - By Tokumeigakarinoaoshima (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons DeLorean aus "Zurück in die Zukunft" - By Tokumeigakarinoaoshima (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Autos in der Zukunft

In einem Land wie Deutschland, in dem die Wirtschaft derart eng mit dem Automobil verknüpft ist, ist die Zukunft desselben offenbar völlig zweitrangig. Über die Zukunft des Autos entscheiden nicht mehr die großen Autoschrauber der Welt, sondern High Tech Konzerne, die das Heft in die Hand genommen haben. Dabei ist die Ingenieur-Leistung offensichtlich vorhanden. Ja, durchaus. Aber man macht eher alles nur halbherzig. Ist das nicht eigenartig? Und darüber müssen wir reden.

Was für ein Desaster! Volkswagen, Mercedes, BMW, welcher Hersteller auch immer: alle haben mit Abgas- und Verbrauchswerten herum gespielt. In betrügerischer Art und Weise wurden Werte manipuliert.  Großer Schaden ist dabei entstanden. Dabei sind falsche Abgaswerte oder zu hoher Verbrauch das Eine, erhöhte Umweltbelastung, die von den Konzernen billigend in Kauf genommen werden, das Andere. Mit einer eigentlich enormen Ingenieur-Leistung wurde dies bewerkstelligt.

Andererseits unterhalten wir uns über „Connected Cars“, also Autos, die über das Internet arbeiten. Die mit hoch komplexer Bordelektronik, Betriebssystemen, Intelligenz und all dem. Und mir scheint, als ob die Automobil-Hersteller das Alles gar nicht so richtig ernst nehmen. Sonst würde Google nicht in der Kernkompetenz von VW, BMW und Co. wildern können. Und dann würden wir uns nicht bezüglich Tesla unterhalten, sondern über Mercedes oder Porsche. Wie soll das denn zukünftig werden mit den Autos?

Da stellen sich führende Manager der Konzerne hin und erzählen, dass künftig nicht mehr der Motor, sondern der Computer das Herz des Autos ist, dass Autos personalisierte und smarte Gerätschaften sein müssen. Und sie fragen, unter welchen Umständen Menschen den Maschinen vertrauen würden. All das wirkt eher wie ein „Man müsste mal“ statt eines „Wir machen das“. Ob es reicht, sich mit der Materie überhaupt zu beschäftigen, darf doch arg angezweifelt werden. Die Frage ist doch, wo die deutsche Autoindustrie hin will.

Mit den manipulierten Abgaswerten jedenfalls zeigen die Konzerne, dass sie gar nicht richtig willens sind, den Blick in Richtung Zukunft zu lenken. Die Sache mit den Elektro-Autos steckt nach all den Jahren weiterhin in den Kinderschuhen, weil das wichtige Gebiet der Verbrennungsmotoren dann einfach mal am Ende wäre. Und über voll vernetzte Autos für die Zukunft müssen wir erst gar nicht reden. Letzteres scheitert auch daran, weil es die Telekommunikationsriesen nicht hinbekommen, den Breitband-Ausbau sinnvoll voran zu treiben.

Es ist ein komisches Bild, was die deutsche Industrie so abgibt (Blendle-Artikel – €). Ist man nur konservativ? Oder will man einfach aus Protektionismus nichts von der Zukunft wissen? Ich weiß es nicht. Aber ich vermute, dass wir noch lange Zeit über „Digitalisierungs-Tsunamis“ reden und dabei das japanische Wort als etwas böses implizieren. Am Ende haben wir dann doch die Erkenntnis, dass Deutschland gar nicht auf irgendeine Zukunft vorbereitet sein kann. Oder wie sehen Sie das ganze Thema?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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