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Brunnen im Schlosspark Schwerin Brunnen im Schlosspark Schwerin

Öffentliche Brunnenanlagen: Baden verboten

36 Grad, und es wird… Naja, Sie wissen schon. Wie schön wäre es, einfach so in einen der vielen Springbrunnen zu steigen und das kühle Nass zu genießen, oder? Diese Gedanken hat sicherlich jeder schon verspürt. Oder sehe ich das völlig falsch? Kinder sind ja nur mit Mühe bei sengender Hitze von Brunnenanlagen fernzuhalten. Aber genau das muss gemacht werden. Ich werde auch erzählen, warum das zumindest in Leipzig so ist.

Ich erinnere mich daran, dass wir als Kinder immer an Springbrunnen herum plantschten. Das gehörte irgendwie dazu. Und zu meiner Kindheit hat sich keiner irgendwas draus gemacht, was mit dem Wasser so ist. Im Leipziger Stadtteil Grünau hatte ich aber schon große Sorge, als in einer Fußgängerzone das Wasser im Springbrunnen zum Himmel stank und voller Hundekot, zerbrochenen Bierflaschen, benutzten Kondomen und wer weiß, was sonst noch, war. Trotzdem trampelten dort Kinder im Dreckwasser herum, und die Eltern standen dabei und freuten sich.

Wie auch immer, oben im Bild sehen Sie einen kleinen Springbrunnen im Schlosspark des Schlosses Schwerin, wo ich mit meiner Tochter im vergangenen Sommer war. Um solche Brunnen geht es natürlich nicht, aber ich fand das Bild witzig für diesen Artikel. Es geht um die großen Springbrunnen, die meistens von der Stadt betrieben werden. In Leipzig eben von den Wasserwerken. Und für die hat die Stadtverwaltung der Stadt Leipzig etwas ausgesprochen, was viele Kinder enttäuschen dürfte: In den Brunnenanlagen der Stadt ist das Baden verboten.

Eigentlich ist es selbstverständlich, dass für die Brunnen Brauchwasser verwendet wird. Das entspricht aber nicht den hygienischen Anforderungen, um als Badewasser durchgehen zu können. Und dann ist es nun einmal so wie in dem oben beschriebenen, freilich extremen Beispiel in Grünau. Es können nun einmal irgendwelche Gegenstände im Wasser herumliegen, an denen man sich verletzen kann. Deshalb das Verbot der Stadtverwaltung.

Leipzig hat ja auch genügend Frei- und Hallenbäder, von den unzähligen Seen einmal ganz abgesehen. Die Bäder unterliegen strengen Kontrollen und werden gewartet und all das. Mit den Seen im Großraum Leipzig ist es das Gleiche. Die Wasserqualität ist überall hervorragendzum Beispiel im Kulkwitzer See. Da muss man nicht in so eine Kloake wie oben skizziert steigen. Das stimmen Sie mir doch hoffentlich zu, oder? Und wir wollen doch alle ohne Probleme den Sommer genießen. Ich denke, die Stadtverwaltung hat mit dem Verbot Recht. Sehen Sie das etwa anders?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Öffentliche Brunnenanlagen: Baden verboten

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