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Eine typische Baumlandschaft im Auwald - Henning Uhle Eine typische Baumlandschaft im Auwald - Henning Uhle

2017 – oder: Wenn Bäume sprechen, steht es in der Cloud

2017 hat begonnen. Und irgendwie denkt man sich, dass dann doch irgendwas anders werden muss. Wenn Bäume sprechen, steht es in der Cloud. Was soll das? Was will ich damit sagen? Das werde ich in den folgenden Zeilen erläutern. Denn es geht um eine Neuausrichtung hier im Blog. Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, und die möchte ich gern mal hier präsentieren. Es kann sein, dass das nicht jeder gut findet. Aber ich muss halt auch an mich denken.

Flüchtlinge sind keine Bäume

In den Jahren 2015 und 2016 habe ich unfassbar viel Politik hier im Blog gehabt. Die Flüchtlingsgeschichte mit all dem Theater darum war hier ein riesiges Thema. Ich bin angeeckt. Damit habe ich kein Problem. Wer aneckt, geht zumindest seinen eigenen Weg. Aber es hat mir seelisch nicht gut getan. Ich habe mich viel zu sehr für Themen ereifert, die mir selbst nicht gut getan haben. Und ich habe geschimpft wie ein Rohrspatz. Das hört auf. Es wird künftig weniger Politik hier im Blog geben. Ich verzichte nicht ganz darauf. Aber ich zerkaue nicht mehr alles.

Das hat ja schon vor ein paar Wochen angefangen. Ich dachte mir, dass ich dieses Engagement herunterfahren muss. Stammleser können sich sicherlich daran erinnern. Und ich hatte mir vor Monaten gedacht, dass andere Themen viel spannender sind. Denn hier kann ich unter Umständen mitgestalten. Die zentrale Frage, die ich mir in meinem Blog für die nächsten Monate stellen werde, ist: Wie wollen wir in Zukunft leben? Ich werde hier eine gewisse Fokussierung vornehmen. Und das ist es, was nicht jedem gefallen wird.

Blogger, die Diktatoren

Aber unterm Strich ist das mein Blog. Und hier müssen wir uns ernsthaft die zentrale Frage wieder vor Augen führen: Was ist eigentlich ein Blog? Ich habe diese Frage oft genug hier im Blog thematisiert. Was wurde mir hier schon alles um die Ohren gehauen: „Aufsatz“ oder „Essay“ oder sonstwas. Schauen wir doch mal in die Wikipedia. Was sagt die denn, was ein Blog ist?

Das oder auch der Blog […] ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.

Ein Blog ist ein Tagebuch, in welchem ein Blogger Protokoll führt. Kennt noch jemand den Begriff „Tagebuch“? In diesem palavert der Schreiberling darüber, was ihn beschäftigt, umtreibt, was so den Tag über geschehen ist. Und ein Blog ist nichts anderes. Wer sich nun hinstellt und sagt, dass ein Blog eine „Zeitung“ oder ein „Magazin“ sei, lügt sich selbst in die Tasche. Aber selbst wenn, am Ende ist es der Blogger selbst, der entscheidet, was im Blog erscheint. Diktatorisch, selbstbestimmt.

Ich bin der Kompass

Und wenn ich als Betreiber meines Blogs nun einmal festlege, dass der Blog eine andere Richtung geht, dann ist das so. Ich bin der Kompass. Ich weiß, wo Norden für meinen Blog ist. Wenn ich oben davon schrieb, dass Blogger Diktatoren sind, dann ist das nachvollziehbar, dass ich bestimme, was hier im Blog abgeht. Natürlich höre ich auch auf meine Leser. Und natürlich habe ich im Auge, was hier häufig aufgerufen wird. Aber unterm Strich bin ich derjenige, der für den ganzen Inhalt hier gerade steht.

Und nachdem man mir fehlenden Tiefgang und fehlende Sachlichkeit vorgeworfen hatte, muss ich reagieren. Ich meine, was ist das denn auch für ein Bild? Da will ich hier der große Bestimmer sein und kann nicht nachweisen, dass ich weiß, wovon ich rede. Klar, das war nicht bei jedem Thema so. Aber hier wird sich etwas ändern. Und das ist die neue Richtung hier im Blog. Der Kompass wurde neu justiert.

