Skip to main content
Krater auf dem Mond - (C) Pexels CC0 via Pixabay.de Krater auf dem Mond - (C) Pexels CC0 via Pixabay.de

…if you believed they had a man on the moon…

Fand die Mondlandung statt? Laut einiger Verlautbarungen ist diese nie passiert. Na klar, wir können es nicht behaupten, da wir ja nicht dabei waren. Aber wieso soll das Alles nicht passiert sein? Und wie komme ich überhaupt darauf, nachdem eigentlich alles zu dem Thema gesagt und geschrieben wurde? Nun ja, es gibt immer wieder Leute, die denjenigen mehr glauben, die eine große Mondverschwörung wittern. Und ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.

Ich bin nicht dafür bekannt, irgendwas vorschnell als Verschwörungtheorie abzutun. Aber irgendwas ist komisch, wenn man sich auf Autoren beruft, die eindeutig darüber spekulieren, dass die Mondlandung gar nicht stattgefunden hat. So ein Autor ist Gerhard Wisnewski. Ich will da jetzt gar nicht so sehr auf dem 58-jährigen herum hacken, das machen andere schon genug. Aber wir müssen uns einfach mal vor Augen halten, was da über ihn erzählt wird.

Der Mann sagte mir nichts. Wenn man nach ihm sucht, stößt man auf die Wiki-ähnlich angelegte Webseite Psiram.com. Das ist eine Seite, die vorgibt, sich gegen Pseudowissenschaft, Esoterik und Verschwörungstheorien zu wenden. Das Problem ist, dass sie anonym betrieben wird. Es handelt sich um eine deutschsprachige Seite, deren Registrierungsdaten in Australien liegen. Das Alles klingt nicht glaubwürdig. Und das ändert auch nichts, wenn sie schreiben, dass man ihnen nicht glauben soll, sondern sich eine eigene Meinung bilden soll.

Wie dem auch sei, auf der Seite gibt es einen ausufernden Artikel zu Gerhard Wisnewski. Die Seite rechnet ihm eigenartige Theorien an. Er hat behauptet, Michelle Obama sei ein Mann und Barrack Obama homosexuell. Außerdem bezweifelt er den Klimawandel, die Echtheit der RAF usw. Er gilt allenthalben als Verschwörungstheoretiker. Aber er ist deshalb nicht doof. Er ist nun einmal Autor und Journalist. Das hat er gelernt. Er arbeitete für die Frankfurter Neue Presse, die BILD, für den WDR. Und es gibt eben diese Geschichten von ihm.

Im übrigen deckt sich das auch mit den Ausführungen in der Wikipedia. Wer also dem Artikel bei Psiram.com nicht über den Weg traut, darf gern auch den Artikel in der Wikipedia lesen. Und ja, mir ist bekannt, dass in der Wikipedia jeder schreiben kann. Aber was hat das Alles denn mit der Mondlandung zu tun? Ganz einfach: Wisnewski bezweifelt auch, dass es dieses Ereignis jemals gab.

Und damit befindet er sich in guter Gesellschaft. Diese Theorien gibt es schon seit langem. Na klar, die Mondlandung war ein gigantischer technologischer Sieg gegenüber der Sowjetunion. Zudem konnte wunderbar von Unruhen in den USA, dem Vietnam-Desaster und all dem ablenken. Und außerdem hatte die NASA direktes Interesse, da vielleicht das Budget gekürzt oder gestrichen worden wäre. Insofern ist das schon klar, dass diese Theorien berechtigte Gründe hatten und haben.

Aber sie sind irgendwie alle widerlegt worden. Dennoch gibt es sie. Und wenn einer seiner Vertreter, der noch dazu andere – nun ja – realitätsalternative Aussagen vertritt, von einem eher zu hinterfragenden Medium wie KenFM interviewt wird, ahne ich, welche Substanz dahinter zu vermuten ist. Das Thema war eine weitere, oft hergenommene Verschwörungstheorie, nämlich die rund um den 11. September 2001. Darin hält sich auch felsenfest die Theorie, dass das World Trade Center gesprengt wurde. So etwas in der Art hatte ich hier im Blog auch mal.

Natürlich darf man immer skeptisch sein. Das ist so wie im Lied von REM, „Man on the Moon“. Aus diesem stammt der Titel des Artikels. Der vollständige Refrain geht so:

If you believed they put a man on the moon
Man on the moon
If you believe there’s nothing up my sleeve
Then nothing is cool

Und der geht auf deutsch so:

Falls du geglaubt hast, sie hätten einen Mann auf den Mond geschickt,
der Mann im Mond.
Falls du glaubst, ich hätte nichts mehr in meinem Ärmel,
dann wäre doch nichts mehr cool.

Das Lied ist eine Hommage an den Komiker Andy Kaufman, der gern provokant war und sich gern mit seinen Gästen duellierte. Sein früher Tod wiederum sorgte auch wieder für Verschwörungstheorien der Art, dass der Schauspieler Jim Carrey (Die Maske, Der Dummschwätzer u.a.) eigentlich Kaufman sei.

Was ich damit sagen will: Man muss nicht gleich ein Dummkopf sein, weil man anfängt, das eine oder andere Thema zu hinterfragen. Ich musste das ja auch lernen. Wer nicht hinterfragt, nimmt alles als gegeben hin. Man darf eben nur nicht den Fehler machen und alles mögliche als „zielgerichtetes, konspiratives Wirken von Personen zu einem meist illegalen oder illegetimen Zweck“ erklären. Und in Sachen Mondlandung ist es nun einmal unzählig oft bewiesen, dass es sie gab. Und vielleicht winkt von dort oben ja Andy Kaufman?

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 2 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.