Skip to main content
Wilhelm-Leuschner-Platz mit Blick in Richtung Uniriesen in Leipzig Wilhelm-Leuschner-Platz mit Blick in Richtung Uniriesen in Leipzig

Leipzig, du machst mich krank

Leipzig, die Stadt des Waldes und der Flüsse, sie macht mich krank. Nicht nur mich, sondern alle Einwohner. Und das ist nicht gut. Macht was. Jeder Leipziger und alle, die Leipzig besuchen, und so ist dazu aufgerufen, etwas dagegen zu tun, dass die Stadt nicht mehr der schmutzige Moloch ist. Ja, ich weiß, die Stadt ist viel sauberer als noch vor 25 Jahren. Aber da geht immernoch was.

Da man in Leipzig seit vielen Jahren mit Umweltverschmutzung zu tun hat, hat die Stadtverwaltung vor 3 Jahren zwei Pläne beschlossen. Da gibt es zum Einen den Lärmaktionsplan und zum Anderen den Luftreinhalteplan. Beides sind eigentlich gute Dinge, wenn die Stadt vorankommen will, was den Umweltschutz betrifft. Die Stadtverwaltung will alles daran setzen, Leipzig sauber zu bekommen. Viel ist erreicht, aber bei weitem noch nicht alles.

Leipzig macht Radau. Ehrlich. Haben Sie mal in die Stadt rein gehört? Ob es die lauten Straßenbahnen sind, die hupenden Autos oder sonstwas – Leipzig macht ziemlichen Lärm. Das macht ja im Allgemeinen nichts. Aber es wird dann problematisch, wenn Schwellenwerte, die sich Experten ausgeschwitzt haben, dauerhaft überschritten werden. Am Tag soll die Stadt nicht lauter als 67 Dezibel und nachts nicht lauter als 57 Dezibel sein. Es hat sehr viel Überwindung gekostet, sich dem Ganzen anzunähern. Aber das ist alles nicht immer erfolgreich.

Wenigstens ist es gelungen, die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Hier ist man in Leipzig auf einem guten Weg. Aber weil Leipzig kolossal viel Verkehr hat, wird hier der Grenzwert für Stickoxid immernoch sehr häufig überschritten. Man ist auf einem guten Weg, aber noch lang nicht am Ziel. Die Rußbelastung ist enorm gesunken, vor allem wegen der Umweltzone. Aber es muss noch mehr passieren.

Kennen Sie das? Ich habe mal relativ zentral in der Stadt gewohnt. Nachts hat man immer irgendwas gehört, nie war Stille. Am Ende der Nacht war ich weniger ausgeruht, was eben zu Stress führen kann. Und Stress, so sagt man, macht krank. Jetzt, da ich vor einer Weile in eine ruhigere Gegend gezogen bin, sind die Nächte friedlicher. Aber Stress, der durch Lärm verursacht wird, ist nicht ohne. Deshalb kann man sagen, dass der städtische Lärm krank macht.

So ist das ja auch mit der Luftreinheit. Früher, als in der Nähe meines Elternhauses ein Kohlekraftwerk arbeitete, war die Luft irgendwie immer stickig. Wenn ich als Kind ins Ferienlager in den Harz oder so gefahren bin, konnte ich erstmal wieder durchatmen. Aber man roch auf der Rückfahrt dann Leipzig schon von der Ferne. Das ist alles besser geworden. Trotzdem muss hier Leipzig einiges noch tun. Es fehlen immernoch intelligente Verkehrskonzepte, um das Aufkommen in den Griff zu bekommen. Die Straßenbahn wird da keine Alternative sein. Aber hier kommt es mir so vor, als ob da Leipzig gar nicht richtig will.

Prekär finde ich aber auch die Lichtverschmutzung. Das ist ja ein Thema, worüber so gar nicht geredet wird. Das nächtliche Anstrahlen von prominenten Gebäuden und die Leuchtreklame und so etwas – das wird uns noch ziemliche Probleme bringen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas sein muss. Aber vielleicht kommt das Alles ja auch mal zur Sprache, wenn die Bevölkerung beim Online-Dialog mitmachen würde.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 2 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.