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Das sanierte Capa-Haus in Leipzig, Dezember 2015 - By Cowboy (Deutsches Architektur Forum) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons Das sanierte Capa-Haus in Leipzig, Dezember 2015 - By Cowboy (Deutsches Architektur Forum) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Capa-Haus Leipzig mit historischen Szenen

Historische Szenen aus Leipzig. Eine Foto-Sammlung im Capa-Haus zeigt da derzeit etwas. Und das ist durchaus wichtig, um Leipzig irgendwie besser zu verstehen. Das Haus, das nach dem US-amerikanischen Kriegsreporter Robert Capa benannt ist, zeigt nun eine Ausstellung des Fotografen. Immer wieder gab es Diskussionen um den Knipser, und das nach ihm benannte Haus war lang verlassen. Nun soll sich das ändern. Und das halte ich für eine gute Sache.

Robert Capa fotografierte vieles. Unter anderem auch den Soldaten Raymond J. Bowman. Dieses Foto ging als „Last man to die“ um die Welt. Nach über 70 Jahren werden nun solche Fotos gezeigt. Aber auch solche, die Leipzig in der Nachkriegszeit zeigen. Am Wochenende findet nun die Ausstellung statt, die unter anderem Kämpfe in Leipzig zeigen. Es ist ein Unikum und nicht vergleichbar mit einer Ausstellung in einem Museum. Das Café Eigler ist der Ort des Geschehens.

In Sachen Zeitgeschichte ist das eine gute Sache. Zudem soll es eine Bowmanstraße in Leipzig geben. Zum Gedenken an den letzten US-Militär, der in Leipzig den Tod fand. All das steht unter dem Motto, dass der Krieg nun endgültig vorbei sein muss. Und das ist ja auch vor dem Hintergrund der heutigen Situation ein wichtiges Signal. Nun kann man mit einer eintägigen Ausstellung keine Kriege beenden. Aber in der Stadt, die wie keine sonst das Sinnbild für friedliche Revolutionen darstellt, kann das ein wichtiges Signal sein.

Denn es ist noch nicht allzu lange her, dass in Leipzig Straßenkämpfe stattfanden. Und das, was in der Ausstellung dargestellt wird, darf nie wieder stattfinden. Nirgendwo auf der Welt. Die US-Armee kam bis Torgau. Leipzig wurde auch von den Nationalsozialisten befreit. Das sind alles Dinge, an die man erinnern darf. Deshalb wurde das Capa-Haus letztlich auch saniert und bringt nun diese wichtige Ausstellung.

„The last man to die“ ist ein unschätzbares Zeitdokument. Das Capa-Haus kann ein Puzzle-Teil sein, das daran erinnert, menschlich zu sein. Und deshalb muss es diese Ausstellung geben. Ich halte die für gut und richtig. Aber wie sieht es mit Ihnen aus?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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