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In eigener Sache: Einbetten gleich Content Klau?

Ich muss mich mal wieder aufregen. Es gibt ja wirklich die idiotischsten Ideen, um Inhalte anderer Webseiten abzugreifen und für eigene Zwecke zu vermarkten. Das Ganze läuft dann vollautomatisch ab, und so landet eigener Inhalt auf fremden Seiten. Dabei rede ich nicht mal von einem Content Klau, bei dem die komplette Webseite auf eine andere Domain gespiegelt wird (statt abc.de eben abc.org). Sondern ich rede von solchem Zeug wie BlogLovin.

Screenshot von Bloglovin, wo Artikel von mir eingebettet werden - Screenshot Henning Uhle
Screenshot von Bloglovin, wo Artikel von mir eingebettet werden – Screenshot Henning Uhle

Ja, der Kram wird „nur“ eingebunden, nicht kopiert. Aber man generiert dadurch Verkehr auf BlogLovin. Und nicht, dass Sie denken, hier dreht es sich nur um einen Artikel. Nein, meine ganze Webseite wird eingebettet:

Bloglovin-Übersicht meiner Seite - Screenshot Henning Uhle
Bloglovin-Übersicht meiner Seite – Screenshot Henning Uhle

Ich verlinke diese Seite nicht. Ich dachte ja erst, dass das ein Scherz ist. Aber bei jeder Überschrift, auf die Sie dort klicken können, gelangen Sie zu einem Artikel von mir. Schön eingebettet in BlogLovin. Das kann ich mir doch nicht gefallen lassen.

Ich habe mal geschaut, wer dahinter steckt. Ich habe also eine so genannte WhoIs-Abfrage gestartet. Nun ja, ich bin an die eine oder andere Email-Adresse gelangt. Und dorthin habe ich eine nicht ganz so freundliche Email geschickt. Bislang habe ich noch keine Antwort erhalten. Aber ich habe zur Unterlassung aufgefordert und die Löschung meiner Inhalte bei denen gefordert. Frist: 03.10.2014.

Jetzt kann man natürlich sagen: Es ist doch nur eingebunden. Es ist doch nur ein iFrame. Sicher ist es das. Aber ich möchte das nicht. Hätte man sich vorher mit mir abgesprochen, wäre das vielleicht sogar etwas anderes gewesen. Aber so? Unbedarfte Nutzer denken doch, dass ich dort bei BlogLovin meine Inhalte hinterlasse.

Der Betreiber sitzt in Schweden. Ich habe die – wie gesagt – angeschrieben. Und die Chefin habe ich per Twitter angeschrieben. Die denken gar nicht daran, den iFrame nicht mehr auf meine Seite zeigen zu lassen. Wenn die Frist abgelaufen ist, werde ich wohl sehen, welche rechtlichen Mittel ich einlegen kann.

Eine Frage an Sie: Würden Sie auch dagegen vorgehen? Oder würden Sie eben auch sagen: Es ist doch nur ein iFrame? Im Quelltext sieht das übrigens so aus:

Die Quellcode-Auskenner werden da sicher alles mögliche herauslesen. Aber mir geht es einzig und allein darum, dass ich nicht möchte, dass meine Inhalte automatisiert irgendwo erscheinen, und wenn sie nur eingebunden werden. Ich sehe mich dadurch um meine Leistung gebracht.

Ja, das mag alles übertrieben sein. Aber ernsthaft: Solche Seite gehören abgeschaltet. Was soll das? Da können die noch so vollmundig auf dem bisschen, was die dort selbst hinterlassen haben, erzählen, dass die einen guten Service für den Leser bieten. Aber was machen die mit dem ganzen Quellcode-Geraffel davor? Was wird dort alles abgegriffen? Welche Gefahren birgt das? Und wer berechtigt die Betreiber dazu? Ich bin stinksauer. Und ich habe allen Grund dazu.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

8 Gedanken zu „In eigener Sache: Einbetten gleich Content Klau?

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