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Eine Sparkasse - (C) sheadquarters CC0 via Pixabay.de Eine Sparkasse - (C) sheadquarters CC0 via Pixabay.de

Sparkasse: Kunden sollen pro Klick bezahlen

Interessante Geschichte: Die Sparkasse Soest bittet Kunden beim Online Banking pro Klick zur Kasse. Und die Preise steigen von einem auf zwei Cents. So viel Frechheit auf einen Haufen, oder? Alle möglichen Medien haben darüber geschrieben. Dann muss es ja stimmen. Aber so etwas sind halt Fake News.

Mir ist das Thema bei einer Pause auf Arbeit unter gekommen. Da wurde behauptet, dass man bei allen Sparkassen beim Online Banking pro Klick bezahlen soll. Man redete sich schon etwas in Rage. Und bei mir war es fast so weit: Ich empfand das Ganze auch als Frechheit. Was mich dabei gestört hatte, war die Frage nach der sinnvollen Umsetzung.

Egal, wer die Meldung beim „Soester Anzeiger“ unreflektiert abgeschrieben hat – Chip, Stern, Bild – und nicht ein Wort hinterfragt hat, könnte mir auch diese Frage nicht beantworten. Dabei ist es so einfach. So aber bekam die Geschichte einen Spin, der erst aufgeklärt werden musste. Bis das so weit war, ging die Story mehrere Male steil die Datenautobahn hoch und runter.

Nein, die Sparkasse Soest greift nicht bei jedem Klick im Online Banking dem Kunden ins Konto. Das ist einfach mal Bullshit. Aber sie nimmt Geld. Jedoch nicht von allen Kunden für alle Leistungen. Es handelt sich um Kunden mit einem Pfändungsschutz-Konto. Diese Konten sind etwas günstiger, aber dafür muss man für Leistungen, die sonst inklusive sind, etwas bezahlen.

So kann es schon sein, dass pro Online-Überweisung um die 30, 40 Cent und pro digitalem Kontoauszug auch noch mal 10 Cent anfallen. Dafür sind Kontoführungsgebühren niedriger. Solche Dinge eignen sich dann für Kunden, die eh lieber den Kontoauszug drucken. In der Filiale. Das heißt aber nicht, dass pro Klick ein oder zwei Cent anfallen. Das ist Unsinn.

Ich hatte mal eine Privatinsolvenz. Aus der Zeit kenne ich den Begriff Pfändungsschutz-Konto. Ich hatte auch eins. Das Konto konnte nicht gepfändet werden, und ich konnte nicht ins Minus rutschen. Aber diverse Leistungen gab es halt nur auf Anfrage und / oder gegen eine Gebühr.

Was ich also zur Aufklärung gelesen habe, ergibt für mich Sinn. Zumindest mehr als der Unsinn mit den albernen Klick-Cents. Aber mal Hand aufs Herz: Haben Sie die Geschichte mit den Klick-Cents etwa geglaubt?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

6 Gedanken zu „Sparkasse: Kunden sollen pro Klick bezahlen

  1. Tach Henning,
    ich hatte gesagt „irgendeine Sparkasse“ nicht alle ;-)
    Aber trotzdem Danke für die Klarstellung, dass es sich nur um eine bestimmte Art von Konto handelt, die betroffen ist.

  2. Ich dachte gestern der Postillon hat da was in die Gegend geblasen und alle haben es geglaubt! Dann hat der Unsinn Überfall gestanden. Wenn es die „Großen“ schreiben hinterfragt keiner etwas, es muss stimmen.

    1. Ja, Daniel, das ist ja das Problem: Da wird nichts mehr hinterfragt. Das muss dann erst mühsam aufgeklärt werden. Was aber dann die Medien machen, gehört sich auch nicht. die bessern dann nur ihre Artikel aus und tun so, als haben die das immer schon gewusst.

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