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Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay

Windows: Unnützen Datenmüll wirklich entfernen

Vergessen wir alle mal diese netten Programme, die da immer wieder bei Computermagazinen angeboten werden und wirksam sauber machen sollen. Das ist alles meistens nicht mal den Download wert, der da versprochen wird. Und wenn ich sehe, dass verschiedene Programme, die da heruntergeladen werden, noch dazu irgendwelche fragwürdige Zusatz-Software mitbringen, weiß ich, dass ich das lieber selbst mache. Und da möchte ich mal eben zeigen, wie man das bei einem handelsüblichen Windows-Computer mit Windows Vista, Windows 7, 8, 8.1 und Windows 10 so macht. Das ist alles nicht schwer.

Was ist unnützer Datenmüll?

Sie surfen im Internet. Dabei werden Dateien zwischengespeichert. Die bleiben oftmals liegen, selbst wenn Sie dem Browser erzählen, dass die gelöscht werden sollen. Oder Sie benutzen Microsoft Outlook und erhalten Anhänge, die Sie gleich öffnen statt am gewünschten Platz speichern. Die werden dann von Outlook auch zwischengespeichert und dummerweise nie wieder entfernt.

Das Problem ist nicht nur, dass die Festplatte mit allerlei unnützen Daten vollgestopft wird. Es ist auch im Falle von Outlook dann auch noch so, dass möglicherweise die Anhänge falsch dargestellt werden. Also machen wir das Alles mal sauber. Das geht ganz einfach.

Bereinigung von Datenmüll

Sie müssen sich erst einmal alle möglichen Dateien anzeigen lassen. Hierzu öffnen Sie den Datei Explorer und klicken bei Windows Vista / Windows 7 auf Organisieren -> Ordner- und Suchoptionen. Bei Windows 8, 8.1 und 10 ist es der Reiter Ansicht und dort die Optionen.

Optionen-Menü bei Windows 8.1
Optionen-Menü bei Windows 8.1

Der Rest ist dann gleich für alle Windows-Versionen. In dem neuen Fenster wechseln Sie auf „Ansicht“. In diesen Einstellungen müssen Sie zwei Haken entfernen. Nämlich genau diese beiden:

Nun können Sie loslegen und den Datenmüll suchen. Dazu müssen Sie in folgendes Verzeichnis. Das konnten Sie vorher nicht finden, weil es ausgeblendet war.

Windows Vista und Window 7: C:\Users\<Ihr Benutzer>\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files
Ab Windows 8: C:\Users\<Ihr Benutzer>\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache

In diesem Verzeichnis finden Sie verschiedene Unterverzeichnisse, für uns interessant ist. Bereinigen wir also erstmal Outlook. Dazu schauen Sie einfach mal in den „Outlook Cache“, der nur bei einem installierten Outlook vorhanden ist, nämlich das Verzeichnis „Content.Outlook“. Dort finden Sie jede Datei, die Sie per Email erhalten haben und gleich geöffnet haben. Das kann wohl alles weg. Also müssen wir folgendes tun:

  1. Outlook schließen
  2. Alle Dateien in „Content.Outlook“ markieren und löschen
  3. Outlook wieder öffnen

Nicht falsch verstehen: Die Anhänge hängen weiterhin an den Emails. Nur die temporären Sachen, die Outlook in dieses Verzeichnis gekippt hat, werden entfernt. Die sind auch nicht wirklich notwendig. Löschen Sie aber niemals das Verzeichnis Content.Outlook selbst. Outlook könnte danach ein interessantes Verhalten zeigen.

Nun müssen wir noch den ganzen Kram löschen, der als temporäre Internetdateien bekannt ist. Wir sind jetzt wieder in dem Verzeichnis, was oben in dem Kasten genannt ist. Wir brauchen wieder einen Unterordner:

  • Windows Vista und Windows 7: Content.IE5
  • Windows 8 und neuer: IE

Dort können durchaus unterschiedliche Unterordner vorhanden sein, die so wohlklingende Namen wie „Q15DPR34“ tragen. Diese können Sie gefahrlos löschen. Natürlich denkt man sich, dass das wie zum Beispiel im Internet Explorer auch über das Zahnrad -> Internetoptionen -> Browserverlauf -> Löschen klappt. Aber oft genug ist das eben nicht vollständig der Fall. Und da kann man entgegenwirken. Also machen wir das wie folgt:

  1. Browser schließen
  2. In Content.IE5 bzw. IE die Ordner löschen
  3. Browser wieder öffnen

Löschen Sie hier bitte nur die Ordner, niemals die container.dat. Sonst könnten interessante Dinge im Browser passieren. Besonders der Internet Explorer schien da immer recht anfällig für interessante Reaktionen auf so etwas.

Im Google Chrome, im Microsoft Edge und im Mozilla Firefox scheint das Alles besser gelöst zu sein. Da können Sie über die Funktionen im Browser selbst die Daten wirksam löschen. Was Sie in jedem Fall nicht brauchen, sind irgendwelche Tools und Programme, die Ihnen ggf. gegen Geld angedreht werden. Das kann man alles allein machen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Windows: Unnützen Datenmüll wirklich entfernen

  1. Zitat: „Das konnten Sie vorher nicht finden, weil es ausgeblendet war.“

    Ich möchte mal wissen, warum Microsoft sowas ausblendet. Und alles unnötig kompliziert macht und damit solchen unseriösen Anbietern von Bereinigungsprogrammen den roten Teppich ausrollt.

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