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Wie geht das eigentlich mit dem Dampfen?

This entry is part 1 of 4 in the series Mein Weg zum Dampfen

Seit meinem 16. oder 17. Lebensjahr rauche ich. Das ist dann ein viertel Jahrhundert. Jetzt wollte ich gern statt dem Rauchen das Dampfen einführen. Ich hatte eben einfach genug von riechenden Sachen, blödem Geschmack im Mund, gerümpften Nasen und all diesem Zeug. Allerdings wollte ich auch nicht wirklich das orale Erlebnis aufgeben. Und wie das bei Süchten eben immer ist, in den seltensten Fällen kann man den Konsum von Suchtmitteln von jetzt auf gleich auf Null reduzieren. Deshalb haben ich mit dem Dampfen angefangen. Aber das ist eine ziemliche Umstellung.

Oben auf dem Foto sehen Sie meine erste E-Zigarette. Marke und so nenne ich nicht, da ich keine Werbung machen möchte. Jedenfalls habe ich mich über Monate mit dem Kauf einer solchen E-Zigarette herumgeschlagen. Ich dachte, man müsse irgendein Highend-Gerät kaufen. Und da kamen in mir die Gedanken hoch, was dann mit so einem preisintensiven Gerät passieren würde, wenn mir das Dampfen nicht zusagt. Also hieß es lesen, durchdenken, herum fragen.

Irgendwann stellte ich mal die Frage an einen erfahrenen Dampfer, was denn besser sei: Ein E-Zigaretten-Starterset oder eine Highend-Gerätschaft. Seine Auskunft – er wusste von meinem Vorhaben, auf das Dampfen umzusteigen – war, dass er niemals ein solches Starterset empfehlen würde und von vornherein „etwas richtiges“ nehmen würde. Also so ungefähr. Allerdings war ich mir da nicht ganz sicher. Nun ja, ich hatte ja keine Eile. Aber ich fand dann ein Starterset, nämlich die oben abgebildete E-Zigarette.

img_20161005_175810Ich informierte mich über Erfahrungsberichte und las in entsprechenden Communities in den sozialen Netzwerken. Einer trat ich bei, und hier brachte die Diskussion die Erkenntnis, dass man „mit dieser Dampfe“ nichts falsch machen kann. Sie ist aus einem Stück, der Akku kann gewechselt werden, sie ist vergleichsweise einfach zu handhaben. Mit anderen Worten: Für den Einstieg soll sie das ideale Gerät sein. Und vom Preis her etwa nur zu einem Drittel so hoch wie bei „den richtigen“ Geräten, bei denen Leute teilweise eine Wissenschaft draus machen.

Gestern nun kam dieses nette Gerät. Natürlich musste ich es ausprobieren. Dummerweise ist die Bedienungsanleitung sehr – nun ja – übersichtlich gehalten. So war nicht wirklich gut beschrieben, wo der Verdampferkopf angebracht werden muss. Für Anfänger wie mich empfiehlt es sich dann, sich über Videos im Internet zu informieren. Ich bekam sie in Gang gesetzt und konnte dann irgendwann losdampfen.

Es ist schon ungewöhnlich, völlig anders. Das geht schon damit los, dass man bei einer Zigarette im Normalfall schnell den Rauch einzieht und in die Lunge drückt. Beim Dampfen macht man das langsam. Trotzdem kann es wie bei mir möglich sein, dass das eingesetzte Gut – also das Liquid – trotz genauer Auswahl zu stark vorkommt. Ob das einfach eine Gewöhnungsfrage ist oder nicht, muss ich erst noch beobachten. Auch dass ich nach ein paar Zügen plötzlich Liquid schmecke, muss ich beobachten.

Was ich aber bisher sagen kann: Der Kaffee schmeckt intensiver, man beginnt nach einigen Stunden auch irgendwie alles mögliche intensiver zu riechen. Mit anderen Worten, wer aufs Dampfen umsteigt, stellt schnell fest, dass man Dinge intensiver wahrnimmt. Und zumindest bei mir war es ein sofortiger und hundertprozentiger Wechsel vom Rauch zum Dampf.

