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Blick über Leipzig mit Oper und Hauptbahnhof - Henning Uhle Blick über Leipzig mit Oper und Hauptbahnhof - Henning Uhle

Schon Schluss bei der Leipziger Zeitung?

Gestartet als Gegenentwurf zum Platzhirsch Leipziger Volkszeitung, klingt es nun aus den Reihen der Leipziger Zeitung wenig erwartungsvoll. Es klang alles so gut: Leipziger Internetzeitung, 3Viertel und Weltnest schickten sich an, den Zeitungsmarkt in Leipzig aufzumischen. Die Zeichen standen gut. Man wollte vieles anders machen als die LVZ. Leider sieht es inzwischen gar nicht mehr so gut aus, was die „LZ“ betrifft. Insolvenz heißt das Stichwort. Aber so düster ist es dann doch nicht.

Lokaljournalismus hatten sie sich auf die Fahnen geschrieben. Das ist hartes Handwerk, will man es richtig machen. Und wie das nun mal mit Handwerk ist, das kostet Geld. Die Leipziger Zeitung ist eine Wochenzeitung, die im Abo und am Kiosk erhältlich ist. Praktisch eine kleine „ZEIT“. Die Herren Dobschütz, Stercken, Schmidt und Arand taten sich aus ihren eigenen Veröffentlichungen zusammen, um etwas neues zu machen. Sie sind ja Journalisten, Redakteure und so. Und es sah gut aus, als die Zeitung startete.

Aber bald zogen die geschäftlichen dunklen Wolken auf. Intern war man zerworfen, Erlöse blieben aus, Diverse Dinge wurden einfach mal falsch gemacht. Hat man genügend Kapitaldecke, sind solche – sagen wir einfach dazu – Anfängerfehler zu verschmerzen. Das war aber bei der „LZ“ anders. Und somit war es eine Frage der Zeit, bis man Farbe bekennen musste.

Ja, es gibt wohl ein Insovenzverfahren. Nein, die Leipziger Zeitung wird nicht eingestellt. Ja, man hat einen Plan, wie es weitergeht. Wie der aussieht, will man in der kommenden Ausgabe der Zeitung, die selbstverständlich erscheinen wird, bekanntgeben. Aber nein, es wird wohl nicht so weitergehen wie bisher. Aber man ist frohen Mutes, dass man es schaffen wird. Die Mannschaft ist ein wenig anders, das Gepolter hat aufgehört, und nun will man sich wieder der eigentlichen Arbeit widmen: Gutem Lokaljournalismus.

So soll es noch lange die Genossenschaft namens Leipziger Zeitung geben. Und das ist auch gut so. Natürlich kann man bei einer Zeitung immer etwas kritisieren. Und sicherlich wird sich die Zeitung auch bei dem einen oder anderen Aspekt selbst an die Nase fassen. Aber eins ist wohl sicher: Die Zeitung wird es weitergeben. Darüber gestolpert bin ich übrigens durch die Heldenstadt, Turi2 und einem Eintrag der Leipziger Zeitung bei Facebook.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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