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Kinderkarussell - (C) derRenner CC0 via Pixabay.de Kinderkarussell - (C) derRenner CC0 via Pixabay.de

Kinder sind doch nicht verweichlicht, liebe Huffington Post

Ich weiß schon, warum ich die Huffington Post nicht lese. Unter anderem weil dort abstruse Behauptungen aufgestellt werden. Jetzt mal wieder. Es geht um Kinder und ihre übervorsichtigen Eltern. Die Autorin eines Artikels in dem vom Focus verlegten deutschen Ableger des Blogs Huffington Post vertritt eine Hab-dich-nicht-so-Haltung und kommt mit eigenen Kindheitserlebnissen daher, die nicht unbedingt gut sind, um Kinder auf den Alltag vorzubereiten. Aber sie meint, dass ihr das nicht geschadet hat. Ich verlinke nicht die Huffington Post, gleichwohl gehe ich auf den Artikel ein.

Der Kindergarten – irgendwie sind da immer Kinder, die vor sich hin schreien und weinen. Ich weiß noch, wie das damals bei meiner Tochter war. Sie hat sich nie etwas gefallen lassen, war aber trotzdem sensibel. Und wenn man sie abgeholt hatte, konnte man immer wieder beobachten, wie Kinder immer wieder aus irgendwelchen Gründen geweint haben. Meine Tochter war natürlich auch hier und da mit dabei. Es gab nicht wirklich einen ersichtlichen Grund. Trotzdem mussten sie ja getröstet werden. In der Huffington Post klingt das so wie ein „Hab dich nicht so“. Muss man nicht machen, oder?

In der Huffington Post steht dann auch, dass die Autorin in ihrer Kindheit Reitunterricht nahm. Der Reitlehrer roch oft nach Schnaps. Und sie selbst hatte gehörigen Respekt vor der Peitsche. Aber es hat sie angeblich hart gemacht. So ein Blödsinn! Man muss doch nicht volltrunken mit Peitschen wedeln, damit Kinder im Sattel bleiben. Das wäre das Gleiche, als hätte der Bademeister meine Tochter vor ein paar Jahren ins tiefe Wasser geworfen und von ihr verlangt, sie möge um ihr Leben schwimmen. Wenn sie es geschafft hätte, wäre das gut für sie gewesen, oder?

Und so geht das weiter. Die Autorin in der Huffington Post wirft heutigen Eltern vor, dass diese ihre Kinder in einen Kokon hüllen. Schon wieder Blödsinn. Auch wieder ein Beispiel mit meiner Tochter: Natürlich achtet man darauf, dass sich Kinder nicht gleich sämtliche Knochen brechen. Aber ich habe sie immer klettern lassen. Auch auf Dinge hinauf, von denen sie nicht ohne Probleme wieder herunter kam, sodass sie Hilfe brauchte. Hätte ich sie stürzen lassen sollen? Hätte sie das härter gemacht? Und was hätte das denn für Vorteile gehabt?

Auch beim „Gewünschtesten Wunschkind aller Zeiten“ ist ein Artikel zu dem Huffington-Post-Gewäsch zu lesen. Ich stimme mit dem dortigen Artikel überein: Nur weil man auf Kinder Acht gibt, verweichlicht man sie nicht. Soll man denn Kinder lieber sich selbst überlassen? Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen. Und deshalb lese ich die Huffington Post nicht. Sie erreichen den Blog (und nichts anderes ist die Huffington Post) über den hier verlinkten Artikel. Aber eine Frage an Sie: Sind Ihre Kinder verweichlicht, weil Sie auf sie Acht geben? Ernsthaft, das ist doch absurd. Oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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