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Leipzig: Das Hotel Fürstenhof - By Frank Vincentz (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Leipzig: Das Hotel Fürstenhof - By Frank Vincentz (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Gestern in Leipzig: Luxushotel Fürstenhof mit Terrordrohung

Am Leipziger Stadtring gibt es ein richtiges Luxushotel, nämlich das Hotel Fürstenhof. Das erhielt gestern eine Terrordrohung und war damit Schauplatz. Über Twitter habe ich das Alles verfolgen können. Es sollen unzählige Polizisten, Einsatzfahrzeuge und sogar Hubschrauber im Einsatz gewesen sein. Am Ende ist nichts passiert, aber ich muss trotzdem ein paar Worte dazu erzählen.

Ich habe kurz vor dem Jahr 2000 irgendwann mal im Fürstenhof gearbeitet. Als Leiharbeiter für eine hessische Fliesenleger-Firma. Ich weiß noch, dass damals ein Wasserschaden vorlag, weshalb bei einem Strang komplett alle Fliesen erneuert werden mussten. Es handelte sich um Marmor-Fliesen. Jedenfalls konnte ich hier und da mal kurz schauen, wie das so im Fürstenhof aussah. Das ist schon die Creme de la Creme. Deshalb trifft der Begriff Luxushotel voll und ganz zu.

Wie dem auch sei, gestern war das Fürstenhof in den Trends bei Twitter. In der Nacht zu Dienstag erhielt der Fürstenhof einen Drohanruf. Es hieß da zunächst in verschiedenen Medien, dass der Anrufer in gebrochenem Deutsch irgendwas zusammen gestammelt hatte. Das hätte ja wieder wunderbar zu den „gefährlichen Flüchtlingen“ gepasst. Am Ende kam aber heraus, dass das kein gebrochenes Deutsch war, sondern die Anrufer Österreicher waren. Also können wir die „Terror-Flüchtlinge“ hier außen vor lassen.

In der Nacht begann dann die Leipziger Polizei, das Hotel zu durchsuchen. Jetzt stelle ich mir das bei einem Luxushotel schon schwierig vor. Da zählt ja am meisten die Diskretion. Jedenfalls kamen auch Spürhunde und Sprengstoff-Experten und all das zum Einsatz. Gefunden hat man nichts. Keinen Sprengsatz, keinen Sprengstoff, nichts. Nicht einmal eine Bombenattrappe wurde gefunden. Nach all der Akribie wurde dann am gestrigen Nachmittag der Einsatz beendet und das Hotel für nicht gefährdet erklärt.

Bleibt der Anrufer. Es wurde festgestellt, dass es sich um österreichische Teenager handelte, die da dem ältesten Luxushotel der Stadt und der Polizei einen mitternächtlichen Schrecken einjagen wollten. Ein Dummer-Jungen-Streich, nichts weiter. Aber der hat Konsequenzen. Denn die beiden Jungs haben das Theater bei mehreren Hotels durchgezogen. Die österreichischen Behörden sollen dazu die Arbeit aufgenommen haben, und den Teenagern könnten Strafen drohen.

Das Hotel Fürstenhof gehört zu Starwood Hotels & Ressorts. Es wird unter der Marke „Luxury Collection“ geführt und ist Mitglied in der „Leipzig Hotel Alliance“. Es verfügt über rund 100 Zimmer und wurde 1889 als Hotel gegründet. Davor war es das Wohnhaus des Leipziger Bankiers Eberhard Heinrich Löhr. Das Hotel ist ein Aushängeschild für die Stadt Leipzig. Beim Einsatz wurde es nicht evakuiert. Und am Ende stellt man fest, dass diese Entscheidung richtig war.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Gestern in Leipzig: Luxushotel Fürstenhof mit Terrordrohung

  1. Östereicher?
    Vielleicht Salzburger Nachwuchsultras die dachten das RBL Profis dort nächtigen ….
    (Keita, Bernardo)
    Das scheint mir gar nicht so abwegig.

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