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Blitz und Donner - (C) theredrecruiter CC0 via Pixabay.de Blitz und Donner - (C) theredrecruiter CC0 via Pixabay.de

Leipzig: Ein Unwetter wie eine japanische Reisegruppe

Meine Güte, war das gestern heiß in Leipzig. Die Luft war zum Schneiden und schwer wie Blei. Unwetter waren angekündigt. Was ist denn daraus geworden? Es gab so einige Wetterdienste, die gestern nicht müde wurden, vor Blitz und Donner zu warnen. Und was war es am Ende? Die angekündigten Unwetter benahmen sich im Großraum Leipzig wie eine japanische Reisegruppe. Und das muss ich mal kurz kommentieren.

Irgendwie drückte der Himmel schon morgens aufs Gemüt. Schon gegen 9 war es brütend heiß, wie mir schien. Frisch gebackene Brötchen waren nicht notwendig, die wurden in der Morgensonne von allein kross. Bei solchen Bedingungen stand es sehr schnell fest: Es würde wohl kein Weg an einem Freibad vorbei führen. Und so zog es uns gestern ins Freibad im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher. Aber über das will ich gar nicht erzählen, sondern über die japanische Reisegruppe am Himmel.

Irgendwann am Nachmittag trübte es sich dort nämlich ein, und ein dicker Wolkenteppich schob sich vor die Sonne. Die Luft brütete weiter vor sich hin, aber die Sonne hatte keine Chance mehr zum Braten. Die japanische Reisegruppe war also auf dem Flughafen gelandet. Wir beschlossen dann, das Freibad zu verlassen, um auf unserem Balkon ein wenig mit dem Elektro-Grill und diversen Fleisch-, Fisch- und Käseköstlichkeiten zu experimentieren. Aber die japanische Reisegruppe schob sich durch die Gegend und machte Lärm. Sprich: der Wind zog auf.

Später verfolgten wir dann den Tatort mit dem vielsagenden „Cyber, Cyber“ aus Stuttgart. Zwischendurch konnten wir uns aber nicht auf das Geschehen konzentrieren. Denn draußen lärmte die japanische Reisegruppe herum und fotografierte mit Smartphones und Tablets die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es blitzte also, und Donner war auch zu hören. Und der Wind wurde noch etwas stärker. Da aber japanische Reisegruppen immer auf der Durchreise sind, war diese so schnell weg, wie sie kam. Ordentlich war sie aber, denn Dreck und Schäden hat sie nicht hinterlassen.

Mit anderen Worten: Außer ein paar Blitzen, ein paar Mal Donnern und Wind ist nicht viel gewesen. Auf meinem Auto waren ein paar verstaubte Tropfen zu sehen. Aber das war es dann auch schon. Viel Lärm um nichts. Die japanische Reisegruppe ist lärmend durch die Stadt gezogen und hat unzählige Fotos gemacht, aber sonst ist nichts oder kaum etwas gewesen. Ist das alles, was ein Unwetter heute zustande bringt? Komischerweise war die Luft heute morgen frisch. Aber nachdem eigentlich kein Unwetter stattfand, hat vielleicht die japanische Reisegruppe als Gastgeschenk die gereinigte Luft da gelassen?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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