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Kirche Priesteblich - By Jwaller (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Kirche Priesteblich - By Jwaller (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Leipzig-Ecken: Priesteblich

This entry is part 18 of 18 in the series Leipzig-Ecken

Es gibt auch Leipzig-Ecken außerhalb von Leipzig. So auch das winzige Priesteblich, das zur Kleinstadt Markranstädt südwestlich von Leipzig dazugehört. Man hat auf der Bundesstraße B 186 kaum abgebremst, weil das Ortsschild zu sehen ist, da ist man auch schon durch. Das kleine Nest ist in Richtung Norden von Markranstädt aus gesehen nur die Vorhut für eine gefährliche Doppelkurve in der Bundesstraße. Viel mehr ist das kleine Dorf nicht. Also für Autofahrer.

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Auf dem Bild hier sieht man fast die gesamte Länge des Dorfes. Hinter der Kurve ist gleich das Ortsschild. Priesteblich liegt in der Gegend, in der das kleine Flüsschen Zschampert fließt und in der sich östlich des Ortes der Bienitz erhebt. Westlich von Leipzig bis zur Autobahn A9 ist die Gegend etwas hügelig. Das liegt an der Dehlitz-Rückmarsdorfer Endmoräne. Also haben wir es hier mit einer eiszeitlich geformten Gegend zu tun. Und diese Gegend war einmal von Sorben entdeckt und besiedelt worden.

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Priesteblich ist landwirtschaftlich geprägt. Das Nest ist eingefasst in Felder und Gärtnereien. Ein Imbiss und eine Bushaltestelle machen aus dem Dorf ein wenig etwas lebendiges. In unmittelbarer Nähe liegen die beiden ähnlich großen Nester Lindennaundorf und Frankenheim, wo allerdings insgesamt etwas mehr Industrie und Gewerbe herrscht. Die drei Dörfer werden gern zusammen beschrieben und wurden auch gemeinsam vor knapp 20 Jahren nach Markranstädt südlich davon eingemeindet.

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In Priesteblich ist lange Zeit die Zeit stehen geblieben. Wie gesagt, man ist schneller aus dem Dorf wieder raus, als man das Bremspedal finden kann. Die Kirche im Dorf kooperierte mit der in Rückmarsdorf, bzw. früher „Rigmarsdorf“, was dann die geografische Nähe zum Bienitz deutlich macht. Die Kirche war die Hauptkirche der drei Nester, und hier gab es auch Hexenverfolgung. Aber das ist ja nun schon lange her. Seither schläft Priesteblich wieder tief und fest.

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Aber die Landwirtschaft ist immernoch ein wichtiger Zweig in Priesteblich. Solche weiten Felder wie das oben abgebildete sieht man sehr viele rund um das Dorf. Und am Horizont ist dann das oben genannte Rückmarsdorf zu sehen. Ansonsten bietet Priesteblich nun wirklich nicht viel. Ich glaube aber, das ist den reichlich 100 Einwohnern auch ganz recht. Und so verlässt man Priesteblich wieder und lässt die Ortschaft in dem Frieden weiterschlafen, die sie gewohnt ist.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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