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Fragezeichen-Straßenschilder - (C) Geralt Altmann via pixabay.de Fragezeichen-Straßenschilder - (C) Geralt Altmann via pixabay.de

Gesunde Skepsis – oder ein Sack Reis, bitte

Ich hinterfrage ja gern mal etwas. Es ist nicht so, dass ich Dinge einfach mal so hinnehme, wie sie sind. Das hat dann nicht unbedingt viel mit einem Aluhut zu tun. Eher mit dem Gegenteil. An Verschwörungen kann man ja im so genannten „Heutzutage“ eh nicht glauben. Noch weniger sollte man sich danach richten.

Ich denke, ich habe meinen Platz in der Welt gefunden. Ich nehme nicht alles ernst, was ich so lese und höre. Und ich richte mich nach dem, was ich als richtig erachte. Von irgendeiner undefinierten Meute, die einem nur ans Fell will, will ich irgendwie so gar nichts hören. Wenn man nicht alles als gegeben hinnimmt, lebt man ein ganzes Stück unbeschwerter. Finden Sie nicht?

Gibt es solche Dinge wie „Die da“, die „uns“ fernsteuern? Ist alles ein großer Plan? Gibt es so etwas wie „Big Brother“ tatsächlich? Fragen über Fragen, mit denen man sich mal in aller Ruhe beschäftigen muss. Und ich denke, das tut jedem einfach mal gut. Wer hinterfragt, sieht manches ein wenig anders als diejenigen, die dann hyperventilierend vom Ende der Welt schwadronieren.

Also zunächst einmal können wir alle die Aluhüte vergessen. Das ist Blödsinn. Es gibt keine Gedankenpolizei, wie sie im Buch „1984“ von George Orwell skizziert wird. Es gibt auch kein „Psi Corpse“ wie in „Babylon 5“. Insofern muss man sich da ernsthaft fragen, wie lächerlich das eigentlich aussehen muss, mit so einem Aluhut durch die Gegend zu tölpeln. Noch dazu schwitzt man darunter wie ein Schwein, vermute ich mal. Also hat das Ganze ja nur Nachteile.

Wenn ich da so einige Weltuntergangspropheten sehe, die davon schwafeln, dass einerseits das Ende nah ist und andererseits „Die da“ eh schon die Kontrolle übernommen haben, wird mir eigentlich nur schlecht. Woher sollen die denn kommen? Und wie wird das gemacht? Ach ja, sicher sind das alles Außerirdische, die uns mit Telepathie fernsteuern. Deshalb ja auch der Aluhut.

Es gibt in meinen Augen auch keinen „großen Plan“. So chaotisch, wie das derzeit alles in der Welt abläuft, müssen das ziemliche Stümper sein, die da irgendwas zusammengeplant haben. Sonst würden solche Dinge, wie da während des 2. Weltkriegs, während des Eisernen Vorhangs, während der Irak-Krisen, während der Ukraine-Krise passiert sind oder noch passieren, einfach nicht passieren. Dann hätte man nämlich die Völker einfach nur weiter bespaßt und hätte sich hinterrücks die Welt zurecht gemauschelt, wie es halt am besten gepasst hätte.

Das Einzige, was eben darauf hindeuten könnte, sind große Sportereignisse wie die vergangene Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Solche Sportereignisse werden gern mal hergenommen, um irgendwelche unpopulären politischen Dinge durchzuwinken. Aber da kann man trotzdem nicht von irgendeinem großen Plan reden. In meinen Augen ist das irgendwie alles nur Gerede.

„Big Brother“ an sich gibt es. Da gibt es nichts daran zu rütteln. Die vielen Berichte in den Medien und auch Beiträge in Blogs wie meinem rund um die Überwachungssache der Geheimdienste erzählen eigentlich genügend darüber. Mich wundert bei der Gemengelage eigentlich nur, dass immer nur von westlichen Geheimdiensten erzählt wird. Wie sieht es aber mit dem russischen, chinesischen oder israelischen Geheimdienst aus? Es soll keinen klügeren Geheimdienst als den Mossad geben. Es ist seltsam, dass sich alle Welt da auf NSA, GCHQ oder BND stürzt.

Aber nach wie vor ist mir nicht klar, wozu das die Geheimdienste machen. Denn es wurden nach wie vor viel zu wenige Straftaten oder Terror-Planungen durch Datensammelei aufgeklärt. Es mag sein, dass man irgendwie einen neuen Kalten Krieg heraufbeschwören will. Aber Sympathisanten des „Islamischen Staates“ oder dergleichen hat man bisher nicht ernsthaft aus dem Datenverkehr in diesem Internet gefunden.

Verkaufen die Geheimdienste etwa ihre gesammelten Daten an profitgeile Werbeagenturen? Selbst wenn, deshalb betreibt man doch ganz sicher nicht so einen Aufwand. Wenn mir klar wird, wozu die das mit den Daten machen, werde ich dazu etwas sagen.

Jedenfalls muss man immer mal wieder hinterfragen. Gesunde Skepsis hat noch niemandem geschadet. Auch im privaten Bereich. Aus jahrelanger Erfahrung weiß ich, dass man in Liebesdingen leider nicht alles als so real ansehen kann, wie man es gern hätte. Wenn man zum Beispiel mit allem möglichen förmlich überschüttet wird, wirkt das doch irgendwie nicht echt. Da kann der andere noch so oft erklären, dass das immer so sei. Wirklich glaubhaft ist es nicht. Zumal, wenn es nicht wirklich einen Grund gibt. Und schon hinterfragt man alles mögliche.

Ich habe mich gut eingerichtet mit meiner Skepsis. Ich stelle ja nun nicht alles infrage. Aber bei einigen Dingen muss man schon mal genauer hinschauen. Und was einem suspekt vorkommt, darf man auch gern mal hinterfragen. Und nach all dem, was ich so erlebt, gesehen, gelesen und gehört habe, darf es niemanden irritieren, dass ich nun nicht mehr zu allem „ja und amen“ sage. Und deshalb bin ich auch einigen Dingen gegenüber sehr skeptisch geworden. Ist das dann aber eher was gutes oder schlechtes?

Bildquelle: Fragezeichen-Straßenschilder – (C) Geralt Altmann via pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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