Ich habe mit diesem Artikel eine neue Artikelserie begonnen. Nach und nach werde ich hier einige Erfahrungen in Bezug aufs Dampfen niederschreiben. Vielleicht bleibe ich ja dabei, was ich eigentlich vorhabe. Aber wenn es dann am Ende doch nichts für mich ist, dann ist das eben so. Bis jetzt ist etwa ein Tag vergangen, und bis jetzt bin ich fest davon überzeugt, dass das eine gute Entscheidung war.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

6 Gedanken zu „Wie geht das eigentlich mit dem Dampfen?

  1. Als ich 2000 nach etwas über 20 Jahren aufgehört habe gab es noch keine Alternative „Dampfen“.
    Auch waren die täglichen Versuchungen allgegenwärtig. Nirgends gab es Rauchverbote und rauchende
    Mitmenschen überall. Trotzdem habe ich es von Einem auf den nächsten Tag geschafft. Gebe aber zu das es der dritte Anlauf war in 10 Jahren. Die ersten beiden hatten nur kurzzeitigen Erfolg.
    Immer so 3- 4 Monate. Mein Antrieb war der gleiche wie bei Dir, zusätzlich ging es mir aber wirklich körperlich schlecht. (extremer Raucherhusten, Sodbrennen).
    Die Umstellung auf Dampf soll gesundheitliche Risiken durch den Rauch minimieren und die Sucht
    nach dem Nikotin befriedigen. Allerdings wie du sicher selber weißt sind die Risiken durch die Liquide
    noch gar nicht ausreichend erforscht.
    Aber vielleicht gelingt Dir auf diese Weise auch mal der komplette Verzicht.

  2. Hallo Henning,

    zunächst mal viel Erfolg beim „Rauchfreiwerden“.

    Ich hab das dampfen probiert. Paar mal, ohne dem etwas abgewinnen zu können. Und so liegt die E-Dampfe im Schrank. Mit dem rauchen hab ich von heute auf morgen aufgehört, weil mir die Gesundheit direkt einen vor den Bug geschossen hat. Ich war eine ganze Weile in der Reha. Scheinbar war da die Versuchung geringer, aber da war der Raucherpavillion immer tüchtig voll. Ich war nicht dabei. ;-) Bin jetzt seit etwas mehr als 2 Jahren rauchfrei und habe das feste Vorhaben, es auch zu bleiben.

    Mir fehlt auch nichts. Ich betrachte es als großen Gewinn, nicht mehr zu rauchen. Ich habe nicht das Gefühl, „Verzicht“ zu üben.

    1. Hallo Hans,

      ich danke dir, ich werde sicherlich mit der Zeit reduzieren. Aber mir geht es hauptsächlich um den Genuss. Dass der irgendwann in der Zukunft vielleicht ohne Nikotin passieren kann, ist klar. Aber ich muss da nichts forcieren. Ich ziehe aber meinen Hut vor jedem, der es ohne irgendwas schafft, rauchfrei zu bleiben. Man ist da ja wie ein trockener Alkoholiker, wenn du weißt, was ich meine.

  3. Ich weiß nicht ob man dass mit trockener Alkoholiker vergleichen kann.
    Der hat nach meinem Wissen einen lebenslangen Kampf der Versuchung zu widerstehen.
    Mir fehlt das Rauchen nicht, da können Leute neben mir paffen ohne das ich in Versuchung bin mir eine geben zu lassen. Gut das hat 2- 3 Jahre gedauert.
    Bin auch nicht militant und meckere wegen des Qualms. Einzig was mich eventuell stört:
    wenn es in die eigenen Klamotten eindringt. Zum Beispiel in einem Raucherlokal. Aber das kommt selten vor.

    1. Hallo truckle,

      ja, ich weiß auch nicht, ob der Vergleich nicht etwas hinkt. Aber du siehst selbst, dass es wirklich dauern kann, bis man vom Qualm wirklich weg ist. Ich lass mich mal überraschen, wohin das bei mir führt.

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