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Weiterschreiben! - Henning Uhle Weiterschreiben! - Henning Uhle

Ich werde mir mein Schreiben vergüten lassen

Wenn Werbung nicht mehr genügend Einnahmen bringt und man sich gegen bezahlte Artikel entscheidet, muss man auf einem anderen Weg gehen. Man will ja eigentlich nur, dass das Schreiben so gut es geht gewürdigt wird. Da will man keinen großen Zauber machen und keinen Unfug mit irgendwelchen Dingen, bei denen man nicht überzeugt genug ist. Und deshalb habe ich eine Entscheidung getroffen. Ich werde mir künftig Vergütungen für mein Schreiben abholen. Nicht bei Auftraggebern oder sowas, sondern ganz seriös als Autor.

Was? VG Wort?

Sagt Ihnen die VG Wort etwas? Das ist eine Verwertungsgesellschaft für die Verwaltung von Tantiemen aus Zweitverwertungsrechten. Es geht einfach um die Verwertung der Texte, die veröffentlicht werden. Wird man Mitglied der VG Wort, erhält man eine gewisse Vergütung, um entgangene Einnahmen durch Kopieren so etwas in der Art zu kompensieren. Sprich: Die VG Wort ist so etwas wie die GEMA bei der Musik.

Bis vor ein paar Jahren war der VG Wort ein Online-Autor völlig egal, soweit ich mitbekommen habe. Aber auch die können teilnehmen. Dsa nennt sich dann METIS (Medesystem für Texte auf Internetseiten). Da wird dann pro Text ein Zählpixel eingebaut, der dann misst, wie oft der Artikel aufgerufen wird. Ohne dass irgendwelcher Quatsch von „Besucher mit IP-Adresse 1.2.3.4“ gespeichert wird. Einfach nur „Dieser Artikel wurde jetzt zum 15. Mal aufgerufen“.

Was hat das mit mir zu tun?

Ziemlich viel. Ich bin ja als Schreiberling dieser Seite ein Online-Autor. Mit meinen Texten kann ich am VG Wort Verfahren teilnehmen. Ich muss mich halt nur registrieren, was ich eben gemacht habe. Das läuft wie bei allen Vertragsunterlagen schriftlich per Post ab. Man registriert sich bei METIS und druckt sich, nachdem man vollständig seine Angaben hinterlassen hat, die Vertragsunterlagen aus, unterschreibt sie und schickt sie per Post an die VG Wort.

Ist das abgeschlossen, werden die bei der VG Wort prüfen und tun und machen. Dann ist man irgendwann registriert und kann sich eine Liste mit Zählpixeln herunterladen. Das warte ich einfach mal ab. Und diese Pixel kann ich dann in meine Texte einbauen. Das lohnt sich erst ab Texten mit 1500 Zeichen. Nehmen wir also mal an, es wären irgendwas mit 300, 400 Worten. Dann würde sich der Zählpixel hier schon lohnen.

Und dann zählt der Pixel jeden Aufruf. Sind mindestens 1500 zusammen gekommen, kann ich dann dafür eine Vergütung beantragen. Die beläuft sich für jeden Artikel mit Zählpixel ab 1500 Aufrufen auf 12 Euro im Jahr. So lese ich es hier. Und damit kann ich mir ein bisschen Geld verdienen. Ich vermute, es wird nicht viel werden. Aber ich schaue da einfach mal.

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Technisches

Nehmen wir mal an, ich würde bei der VG Wort angenommen. Dann würde ich mir eine Datei mit Pixeln herunterladen. Und in jeden Artikel würde ich dann so einen Pixel einbauen und würde das manuell kontrollieren und all das. Es gibt einige Plugins für WordPress, die dem Autor dann die Arbeit vereinfachen. So ist man dann ggf. relativ rasch durch und kann dann seine Ausschüttung beantragen.

Aber es gibt ja noch die Länge des Artikels. Ich nehme einfach mal an, dass ich oben ungefähr richtig liege mit 1500 Zeichen. Aber weiß ich es mit Sicherheit? Auch dafür gibt es ein Plugin. Das zählt dann zwar nicht die Leerzeichen mit. Aber sonst alles. Und dann weiß man recht rasch, ob sich der Artikel lohnt, einen Zählpixel einzubauen.

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Fazit

Wer weiß, ob es entsprechend Ausschüttungen gibt. Aber das ist irgendwie eine sinnvolle Art und Weise, um für die eigenen Texte etwas Geld ausgeschüttet zu bekommen. Das passiert dann immer im Oktober. Und so könnte es – wenn alles gut geht – dann immer ein hübsches Weihnachtsgeld geben. Insofern ärgere ich mich, dass ich das nicht schon eher gemacht habe. Aber besser spät als nie.

Und wenn das so stimmt, was ich gelesen habe, dann verschwinden definitiv die Werbebanner auf Nimmer-Wiedersehen, und bezahlte Artikel werde ich gar nicht erst in meine Gedanken aufnehmen. Aber erstmal muss das mit der VG Wort klappen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

12 Gedanken zu „Ich werde mir mein Schreiben vergüten lassen

  1. Gute Sache. Ob das was bringt, kann ich auch erst am Ende des Jahres sagen. Aber einen Plugin-Tipp möchte ich noch geben. Schau Dir mal „Prosodia VGW OS für Zählmarken (VG WORT)“ an. Das zählt die Buchstaben, man kann die Zählmarken importieren und von dem Plugin direkt im Beitragseditor zuweisen lassen.

    LG Thomas

    1. Hallo Thomas,

      Vielen Dank für den Tipp. Ich habe erstmal testweise das Plugin Content character count eingebaut, um ein Gefühl zu bekommen, wie lang ein Artikel sein muss. Aber das Plugin klingt interessant.

      Ich beobachte das mal, wie sich das entwickelt. Erstmal muss das ja bei der VG Wort durchgehen.

  2. Hallo Henning,
    hört sich sehr interessant an, das System und ich könnte es mir auch überlegen, da mal mitzumachen. Dein Artikel ist sehr informativ. Schade, aber man wird bis Jahresende warten müssen. Man muss eben dann fleissig bloggen und eine Menge Artikel online gehen lassen.

    1. Hallo Alex,

      Ich habe keinen blassen Schimmer, wie hoch die Schlagzahl sein sollte. Da muss man dann auch erstmal ein Gefühl dafür bekommen. Ich werde dann darüber berichten.

  3. „Das passiert dann immer im Oktober.“ … des Folgejahres, wenn ich das richtig gelesen habe. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man seine Meldung / Anträge für 2014 einreichen, welche dann geprüft und ab Oktober ausgezahlt werden.

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