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Blitzer - (C) Sauerlaender via pixabay.de - CC0 Blitzer - (C) Sauerlaender via pixabay.de - CC0

Was soll das mit dem Blitzmarathon?

Man will die Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren, langsam zu fahren. Man will dafür werben, vorschriftsmäßig zu fahren. So lauten die Versuche, diesen ominösen Blitzmarathon zu erklären, der seit 06.00 Uhr 24 Stunden lang in ganz Deutschland stattfindet. Gut und schön. Aber trotzdem wird es dazu kommen, dass wie im letzten Jahr unzählige Autofahrer in die „Radar-Fallen“ in diesem unserem Land tappen. Also ein einträgliches Geschäft? Man hat ja ausgiebig gewarnt. Stimmt’s?

Keine Frage, im Sinne der Verkehrssicherheit ist es gut und richtig, Blitzer einzusetzen. Mit ihm können Temposünder gefunden werden. Und ja, wie es in einem Kommentar der „Neuen Westfälischen“ im „Politikexpress“ steht, Blitzer haben auch eine abschreckende Wirkung. Aber ernsthaft: Muss man da gleich einen lange angekündigten Marathon machen? Kann man nicht auf anderem Weg für mehr Fairness im Straßenverkehr werben?

Ich meine, es ist ja einträglich für die Städte und Gemeinden, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Mehr und mehr schlagen dadurch auch private Firmen daraus Kapital. Denn mit so einem Blitzmarathon sind viele Kommunen, die nicht sonderlich finanzstark sind, schlicht überfordert. Und da kann man schon Sorge um den Datenschutz haben.

Wenn die Aktion dann morgen früh wieder vorbei ist, werden alle Fahrer mit Bleifuß diesem wieder Freigang geben. Insofern bringt doch so eine Aktion gar nichts. Wie sieht es denn mit Vorbeugung aus? Ich habe keinen Schimmer, wie die ablaufen könnte. Aber ich bin ja auch kein Verkehrsexperete, ich bin Verkehrsteilnehmer. Und als solcher stelle ich immer wieder fest, dass Fairness nicht unbedingt ausschließlich anhand der Geschwindigkeit gemessen werden kann. Ja, das Thema hatte ich hier schon, das kaue ich nicht schon wieder durch.

Jedenfalls denke ich so in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass ein Blitzmarathon nicht in dem Maße, wie es die Spezialisten erwarten, zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen kann. Denn die Aktion ist angekündigt. Und sie wirkt wie ein erhobener Zeigefinger. Nicht mehr, nicht weniger. Und mit Blick auf die Kommunen wirkt das Ganze wie ein einträgliches Zusatzgeschäft.

Ich habe übrigens heute morgen zwischen 06.30 und 07.00 Uhr in Leipzig auf meiner Fahrt ins Büro keine Blitzer gesehen. Nicht einmal an den sonst bekannten Stellen waren Blitzer aufgestellt. Trotzdem sind die Autos alle überaus vorschriftsmäßig gefahren, was zu höherem Aufkommen an Ampeln sorgte. Zumindest kam es mir so vor. Das wiederum wirft ein komisches Bild auf die Sorge vor Umweltgefahren. Also muss man dann den Verkehrsfluss weiter befrieden, um noch längere Schlangen zu provozieren. Es ist ein Kreislauf. Oder?

Bildquelle: Blitzer – (C) Sauerlaender via pixabay.de – CC0

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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