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Flagge des Libanon - By Traced based on the CIA World Factbook with some modification done to the colours based on information at Vexilla mundi. [Public domain], via Wikimedia Commons Flagge des Libanon - By Traced based on the CIA World Factbook with some modification done to the colours based on information at Vexilla mundi. [Public domain], via Wikimedia Commons

Beirut Night – Libanesisch essen gehen in Leipzig

Libanesisch essen? Wie ungewöhnlich! Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich selten besser in Leipzig gegessen habe. Das ist nicht übertrieben. Wer irgendwie nur das herkömmliche gewöhnt ist, dem ist außer gutbürgerlichem Essen, dem Italiener, dem Griechen oder dem Chinesen nicht viel mehr bekannt. Aber ich gebe Ihnen mein Wort, dass Sie das nicht bereuen würden, wenn Sie mal ganz großartig essen gehen wollen, wenn Sie in Leipzig sind.

Beirut muss ja eine famose Stadt sein. Oder gewesen sein, wenn man so die Berichte aus dem Nahen Osten hört oder sieht. Man denkt dann vielleicht, dass die außer Krieg nicht viel können. Aber der Libanon ist ein großartiges Land mit einer pulsierenden Metropole Beirut. Die knapp 6 Millionen Einwohner der „Schweiz des Orients“, wie das Land immer wieder genannt wird, sind zum überwiegenden Teil arabisch stämmig, und das wirkt sich auch auf die Küche aus. So, wie es sich auch auf die Küche auswirkt, dass das Land eine über 200 km lange Küste am Mittelmeer hat.

Der Libanon – oder vielmehr erst die Levante, dann das Osmanische Reich – beeinflusste mit seiner Kultur viele Länder der Region. So wurde auch die osmanische, also die türkische Küche vom Libanon beeinflusst. Und das schmeckt man. Manche Dinge, die der „gemeine Deutsche“ vom guten alten Döner um die Ecke kennt, findet man auch in der libanesischen Küche. Und ich wollte nicht glauben, wie lecker das Ganze ist. Vor allem, wenn es so frisch ist, wie im Beirut Night.

Ich war mit meiner Freundin abends dort essen. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet. Ich hatte keine Ahnung von libanesischer Küche. Sie – durch ihre eigene Lebensgeschichte – ist etwas mit der arabischen Küche vertraut. Aber auch sie wusste nicht zu jedem eine Beschreibung. Bloß gut, dass wir auf der Speisekarte eine Beschreibung hatten. Was wir gegessen haben, kann ich Ihnen ja sagen:

Als Vorspeise hatten wir Mezza Spezial, einem Vorspeisen-Teller für 2 Personen, auf dem sich Fatoush (gemischter Salat, wie ihn der Standard-Europäer kennt), Tabbouleh (Petersiliensalat mit frischen Tomaten, Minze, Burghul – also Weizen), Falafel (frittierte Bällchen aus Kichererbsen, Favabohnen, Koriander und Zwiebeln), Halloumi (frittierter Käse), Hommus (pürierte Kichererbsen mit Sesampaste), Auberginenpüree, Waraneiab (mit Reis, Tomaten und Petersilie gefüllte Weinblätter) und Batata Hara (Kartoffelwürfel, gewürzt mit Koriander) befanden. Das allein weckte die Gaumen und ließ sie wie die Derwische tanzen.

Meine Freundin befasste sich dann zum Hauptgang mit einem Mittelmeer-Teller (gegrillte Dorade, Calamari, Scampi und Muscheln, dazu Reis und Tabbouleh). Ich musste natürlich mithelfen, so eine riesige Menge war das. Und so kann ich sagen, dass alles frisch und mit bester Qualität auf dem Teller war. Und wie gesagt, es war so reichlich, das ahnte niemand vorher.

Ähnlich umfangreich und kaum zu bewältigen war meine Wahl, der Beirut Night Teller (ein Fleischspieß, ein Kebabspieß, Hähnchen mit Hommus, Batata Hara und Tabbouleh). Das Fleisch war zart und auf den Punkt gebraten oder gegrillt. Alles war bestens gewürzt und überaus wohlschmeckend. Aber eben kaum zu schaffen. Und das sage ich, der eigentlich immer gut zuschlagen kann.

Was man im Beirut Night unbedingt probieren sollte, ist das Getränk Beirut Night Ice Tea. Das ist ein antialkoholisches Mixgetränk, was nach Angaben des Personals aus einer Laune heraus geboren wurde. Irgendwie mischten die früheren Betreiber des Restaurants ein paar Flüssigkeiten zusammen und experimentierten. Die abschließende Mischung war dann libanesischer Tee, Zitronensaft, Grenadine und Cola. Zusammen mit dem überaus wohlschmeckenden und frischen Essen ist so etwas ein richtiger Genuss.

Abschließend muss ich noch auf das Personal zu sprechen kommen. Die drei Herren, die wir gesehen haben, waren allesamt überaus freundlich und zuvorkommend. Uns wurden die Bestandteile der Gerichte erklärt, es wurde sich bestens um uns gekümmert. Wir konnten uns überhaupt nicht beschweren. Also kann ich unterm Strich das Restaurant Beirut Night wärmstens empfehlen. Ich übertreibe nicht, wenn ich erzähle, dass ich selten so gut oder gar besser gegessen habe wie dort.

Auch beim TripAdvisor findet man Rezensionen zu Beirut Night – auch mit Bildern. Aber schauen Sie sich ruhig mal bei denen auf der Webseite um. Nein, ich bekomme kein Geld dafür, ich schreibe das einfach mal auf, weil ich so begeistert von dem Laden war. Ach, und wer will, kann dort auch Shisha rauchen. Na dann, wohl bekomm’s.

Das Restaurant finden Sie übrigens in der Münzgasse neben der KarLi. Es ist derzeit etwas schwierig, dorthin zu kommen. Aber Sie werden den Besuch bestimmt wiederholen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Beirut Night – Libanesisch essen gehen in Leipzig

  1. Das Restaurant kommt nun auf jeden Fall auf meine Liste.
    Wenn du mal afghanisch probieren möchtest empfehle ich das
    Hindukusch:
    Möckernsche Str. 26
    04155 Leipzig

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