Wenn Bäume sprechen, steht es in der Cloud

Was habe ich denn damit gemeint? Das Ganze möchte ich mit dem notwendigen Ernst betrachten. Denn es ist mir sehr wichtig. Mir ist es einerseits immens wichtig, dass die Generationen, die uns nachfolgen, auch noch etwas von diesem Planeten haben. Und mir ist andererseits der technologische Fortschritt wichtig. Nachhaltigkeit und Digital Transformation. Die beiden Links führen zu den Artikeln, die etwas mit den beiden Schlagworten zu tun haben. Aber wenn mir diese Themen so wichtig sind, warum sind insgesamt nur etwas um die 20 Artikel dazu entstanden?

Ich schreibe und fasle und schimpfe und kratze dann doch nur ganz oben an der Oberfläche. Ich bin Informatiker. Ich habe also auch zu bestimmten Themen das notwendige Hintergrundwissen. Warum mache ich mir das nicht mehr zu nutze? Ich meine, ich werde nicht meine Arbeit torpedieren, für die ich ganz anständig bezahlt werde. Aber wieso sollte ich nicht das Wissen nutzen, über das ich eh verfüge? Informatiker bin ich ja nicht nur durch meinen Arbeitgeber geworden, sondern war ich auch schon vor der Anstellung.

Ich werde also zukünftig die Themen Umwelt und technologischen Fortschritt mehr hier im Blog herausarbeiten. Beides ist unverzichtbar. Ohne den Schutz der Umwelt wird unser Planet über kurz oder lang unbewohnbar. Und wenn niemand mehr hier wohnen kann, wird die Menschheit keinen Lebensraum mehr haben. Die Frage ist doch: Wie können wir die Technologie so entwickeln, dass wir als Menschheit voran kommen und die Welt zu einem lebenswerten Lebensraum machen? Und hier will ich mehr Inhalte erarbeiten.

Was bedeutet das für den Themenmix?

Mir ist es seit dem Beginn dieses Blogs immens wichtig, nicht nur eintönig ein Thema zu beackern. Ich habe oft genug dazu geschrieben, dass das mit der Zeit ermüdend wird. Ich werde natürlich auch zukünftig über sportliche Ereignisse, über Musik, über gesellschaftliche Schieflagen erzählen. Und natürlich kann ich auch nicht aus meiner Haut und werde auch weiter politische Geschehnisse kommentieren. Aber genau die gesellschaftlichen und politischen Themen fahre ich zurück, um meine Kernkompetenz mehr zu nutzen.

Es wird wohl dazu kommen, dass ich nicht mehr so viele Artikel auf Jahressicht veröffentlichen werde. Das ist nur ein Bauchgefühl. Aber nachdem ich meine beiden neuen zentralen Themen mehr beackern werde, erzähle ich Ihnen mal was: Diese Themen erfordern ausführlichere Recherche. Das ist oftmals nicht mit einem Kommentar abgetan. Das Gebiet der Fachartikel ist anders anzusehen als das Thema der Kommentare. Und ich werde mich von den Kommentar-Artikeln etwas entfernen.

2017 und warum das Alles?

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie es mit meinem Blog weitergehen soll. Ich meine, ich habe mitbekommen, dass mir meine Artikel zur ganzen Flüchtlingsthematik seelisch nicht gut getan haben. Meine ganzen Kommentare zu allem, was in der Welt passiert, haben mich aber auch bloß aufgerieben. Und es ist auf Dauer auch nicht befriedigend. Ich will nicht in spätestens einem Jahr oder so sagen müssen, dass ich keine Lust mehr auf den Blog habe. Und wenn mir selbst der Tiefgang zeitweise fehlt, muss ich etwas ändern.

Dass es nun gerade zum Neujahrstag 2017 passiert, ist eher Zufall. Nachdem ich aber über Weihnachten und „zwischen den Jahren“ etwas mehr Zeit hatte, habe ich mich zu diesem Richtungswechsel entschieden. Hier wird mehr Inhalt geschehen, ohne dass die Quantität steigt, sie wird eher sinken. Aber ich glaube, dass das ein guter Weg ist, um den Blog wieder voran zu bringen. Das kann so etwas schlechtes nicht sein. Ich hoffe, dass ich das Alles so umsetzen kann, wie ich mir das vorstelle. Aber ich bin erstmal guten Mutes.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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