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Islamischer Staat: Flagge - By Yo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons Islamischer Staat: Flagge - By Yo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Islamischer Staat – Was Deutschland damit zu tun hat

Also ich habe ja ein dumpfes Gefühl, was unsere lustige Bundesrepublik betrifft. Da pochen Spitzenpolitiker der Partei-Imitationen auf innere und äußere Sicherheit und haben an sich nur die deutschen Konzerne im Blick. Irgendwie wirkt das Ganze sehr seltsam. Darüber müssen wir mal kurz reden.

Meine Güte, lamentieren derzeit deutsche Spitzenpolitiker über das Tun des Islamischen Staates. Die sind ja so böse, so schlimm, so Terror. Irgendwie wirkt das aber schon komisch, wenn man sieht, dass Unterstützer der Terror-Organisation (das ist das in meinen Augen) ungestraft in Fußgängerzonen hetzen dürfen. Die stellen sich einfach mal hin und quaken Zeug vom Unrecht gegenüber Allah und werben dafür, sie zu unterstützen. Denn da ja alle gegen Allah sind, sind sie böse und müssen bekämpft werden.

Solche Reden bekommt man ja immer wieder mit. Und junge Leute, die vielleicht noch keinen gefestigten Charakter haben und / oder enttäuscht von der Gesellschaft sind, sind für solche Reden empfänglich. Man sieht ja dahingehend immer wieder entsprechende Berichte. Sie wissen also, was ich meine.

Statt dass aber deutsche Behörden hier tätig werden, die Redenschwinger aus den Fußgängerzonen entfernen und Aufklärungsarbeit machen, überlässt man leicht beeinflussbare Leute lieber diesen Leuten und wundern sich dann, dass man sie dann auf Videos des Islamischen Staates in Syrien und im Irak wiedersieht.

Dann ist es aber so, dass die deutsche Politik sich dazu entschließt, Panzer an den Irak zu liefern, damit sich das Land gegen den Islamischen Staat verteidigen kann. Man schickt die Bundeswehr in den Kampf gegen die Piraten am „Horn von Afrika“, aber tatsächlich existente Gefahren werden durch Waffenlieferungen an halbgare Staaten angegangen? Ernsthaft, Bundesregierung?

Ich habe den Eindruck, dass das alles der Wirtschaftslobby dient. Man hilft den Rüstungskonzernen Rheinmetall, EADS und Co. dabei, einfach ihre Waffensysteme in den Nahen Osten zu liefern und dabei gewaltig Gewinn einzufahren. Die wirklichen Probleme werden gar nicht angegangen. Man könnte meinen, die deutsche Politik denkt sich: „Sollen die sich doch gegenseitig die Rübe wegschießen. Hauptsache, die lassen uns in Ruhe!

So einfach ist es aber nicht. Wie gesagt, der Islamische Staat wirbt in Deutschland Leute an. Was wäre denn, wenn dann Deutschland ins Visier rückt? Vielleicht ist das ja schon passiert? Dann nützen Panzer, die rund um Bagdad abgestellt werden und mit denen die irakische Armee erst umzugehen lernen muss, nicht wirklich viel. Ich würde da eher dafür plädieren, dass man die Organisation an sich bekämpft. Aber das will man ja nicht, da man weniger deutsche Waffen in den Nahen Osten liefern könnte.

Alles in Allem werfe ich der deutschen Politik vor, dass man die Situation im Nahen Osten als Kriegsspiel mit Zinnsoldaten herunterspielt, bei dem man einfach mal weitere Waffen ins Spielfeld werfen muss. Die wirklichen Probleme ignoriert man zugunsten der deutschen Wirtschaft. Und das könnte sich rächen.

Interessant dabei ist auch ein Artikel bei QPress. Ja, das ist ein Blog mit viel Humor, Zynismus und Spekulation. Ich sage ja auch nicht, dass man das ernst nehmen sollte, was ich dort las. Aber warum denkt man nicht darüber nach, dass die deutsche Politik und die EU den „Islamischen Staat“ dazu missbrauchen könnte, um Europa zu einem Überwachungsstaat umfunktionieren zu können?

Bildquelle: „Islamischer Staat“-Flagge mit dem ersten Teil der Schahāda – By The Islamic State [Public domain], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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