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Ferien in Mecklenburg – 01 – Das Domizil im Nirgendwo

This entry is part 1 of 13 in the series Ferien in Mecklenburg

Ich hatte mit meiner Tochter Ferien gemacht. In Mecklenburg. Und es war trotz durchwachsenem Wetter eine wunderbare Zeit, die wir hatten. Ein reiner Badeurlaub, der gern mal langweilig werden kann, ist es nicht geworden. Dazu waren die äußeren Bedingungen einfach nicht gegeben. Gleichwohl war es eine phänomenale Erfahrung, die wir gern wiederholen. Im nächsten Jahr.

Wer an Mecklenburg denkt, der denkt an Strand, Ostsee und Mecklenburger Seenplatte. Aber es gibt auch das „Irgendwo im Nirgendwo“. Und dort kann man sich wohlfühlen. Viel besser als in den Urlauber-Einpferch-Anstalten ein paar Kilometer weg direkt an der Küste. Welche schöne Zeit man haben kann, wenn man nicht direkt morgens nach dem Aufstehen in die Ostsee fallen will, erzähle ich in der Serie „Ferien in Mecklenburg“ – die hier ihren ersten Teil bekommt.

Sonnenuntergang auf dem Mohrhof
Sonnenuntergang auf dem Mohrhof

In der Gegend, in der ich mit meiner Tochter Urlaub gemacht habe, gibt es einen Haufen kleiner Nester. Die scharen sich alle mehr oder weniger um die Kleinstadt Neubukow im Landkreis Rostock. Zur Orientierung schauen Sie einfach mal auf einer Karte nach. Dort finden Sie an der Ostsee-Küste die Städte Wismar und Rostock. Dazwischen befindet sich das Salzhaff. Und dort etwas südlicher ist das.

Das Nest, in dem wir waren, heißt Jörnstorf. Noch nie davon gehört? Ich auch nicht. Eigentlich wollten wir etwas näher an das berühmte Salzhaff heran, aber der dortige Betreiber von Ferienwohnungen hatte mich schlichtweg vergessen. Sei’s drum. So hatten wir nämlich eine wunderbare Wirtin, die in ihrem Haus verschiedene Gästezimmer und Ferienwohnungen betreibt. Und sie hat sich rührend um uns gekümmert, und wir hatten eine einmalige Zeit.

Das Domizil war für uns der Mohrhof, das Anwesen der netten älteren Dame Ingeborg Mohr (auf ihrer Webseite gibt es viele Fotos und Informationen zum Anwesen und der Region). Und so, wie Sie es auf dem Foto oben sehen, war es wirklich dort: Rundherum Felder. Von der Bundesstraße, die an Jörnstorf vorbeiführt, führt ein poltriger Feldweg zu dem Haus, das praktisch mitten in der Natur steht. Eine Ruhe kann der Stadtmensch dort erleben, wie er sie nicht kennt. So ging es mir, und so ging es meiner Tochter. Wir fühlten uns richtig wohl. Und die Frau Mohr kümmerte sich um alles und wurde von Tochter, Enkelin und Partner unterstützt.

Das beständige „Sie“ zeugte von Respekt. Davon abgesehen, fühlten wir uns schon ein klein wenig wie in Familie. Wir bewohnten ein Ferienzimmer mit anliegendem Bad und Kinderzimmer und genossen die Ruhe abends im Garten oder morgens bei einem ausgedehnten Frühstück. Der Haushund – ein verspielter Mischling – war der beste Freund meiner Tochter. Und wir genossen die Weite.

Nicht, dass Sie auf falsche Ideen kommen: Wir waren nicht etwa im Nirgendwo abgeschoben. Im weiteren Verlauf dieser kleinen Serie werden Sie sehen, dass man ziemlich viel erleben kann. In 15 Minuten ist man am Salzhaff und der Ostsee, wenn man ins Ostseebad Rerik fährt. In 20 Minuten ist man im Ostseebad Kühlungsborn. In einer reichlichen halben Stunde ist man in Warnemünde, in je etwa einer dreiviertel Stunde in Rostock bzw. Wismar und in einer Stunde etwa in Schwerin. Glauben Sie mir, wir waren dort.

Aufgrund des teilweise ungemütlichen Wetters mussten wir natürlich entgegen der ursprünglichen Gedanken etwas umplanen. Wer geht schon gern bei Wind und Regen in der Ostsee baden? Trotzdem waren es unvergessliche Tage, von denen ich im Laufe dieser Serie berichten werde. Ich hoffe, Sie haben Interesse.

Ich habe es bereits unserer Wirtin „angedroht“: Wir kommen wieder. Und nächstes Mal kommen wir aller Voraussicht nach zu dritt. Und das hat seine Gründe. Diese Herzlichkeit und die vielen wertvollen Gespräche, die wir erfuhren, erlebt man eigentlich sonst nur in Familie. Und deshalb wird der nächste Urlaub wieder in das Domizil „Mohrhof“ führen.

Die Liegewiese hinter dem Haus
Die Liegewiese hinter dem Haus
Der Zaun ist gesichert durch Plastikflaschen, die im Wind leicht klappern und damit Wildtiere abschrecken
Der Zaun ist gesichert durch Plastikflaschen, die im Wind leicht klappern und damit Wildtiere abschrecken
Blick Richtung Küste nach dem Sonnenuntergang nach 22 Uhr
Blick Richtung Küste nach dem Sonnenuntergang nach 22 Uhr
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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Ferien in Mecklenburg – 01 – Das Domizil im Nirgendwo

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