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FIFA-Hauptquartier in Zürich - By MCaviglia www.mcaviglia.ch (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons FIFA-Hauptquartier in Zürich - By MCaviglia www.mcaviglia.ch (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Heute ist die FIFA explodiert

Sepp Blatter und Michel Platini – beide Lichtgestalten der undurchsichtigen Organisation FIFA sind suspendiert. Die FIFA ist nun explodiert. Ein Beben ging durch Zürich, dem Hauptsitz der Fußball-Föderation. Monatelang das Gezerre rund um Korruption, Lügen und all dem – irgendwas musste passieren. Der vermutet unstürzbare Sepp Blatter und UEFA-Präsident Platini stolperten über die grassierende Affäre, die beide Organisationen erschüttert hatte. Und jetzt?

Die Ethik-Kommission des Weltfußballverbandes hat beide Herren von allen Funktionen suspendiert. Zwar nur vorübergehend für 90 Tage, aber das hat heute die Sportwelt erschüttert. Die Sperre, die nochmal um 45 Tage verlängert werden kann, besagt, dass beide an keinerlei Fußball-Aktivitäten teilnehmen dürfen. Der Grund für die doppelte Suspendierung ist, dass gegen beide Untersuchungen laufen. Und zwar von Schweizer Behörden. Und auch die Sponsoren der FIFA – Cocal-Cola, McDonald’s und Co. – sind mindestens Blatter gegenüber nicht gut gestimmt.

Die FIFA steht ja schon länger in düsterem Licht. Die Vorwürfe zu Korruption und Begünstigung und so etwas ließen sich eben nicht entkräften. Aber eben auch aus dem Grund, weil Blatter, Platini und Co. stets abgewiegelt haben. Blatter nimmt es wohl sogar sportlich, weil er gesagt haben soll, dass er nun 90 Tage Ferien hat. Platini wiederum schimpfte wie ein Wilder auf die Ethik-Kommission, weil er ja angeblich noch eine Liste an Befürwortern geliefert hat, was ja dann Vorwürfe entkräften soll. Wie das gehen soll? Niemand weiß es.

Im Februar wird nun ein neuer FIFA-Chef gewählt. Blatter hatte sich ja erst wählen lassen und ein paar Tage drauf hingeschmissen. Alle Welt wettete alsbald darauf, dass nun Platini auf Blatter Posten steigt. Aber das wird wohl nun nichts mehr. Und plötzlich steht der deutsche Wolfgang Niersbach und noch ein paar mehr Namen im Rampenlicht. Klar, alle anderen potentiellen Nachfolger sind ja irgendwie nicht verfügbar. Sogar der Sportdirektor vom 1. FC Lokomotive Leipzig, Mario Basler, will sich aufstellen lassen.

Wie auch immer – heute hat es die FIFA gesprengt. Und das ist auch gut so. Wenn man so liest, was mancher so schreibt, dann ist gern mal die Rede davon, dass die Organisation wie eine Sekte handeln würde. Das werde ich natürlich nicht kommentieren. Aber so, wie sich die FIFA präsentiert hat, darf so ein Vorwurf auch nicht überraschen. Jedenfalls zerfleischt sich gerade die Fußball-Familie. Und damit könnte unter Umständen irgendwann mal wieder eine normal funktionierende Organisation entstehen. So geht es jedenfalls nicht weiter, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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