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Fake! - (C) Nemo CC0 via Pixabay.de Fake! - (C) Nemo CC0 via Pixabay.de

.DE Deutsche Domain in den Schlagzeilen wegen Betrug?

Kennt irgendwer eine Firma namens .DE Deutsche Domain? Die sind mir noch nie untergekommen. Es sind von denen komische Rechnungen unterwegs. So sagt man. Es ist gar von Betrug die Rede. Da so etwas schnell erzählt wird, muss man da schon genau hinschauen. Und deshalb schreibe ich mal auf, was mir dazu einfällt. Vielleicht ist ja doch alles ganz anders, oder?

Stellen Sie sich einmal vor, Sie erhalten eine Rechnung von einer Firma namens „.DE Deutsche Domain“ oder „Austria Domain Hosting“. Der Rechnungsbetrag soll 149 Euro – woanders ist von 188 Euro die Rede – betragen. Und die Rechnung fällt an, weil es angeblich eine Registrierung auf eine Domain gibt. Aber das ist nie der Fall gewesen. Was ist das denn jetzt wieder für ein himmelschreiender Blödsinn?

Nun ja, es ist keine Rechnung an sich, sondern ein Angebot. Bezahlt der angebliche Kunde, wird er erst Kunde und geht damit einen Vertrag ein. Das wird gemeinhin als Betrugsversuch bezeichnet. Und der Absender der „Rechnung“ hat selbst keine funktionierende Webseite und eine nicht existierende Telefonnummer angegeben. Abgesehen haben es die windigen Leute auf Geschäftsleute, die eh keine Zeit haben, alles zu überprüfen.

Ob es nun deutsche Empfänger einer Email von „.DE Deutsche Domain“ oder österreichische Empfänger einer Email von „Austria Domain Hosting“ betrifft, ist eigentlich egal. Am Ende des Textes steht dann der entscheidende Passus, dass es sich eben nicht um eine Rechnung, sondern um ein Angebot handelt. Aber in der Eile übersieht man schnell so etwas. Und man übersieht auch, dass die Zahlung des Betrages als Eingehen eines Vertragsverhältnisses verstanden wird.

Und so kann es vorkommen, dass Leute den Betrag bezahlen, und zwar auf ein spanisches Konto. Und damit sind sie ein Vertagsverhältnis eingegangen, dass sie nie hätten haben wollen. Und das nennt man dann wohl: Die Falle ist zugeschnappt. Ist das jetzt überaus gerissen, oder wie soll man das einordnen? Ich denke, wer noch nie mit einer solchen Firma zu tun hatte und noch dazu in letzter Zeit keine Domain angemeldet hatte, der wird wohl länger über solche Emails nachdenken. Aber mancher wird wohl in der Eile die Zahlung leisten.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „.DE Deutsche Domain in den Schlagzeilen wegen Betrug?

  1. Ich wollte mal wissen was „aus dieser Sache“ geworden ist. So kam ich auf diesen Artikel…
    Hmmm mal überlegen: Es steht im Betreff „RECHNUNG“, rechts steht gross RECHNUNG, links Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Rechnungskontakt und der Passus: Zahlbar bis….
    Also ich weiss nicht….
    Wenn im Supermarkt ein Glas Marmelade steht mit „Champagner-Marmelade“ gross drauf, dazu ein Glas Champagner auf dem Etikett, auf dem Preisschild steht „Champagner Marmelade“ und Hinten steht drauf „Champagner Marmelade“ und bei den Zutaten steht dann „100% Apfel“… also ich würde da schon von einem „Täuschungsversuch“ sprechen ….
    Spass beiseite: Natürlich ist das ein Betrugs-Versuch.

  2. Habe den Brief auch erhalten (von mir wollen sie 191,85€).
    Es ist ein eindeutiger Betrugsversuch, und auch der Hinweis, dass es keine Rechnung ist im Kleingedruckten wird da nicht helfen, weil oben gross Rechnung und Rechnungsnummer steht.

    Ich habe das ganze der Polizei und dem LKA weitergeleitet, aber die scheinen das als Bagatelle zu betrachten.

    Ich habe dann auch noch Anzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet, weil auf der Rechnung die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist, ohne dass die MWSt-Nummer des Absenders angegeben ist – das werden sie wohl eher ernst nehmen.

    Habe ausserdem die spanische Bank informiert, auf die das Geld überwiesen werden soll, aber die können wohl auch kein Konto einfrieren, ohne dass sich die Behörden einschalten.

  3. Schon zwei Kunden von mir haben wieder diese Email erhalten am 23.06.2016.
    Beide waren verunsichert und wollten das sogar bezahlen, haben aber glücklicherweise Rücksprache gehalten.
    Das kann doch nicht sein, dass wir heutzutage es nicht schaffen in über einem Jahr diese Masche zu stoppen…

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