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Harley Davidson - Live to Ride - Free Picture from morguefile.com Harley Davidson - Live to Ride - Free Picture from morguefile.com

Leipzig schmeißt die Hells Angels raus?

Live to ride – Wenn man so den Meldungen glauben würde, würde man denken, dass die Stadt Leipzig nun die mächtigen Hells Angels aus der Stadt vertrieben hatte. Es gibt ein „Einreiseverbot“ für Rocker von außerhalb, und die Hells Angels haben ihr Charter im Leipziger Stadtteil Eutritzsch klammheimlich aufgelöst. Ja, ich weiß, die ziehen den Schwanz ein, weil die Stadt mal Eier gezeigt hat. Oder – ich meine, es gibt ja die theoretische Möglichkeit – ist es etwa am Ende ganz anders?

In der Dessauer Straße in Leipzig befand sich der Stützpunkt der Hells Angels. Die liegt nordöstlich der Innenstadt. Gestern Abend wurde verkündet, dass für das bevorstehende Wochenende ein Verbot für auswärtige Anwärter und Mitglieder der Motorradclubs Hells Angels, Red Devils und United Tribuns verhängt wurde, sich in der Stadt aufzuhalten. Das Ganze gilt von heute Abend 22 Uhr bis Montag Morgen 6 Uhr. Das soll vom sächsischen Polizeigesetz her gedeckelt sein.

Man erwartet eine weitere Eskalation unter den Rocker-Gruppen. Und irgendwie wird behauptet, dass das Leipziger Charter der Hells Angels wegen des kürzlichen Vorfalls mit den United Tribuns immens unter Druck geraten sein soll und deshalb aufgelöst wurde. Oben auf der Karte sehen Sie noch den Eintrag „Hells Angels MC Leipzig“. Aber die Schilder sollen abgeschraubt sein. Ich wusste nicht, dass dort das Clubhaus der Hells Angels war. Und nun ist es auch egal.

Aber ehrlich: Die Hells Angels sollen den Schwanz eingezogen haben und aus Leipzig abgezogen sein? Glaubt das wirklich irgendwer? Die sitzen fest im Sattel und haben irgendwie das Drogen- und Rotlicht-Milieu unter Kontrolle. Weil nun die United Tribuns irgendwie mehr Einfluss gewinnen, verdrücken sich die Rocker aus Eutritzsch? Oder kann es sein, dass es am Ende doch noch ein wenig anders kommt? Vielleicht irrt man sich ja. Wer weiß das schon?

Vielleicht ist es ja am Ende so, dass die Hells Angels nur ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollten? Die Rocker stehen schon lang unter Beobachtung. Irgendwann bin ich mal im Dunkeln in der Nähe der Dessauer Straße vorbei gekommen und fand die taghell vor. Da ist also immer schon mal etwas passiert. Wie wäre es, wenn die Hells Angels sich nur vorerst ruhig verhalten, bis der Staub sich gelegt hat, um sich dann „ihr Gut“ zurückzuholen? Vielleicht rächt es sich ja, dass sich das Polizeipräsidium wegen der „Vertreibung“ der Hells Angels derzeit einen runterholt.

Nein, ich glaube nicht, dass die sich so einfach zurückziehen. Die bleiben erstmal ruhig. Aber mal ganz praktisch gedacht: Die Leute wohnen ja in Leipzig, die brechen ja nicht ohne weiteres ihre Zelte hier ab. Ja, die Hells Angels Schilder sind erstmal weg, die Leute sind aber noch da. Wer weiß, was da demnächst passiert.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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