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Grafische Darstellung eines Wurmlochs / eines Schwarzen Lochs - (C) JohnsonMartin CC0 via Pixabay.de Grafische Darstellung eines Wurmlochs / eines Schwarzen Lochs - (C) JohnsonMartin CC0 via Pixabay.de

Gravitationswellen – Einsteins Relativitätstheorie bewiesen

Heureka! Albert Einstein hatte doch Recht! Es gibt Gravitationswellen, und die Entfernung ist im Weltraum relativ. Eine Sensation ist nun da. 1915 hatte man Albert Einstein noch verlacht, heute weiß man, wie richtig er lag. Bereits im September 2015 entdeckten Wissenschaftler den Fund im Weltall. Heute haben sie ihn öffentlich gemacht. Ab jetzt wird die Forschung des Weltalls komplett neu stattfinden. Denn nun weiß man, dass alles im Weltall relativ ist.

Albert Einstein und die Allgemeine Relativitätstheorie

Vereinfacht gesagt, sagt die Allgemeine Relativitätstheorie aus, dass Entfernung im Weltall relativ ist. Objekte im Weltall ziehen sich entgegen der vor 100 Jahren vorherrschenden Meinung eben nicht ohne Zeitverzug an. Einstein nahm an, dass bei zunehmender Masse Raum und Zeit gekrümmt werden. Das Alles funktioniert ausschließlich bei Lichtgeschwindigkeit.

Elemente im Weltall, die eine große Masse besitzen, sind dazu in der Lage, Raum und Zeit zu krümmen. Solche Elemente sind die viel beschriebenen Schwarzen Löcher. Das sind Objekte mit ungeheurer Gravitation, also Anziehungskraft. Die ist so stark, dass aus diesem Bereich keinerlei Materie entweichen kann. Auch kein Licht. Und durch ihre Masse haben diese Schwarzen Löcher weiten Einfluss auf die Gravitation. Dadurch – so Einsteins Theorie – sind sie dazu in der Lage, Einfluss auf Raum und Zeit zu nehmen.

Gravitation – Was ist das?

Gravitation ist schlicht und ergreifend die Anziehungskraft, die ein Element besitzt. Sie zählt zu den vier Grundkräften der Physik. Gravitation herrscht zwischen zwei Massen. Und sie nimmt ab, je näher sich die beiden Massen sind. Umgekehrt aber verfügt die Gravitation über eine vermutlich unbegrenzte Reichweite. Jeder hat Gravitation schon beobachtet.

Scherzhaft redet man ja, wenn jemand hingefallen war, von der Erdanziehungskraft. Und in gewisser Weise stimmt das auch. Grob gesagt, fällt der Stein nicht zu Boden, sondern er wird von der Erde angezogen. Und je höher der Punkt über dem Boden ist, von dem der Stein fällt, desto stärker ist die Gravitation. Das ist sicherlich sehr stark vereinfacht. Aber das ist mal als Bild passend.

Was ist das nun mit den Gravitationswellen?

Die Gravitationswellen, die im September entdeckt wurden, stammen von zwei gigantischen Schwarzen Löchern. Die sind vor 1,3 Milliarden Jahren mit jeweils Lichtgeschwindigkeit aufeinander zugerast und dann miteinander kollidiert. Dabei wurde eine derartige Gravitation zwischen beiden Elementen ausgelöst, dass dabei Dellen in die Raumzeit geschlagen wurden. Und diese Dellen sind dann in Lichtgeschwindigkeit durch das Weltall unterwegs.

Während der beschriebenen Kollision wurden gewaltige Kräfte freigesetzt, die dann eben die Wellen erzeugt haben. Und bei einer Gravitationswelle werden Abstände gestaucht und / oder gestreckt. Man muss sich Gravitationswellen wie die Wellen des Meeres vorstellen. Das nennt man dann Transversalwellen. Und die genannte Stauchung erfolgt quer zur Ausbreitungsrichtung.

Und was fängt man nun damit an?

Also wissen wir jetzt, dass eine Gravitationswelle den gesamten Raum verformt. Und eben auch alles darin befindliche. Und durch die Erkenntnis, dass Gravitationswellen doch existieren, wird nun das zweite Mal die Astronomie von Grund auf revolutioniert. Der Erste war Galileo Galilei mit seinem Nachweis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Und jetzt eben der Nachweis, dass Raum und Zeit je nach Masse der umgebenden Elemente abweichen kann.

Jetzt ist es aber nicht so, dass nicht jeder Mensch etwas von der Erkenntnis hat. Vielmehr ist es so, dass der Weltraum nun mit neuartigen Technologien erforscht werden kann. Konnte man erst nur mit Fernrohren beobachten, so wurden dann Teleskope erfunden und letztlich Infrarot-Untersuchungen eingeführt. Nun kann man aber mit entsprechenden Detektoren Gravitationswellen nachweisen und für die Forschung nutzen und somit ermitteln, welches Ereignis sie ausgelöst haben.

Fazit

Neil Armstrong sagte einmal, dass es ein kleiner Schritt für ihn, aber ein großer für die Menschheit war, als er den Mond betrat. So ungefähr ist das auch mit den Gravitationswellen. Die Erkenntnis, dass es diese Wellen gibt, wird die Weltraumforschung revolutionieren. Und da Gravitation durch nichts aufgehalten werden kann, wird sie ihr Ziel nie verfehlen. Und diese Erkenntnis kann für die Weltraumforschung genutzt werden. Und das ist die eigentliche Sensation aus dieser Nachricht.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Gravitationswellen – Einsteins Relativitätstheorie bewiesen

  1. Zitat.
    Und je höher der Punkt über dem Boden ist, von dem der Stein fällt, desto stärker ist die Gravitation.

    Das stimmt so nicht.
    Die Gravitationskraft nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab.
    F= G x m(1) x m(2) / r²

    Was mit der Entfernung zunimmt ist die Fallgeschwindigkeit einer Masse zur Gravitationsquelle.
    Diese ist Zeitabhängig.
    v = a x t²

  2. Mutig finde ich von den Forschern Ihre Ergebnisse
    als Beweis zu veröffentlichen.
    In den Dimensionen die hier gemessen wurden,
    Bruchteile des Durchmessers eines Atomkerns
    dürfte die Fehlertoleranz der Messung enorm sein.

    Trotzdem wird es wohl am ende stimmen und bestätigt werden von Anderen.
    Allen Skeptikern an diesen ganzen Theorien die sich im Netz tummeln muss man eigentlich nur vorhalten das es so etwas
    wie Smartphones, Navi, Computer und Internet nur gibt weil die Theorien wohl stimmen.

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