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Gender - (C) johnhain CC0 via pixabay.de Gender - (C) johnhain CC0 via pixabay.de

Kartoffelin – Von Professiks, Asterix und Obelix

Die Begriffe Frau und Mann sind sexistisch, weshalb das gern gegendert wird. Meine Güte, wie ich so einen himmelschreienden Blödsinn hasse. Man kann mir vieles vorwerfen, aber sexistisch und so etwas bin ich nicht. Es gibt aber solche Leute, die jegliche Geschlechtlichkeit wegdiskutieren, die alles zu Tode gendern, die die Menschheit gern als Einheitsbrei hätten. Ich bin auf eine – Achtung, ich sexistisiere – Frau Professor Lann Hornscheidt gestoßen, über die Frauke Zimmermann schrieb. Diese Frau Professor hätte gern ihren Titel ver-x-t, weshalb sie gern „Professx“ genannt werden will. Alles andere wäre diskriminierend und sexistisch. Sie ahnen schon, auf welchen Blödsinn ich da gestoßen bin.

Geschlechter sind Mist

Ja, fragen Sie nicht nach Sonnenschein! Wenn es nach der Inhaberin der „Professur für Gender Studies und Sprachanalyse“ am „Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin“ geht, dann ist die bloße Zuordnung zu einem Geschlecht diskriminierend. Geschlechter sind also Mist. Schon die pure Zuordnung zu „Frau“ ist für die gebürtige Antje Hornscheidt sexistisch. Sie möchte keinem Geschlecht zugeordnet werden.

Es ist fast unmöglich, über solche Menschen zu schreiben. Ich tue mich da auch richtig schwer. Denn die im eben erfolgten Absatz verwendeten Worte „Inhaberin“, „Frau“, „die“ und „Sie“ diskriminieren Lann Hornscheidt. Das will ich aber gar nicht in meinem Text. Aber – um Himmels Willen – wie soll ich denn sonst einen halbwegs lesbaren Text zustande bringen?

In der Wikipedia steht ein Satz von Lann Hornscheidt, der irgendwie typisch ist. Ich erlaube mir mal das Zitat: Einx schlaux Sprachwissenschaftx liebt xs Bücher. Irgendwie bin ich beim Lesen von Dingen von „Lann“ (wie man x nennen würde) beim Neusprech aus „1984“ von George Orwell. Dort wurde eben gut-besser-beste(r/s) mal eben gut-doppelgut-doppelgutplusplus. Es muss nicht alles egalisiert werden, es muss auch Unterschiede geben. Denn von den Unterschieden lebt eine Gesellschaft.

Die Selbsthilfegruppe von Asterix und Obelix

Die Autorin Frauke Zimmermann war bei einem Workshop von Lann Hornscheidt und einer Anna Damm in Halle (Saale). Was ich da von ihr gelesen habe, lässt mich stark an gesundem Menschenverstand zweifeln. Ja, ich lasse jedem Menschen erst einmal seine Anschauung. Das ist alles kein Problem. Wenn aber jemand behauptet, die Worte „Frau“ und „Mann“ seien sexistisch und diskriminierend, verstehe ich die Welt nicht mehr. Noch unfassbarer wird es dann, wenn eine Gruppe Teilnehmer wie in einer Selbsthilfegruppe bedauern, sich empören und dem Übungsleiter – hier: Lann Hornscheidt – bedingungslos beipflichten, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen.

Wenn Sie „Professx“ lesen, was dann „Professiks“ auskesprochen wird, sagen Sie mir nicht, dass Sie nicht mindestens einen Moment lang die Comic-Gallier Asterix und Obelix im Sinn hatten. Aber gut, dass ist Hornscheidts Entscheidung zur eigenen Betitelung. Aber sämtliche deutsche Artikel infrage zu stellen und noch dazu aus den Worten „Student“ und „Studentin“ dann einfach mal etwas anderes zu machen und dann folgerichtig aus der Menge „die Studierenden“ einfach mal „dix Studierx“ zu machen, ist irgendwie seltsam, denke ich.

Und die Teilnehmx (sehen Sie, ich lerne) der Selbsthilfegruppe des von Hornscheidt durchgeführten Workshops sollen laut Hornscheidt gar nicht mit ihrem Gegenüber das Für und das Wider so einer unsinnigen Gleichmacherei besprechen. Denn auch die reine Verhandlung, worüber unterschiedliche Meinungen herrschen, ist Diskriminierung. Die Leute sollen sich eben nicht diskriminieren lassen und deshalb einfach gehen. Ernsthaft? Tolle Lösung!

Gegen den Einheitsbrei

Eine tolle Frau zu sein, ein toller Mann zu sein, ist doch etwas gutes, oder? Und wenn eben jemand – ich weiß es nicht anders auszudrücken – sich vom Geschlecht her im falschen Körper befindet, dann ist das zu akzeptieren und nicht zu kritisieren. Wie es eben auch etwas völlig normales ist, ob jemand hetero-, bi-, homosexuell ist. Generell die Geschlechtlichkeit abzuschaffen und die Menschheit als geschlechtslosen Einheitsbrei hinzustellen, ist irgendwie abseits der Natur. Wenn jemand wie Lann Hornscheidt die ganze Geschichte rund um Professx, Studierx und dergleichen ernst meint, ist das die eine Sache. Aber keinerlei Diskussionen über das Für und Wider zuzulassen, ist die andere Sache. Wer diskriminiert denn dann wen?

Wenn nun alles vereinheitlicht wird, um nur gründlich dem Sexismus den Garaus zu machen, ist das nicht der richtige Weg. Ich halte nichts von irgendeiner Art der Diskriminierung. Aber wo ist es denn diskriminierend und sexistisch, wenn ich meiner Freundin das Kompliment gebe, dass sie eine tolle Frau ist? Etwas anderes ist der Spruch „Tanzt die Maus im kurzen Röckchen, klingeln bei mir alle Glöckchen„.

Der „Emannzer“ hat dazu einen Versuch gestartet, der Fachgruppe für „feministisches Gleichhandeln“ gemäß zu schreiben. Und dort im Artikel sind auch Publikationen verlinkt, die den ganzen Wahnsinn aufzeigen. Wie gesagt: Ich halte nichts davon, irgendjemanden zu diskriminieren. Gleichwohl halte ich viel davon, alle Welt per se erstmal gleich zu behandeln. Trotzdem kann ich nichts dem Quatsch abgewöhnen, die Sprache derart zu verunstalten, dass nur noch lalala dabei heraus kommt. Und es ist auch vom natürlichen Sinn her (ohne Politik, Gesellschaft, Sexualität) unsinnig, die Geschlechter infrage zu stellen.

Da kann man mich jetzt hinstellen, als sei ich dann doch diskriminierend. Aber dann kann ich es eben auch nicht ändern. Wer mich so hinstellt, dem ist dann auch nicht mehr zu helfen. Das sind dann solche Leute, die den Blüten und den Pollen auch ihre natürliche Aufgabe absprechen. Also: Abgehakt, weil Blödsinn. Oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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