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Die Erde - (C) PIRO4D CC0 via Pixabay.de Die Erde - (C) PIRO4D CC0 via Pixabay.de

Wasser auf der Erde: Gab es gar keinen Komenteneinschlag?

Derzeit kurven ja einige Geräte im Weltall umher, um Planeten zu suchen, auf denen es Wasser geben könnte. Da muss wohl erst ein Komet einschlagen. So, wie es auf der Erde vor ewig langer Zeit passiert sein soll. Niemand war dabei, woher soll das Wissen darüber kommen? Nun gut, man hat danach geforscht und ist irgendwann zu dieser Erkenntnis gelangt. Aber nun stellen Leute die Frage, ob es denn wirklich ein Kometeneinschlag gewesen sein kann, der der Erde das Wasser brachte.

Wie und vor allem wann kam das Wasser auf unseren Planeten?

Das ist derzeit eine der zentralen Fragen rund um dieses Thema. Es gibt wohl inzwischen zwei Theorien dazu. Eine Theorie ist die bekannte, nämlich der Einschlag eines Kometen oder eines „nassen Asteroiden“ von den äußeren Bereichen des Sonnensystems auf die damals trockene Erde. Die andere Theorie besagt, dass sich die Erde noch im Entstehungsprozess befand. Und letztere Theorie wird von Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gebracht. Sie haben Messungen mit dem Erdmetall Ruthenium durchgeführt und sind zu der zweiten Theorie gelangt.

nature – Ruthenium isotopic evidence for an inner Solar System origin of the late veneer

Wenn das Wasser erst relativ spät gekommen wäre, hätte es Nachweise für Einschläge von Kohlenstoff-reichen Asteroiden gegeben. Und die hätten die Forscher Dr. Mario Fischer-Gödde und Prof. Dr. Thorsten Kleine per Isotopenmessung feststellen können. Aber da war nichts feststellbar. Die gesammelten Daten aus ihren Messungen widerlegen nach Ansicht der beiden Wissenschaftler, dass das äußere Sonnensystem der Ursprung für spätere Schichten sein kann. Vielmehr deuten sie darauf hin, dass diese späteren Schichten nicht die primäre Quelle für flüchtige Stoffe und Wasser auf der Erde waren.

Es wird somit davon ausgegangen, dass die Erde schon in der Hauptbildungsphase wasserreiche Körper aufgenommen hatte. Es werden die Erde und der Jupiter miteinander verglichen. Bei letzteren verhielt es sich genau so während seiner Entstehung. Zudem würden die Unterschiede in der Isotopen-Zusammensetzung zeigen, dass diese späteren Schichten – das so genannte „late veneer“ – nicht aus Asteroiden, sondern aus dem Inneren des Sonnensystems stammen muss.

Grenzwissenschaft aktuell – Kometen-Hypothese widerlegt: Wasser gelangte sehr viel früher auf die Erde

Das Ganze könnte dann auch Hinweise darauf liefern, dass die Theorien über die Entstehung des Mondes neu überdacht werden müssen. Bislang ging man davon aus, dass der Mond aus Trümmern eines Zusammenstoßes der Vorläufer-Erde mit einem marsgroßen Objekt namens Theia entstanden ist. Damit würden sich Erde und Mond in der Zusammensetzung unterscheiden. Und das scheint gar nicht der Fall zu sein. Die Isotopenverhältnisse sind sehr ähnlich.

Wenn man bisher diesen Zusammenprall reproduzieren wollte, mussten die Kollisionsparameter sehr genau aufeinander abgestimmt werden. Dies soll durch diese neuen Erkenntnisse nicht mehr notwendig sein. Hintergrund sind wohl Enstatit-Chondrit-Asteroiden, die untersucht wurden. Und diese haben ihren Ursprung im Inneren unseres Sonnensystems.

Welt der Physik – Neue Einsichten in die Erdentstehung

Nein, das sind keine Erkenntnisse, die irgendwas mit den alltäglichen Dingen zu tun haben. Wer etwas anderes behauptet, argumentiert fernab der Realität. Warum ich Ihnen das aber dennoch erzählt habe? Diese Erkenntnis, die nun veröffentlicht wurde, kann dabei helfen, das Überleben auf der Erde sicher zu stellen. Wenn vieles auf einem Irrtum beruht, müssen vielleicht verschiedene Berechnungen zu vorhandenen Ressourcen und dergleichen neu durchgeführt werden.

Ja, wir können daran nichts ändern. Das machen Wissenschaftler schon. Also diese Berechnungen. Deshalb ist das Alles vielleicht auch für viele nicht richtig greifbar. Aber das Ganze ist schon eine kleine Sensation, weil man nun vielleicht diesen Planeten etwas besser begreift. Und so lange da noch etwas passiert, kann man immernoch davon ausgehen, dass das Leben hier gesichert ist. Es sei denn, der Mensch ist schneller mit der Zerstörung.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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