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Philae über dem Kometen Tschuri - DLR, CC-BY 3.0 [CC-BY-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons Philae über dem Kometen Tschuri - DLR, CC-BY 3.0 [CC-BY-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Philae Touchdown auf Tschuri

Wo kommen wir her? Das ist die Frage, die bei der Tschuri-Mission von Philae nachgegangen werden soll. Rosetta hat seine Mission erfüllt und die Sonde auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko abgeliefert. Es war schwer spannend, ob das überhaupt alles glückt. Und es soll wohl alles gar nicht so glatt gegangen sein. Jedenfalls ist es das größte Ereignis der Wissenschaft und speziell der Erforschung des Sonnensystems, dass die Sonde am Ende doch erfolgreich abgesetzt werden konnte.

Das große Bild oben zeigt Philae, wie es über dem Kometen schwebt. Das Bild fand ich in der Wikipedia. Es stammt vom DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Es wird in diesem Artikel in der Wikipedia verwendet. 200 Millionen Euro hat Philae gekostet, ein Sechstel der gesamten Rosetta-Mission. Gestartet wurde die Mission am 02. März 2004 mit einer Ariane 5 G+.

Weil man befürchtete, dass die Energie nicht ausreichen würde, weil einige Zeit lang keine Sonnenenergie hergenommen werden konnte, legte man Rosetta schlafen. Man schaltete alles mögliche ab. So hatte man dann rund 3 Jahre keinen Kontakt zur Sonde. Vor etwa einem viertel Jahr wurde dann Rosetta ausgebremst. Da war sie noch etwa 100 Kilometer vom Kometen entfernt. Ab da umrundete die Sonde den Kometen und setze Philae dann gestern ab.

Touchdown von Philae auf "Tschuri" - künstlerische Darstellung - DLR, CC-BY 3.0 [CC-BY-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
Touchdown von Philae auf „Tschuri“ – künstlerische Darstellung – DLR, CC-BY 3.0 [CC-BY-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
Es ist das größte Projekt der Europäischen Weltraumorganisation ESA. 17 Nationen sind beteiligt. 1 Milliarde kostet die Mission, wovon Deutschland 290 Millionen trägt. Gesteuert wird das Ganze von Deutschland aus. Und es beschäftigte gestern die Medien. Und natürlich geht das heute so weiter.

Um 17.05 Uhr MEZ wurde gestern nun also die Landung bestätigt. Davor besuchte die Sonde mit ihrem Passagier Philae Asteroiden und andere Raumkörper. Und das Ziel lag 500 Millionen Kilometer weg. Eine gigantische Entfernung. Der Komet soll Aufschlüsse geben, wie wohl unser Sonnensystem entstanden ist. Das soll vor etwa 4,5 Milliarden Jahren gewesen sein.

Wie der Brightsblog erzählt, wird der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko – kurz „Tschuri“ – von den Wissenschaftlern als Zeitkapsel angesehen. Ein staubiger Klumpen, der durchs All fliegt, soll Aufschluss über die Entstehungsgeschichte liefern. Dieser Komet wurde 1969 am Institut für Atomphysik in Alma-Ata von den namensgebenden Klim Tschurjumow und Swetlana Gerassimenko bei der Untersuchung einer Fotoplatte des Kometen „Comas Sola“ entdeckt. Seither wird er beobachtet. Und nun hat eben erstmals ein Lander darauf Platz genommen.

Berichte besagen, dass dieser „Touch down“ nicht ganz reibungslos ablief. Einerseits könnten die Verankerungsharpunen nicht korrekt gegriffen haben, andererseits könnte Philae auch auf weichem Material stehen. Aber es werden verschiedene physikalisch-chemische Messungen durchgeführt. So soll unter anderem geklärt werden, ob das Wasser der Erde irdischen Ursprungs ist. Dazu wird das Eis des Kometen untersucht. Und wo Leben herkommt, soll mit der Untersuchung von organischen Verbindungen in eben jenem Eis untersucht werden.

Die minimale Lebenserwartung von Philae wird von der ESA mit 64 Stunden angegeben. Aber unter Umständen könnte der Lander länger funktionieren. So steht es in der Wikipedia. Damit könnte Philae 2 Tage und 16 Stunden arbeiten. Wollen wir mal schauen, was alles so möglich ist.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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