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Leipzig, Burgplatz - MOdmate at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons Leipzig, Burgplatz - MOdmate at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Leipzig: Das Loch im Burgplatz wird mit einem Hotel verfüllt

Jaja, Sie werden denken: Was schreibt der Uhle da wieder? Aber es ist doch so. „Im Burgplatzloch“ entsteht eine Baugrube für einen Hotel-Neubau. Außer dem Hotel sollen Geschäfte entstehen. Alle in dem berühmten Loch? Was haben die sich nur dabei wieder gedacht? Und der Komplex soll bis 2018 fertig sein. Na klasse, da tut sich erst ewige Jahre so gar nichts, was das Loch betrifft, dann muss alles ganz schnell gehen. Und was bitte machen wir mit dem Petersbogen? Reißen wir den dann ab? Oder haben wir damit dann auch etwas lustiges vor?

Vor Jahren herrschte noch der Eindruck, dass in der Stadtverwaltung, vor allem im Baudezernat, die Unfähigkeit herrscht. Es gab sogar den wilden Gedanken, die halbe Stadtverwaltung ins Burgplatzloch zu kehren und sie dann über den augenscheinlich groben Unfug unter einer Glasplatte nachdenken zu lassen. Nun gut, es ist dann doch anders gekommen. Aber damals, vor gefühlt 300 Jahren, wurde der Komplex Petersbogen nicht fertig gestellt. Und das Resultat ist eben jenes Loch. Das ist abgesperrt, und nun soll damit eine sinnvolle Geschichte entstehen, heißt es.

Denn man will mal wieder ein Hotel in die Leipziger Innenstadt bauen. Es gibt ja noch keine. Damals, vor gefühlt 300 Jahren, gab es einen wahren Hotel Boom mit etlichen Neubauten, wo es doch die Prachthotels gab, die niemand mehr herrichten wollte. Nun muss wahrscheinlich in Fertigbauweise innerhalb von maximal 1,5 Jahren ein neuer Bau in die Höhe gezogen werden und damit den unvollendeten Petersbogen vervollständigen. Nun freut sich die Stadtverwaltung, dass die Herrichtung des Burgplatzlochs heute begonnen hat. Applaus, Applaus!

Als vor 117 Jahren die damalige Pleißenburg abgerissen wurde, wurde der Burgplatz ja erst geschaffen. Mitten in der Altstadt haben wir ein nahezu jugendliches Kleinod. Aber wie unsere Dezernenten nun einmal sind: So lang noch ein Stückchen Fläche da ist, kann die verbaut werden. Wer will sich denn schon das Neue Rathaus von hinten anschauen? Und die Glasfassade des Petersbogens interessiert ja auch keinen, wir stellen eine Sandstein-Fassade davor. Vielleicht ist dann ja auch noch der Rathausbrunnen im Weg. Hauptsache, das Hotel kann gebaut werden.

Sie merken schon den Sarkasmus. Man hätte sonstwas mit dem Loch anfangen können. Musste es denn unbedingt noch ein Hotel sein? Wie gesagt, die Stadtverwaltung hätte bequem unter der Glasplatte Platz gefunden. Aber man hört ja nicht auf die Wünsche der Bevölkerung. Nun gut, dann soll es eben noch ein Hotel sein. Weil wir sonst nichts in Leipzig brauchen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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