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Leipzig – Ausschreitungen und Randale in der Nacht

Leute, so geht’s nicht. Man randaliert nicht die halbe Nacht lang. 700 ziemlich aggressive Leute marodierten gestern Abend durch Leipzig. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich war nicht vor Ort, ich habe von dem Vorfall durch die „Lügenpresse“ erfahren. Vorgeblich eine Spontandemo  für Flüchtlinge, war doch ziemlich großer Sachschaden dabei. Und irgendwie liest sich vieles so, als hätten 600, 700 teils vermummte Leute gestern Abend bis tief in die Nacht einfach mal so randaliert, um mit Gewalt zu zeigen, dass man mit diversen Zuständen nicht einverstanden ist.

In der City und in der Südvorstadt marschierten dunkel gekleidete Leute, die auch noch vermummt waren, drauflos. Eine Spontandemo war es. Es heißt, dass man gegen PEGIDA demonstrieren wollte. Die Demo war angeblich auch wegen des Todes des Flüchtlings Khaled aus Eritrea in Dresden ausgelöst worden. Und so stand auch sein Name in Leipzig an Hauswänden. Auch „ACAB“ (All Cops are Bastards – Alle Bullen sind Schweine) oder „No Nazis“.

Aber neben den Schriftzügen, die an Hauswände gesprüht wurden, gab es eben auch handfeste Sachbeschädigungen. Scheiben gingen zu Bruch, als man sich in der Innenstadt gegen um 8 an der „Albertina“ im Musikviertel in Bewegung setzte und über den Innenstadtring und Bayrischen Platz in Richtung Südvorstadt marschierte.

Am Amtsgericht Leipzig, im so genannten TRIAS-Hochhaus, am Bundesverwaltungsgericht – überall gingen Scheiben zu Bruch oder wurden Parolen an Hauswände geschmiert. Und man brüllte und warf Nebelbomben und all das. Man zog ja durch ein Wohngebiet. Die Südvorstadt ist ein beliebtes Wohngebiet in Leipzig. Den Demonstranten war offenbar scheißegal, dass in dieser Welt Leute auch nochmal zur Arbeit müssen und Kinder in die Schule / Kindergarten müssen. Hauptsache, man hat mal ein bisschen Krieg gespielt.

Ihr Ende fand die angebliche Spontandemo am so genannten „Feinkost“ an der Karl-Liebknecht-Straße in der Südvorstadt. Das zweite Ende fand sich wohl am Amtsgericht Leipzig in der Bernhard-Göring-Straße in der Südvorstadt. Die Demonstranten hinterließen eine Spur der Verwüstung. Ich kann das nicht nachvollziehen, wie man so sein kann.

Man erreicht ja mit solchen Aktionen nichts. Man löst keine Probleme rund um die Flüchtlingspolitik. Man löst auch nicht die Frage, wie mit LEGIDA / PEGIDA umgegangen werden soll. Man schafft es nur, dass Dinge kaputt gehen. Und in Sachen spontan: Was ist an der Demo so spontan gewesen? Die gebauten / gesammelten Wurfgeschosse, die Farbe, die Transparente – das muss ja jemand vorbereitet haben. Also erzählt niemandem etwas von dem Märchen, dass das eine Spontandemo war.

Als die Demonstranten eingekesselt waren, hat die Leipziger Internetzeitung ein kurzes Video aufgenommen. Ich verstehe nicht genau, was die dort brüllen, es geht aber offenbar um so etwas wie „Nationalismus raus aus den Köpfen“ oder so etwas.

Dass man solche Leute, die einfach mal drauflos randalieren, nicht zu irgendwas überzeugen kann, ist völlig klar. Aber was macht man denn mit solchen? Leipzig hat besseres verdient, als dass einfach irgendwelche Spinner randalieren. Lesen Sie einfach mal, was dazu geschrieben wurde:

  • Leipziger Internetzeitung
  • Leipziger Volkszeitung
  • Mitteldeutscher Rundfunk

Aber man wird das in verschiedenen Kreisen alles gar nicht lesen. Das ist doch alles „Lügenpresse“. Nicht wahr?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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