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Justizhammer - ein freies bild von morguefile.com Justizhammer - ein freies bild von morguefile.com

Wie eine Anwaltskanzlei zum erfolgreichsten Artikel führte

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Eine Rechtsanwaltskanzlei hat einmal dafür gesorgt, dass ein Artikel aus allem hervor sticht. Mal abgesehen von einem Artikel über WhatsApp-Kettenbriefe, der meinen Blog fast zusammenbrechen ließ, war es ein Artikel über eine Hamburger Kanzlei, die recht bekannt im Internet ist, was ihr Tätigkeitsfeld betrifft. Ich möchte einmal kurz Revue passieren lassen, was da passiert ist.

Es begab sich, dass ich mal über eine Naturkatastrophe berichtete. Das war, bevor ich mich freigeschwommen hatte und mein eigenes Ding durchgezogen habe. Und zur Illustration habe ich mich diverser Bilder bedient. Unter anderem aus der Wikipedia. Aber ich hatte auch ein Foto, das nicht näher bezeichnet war. Mein Blog war zu der Zeit ein ganz, ganz kleines Licht mit Pagerank 0 bei Google.

Monate später war ich dabei, mein Spam-Postfach, das ich für Spam-Empfang überhaupt habe, zu entleeren. Und ich las eine merkwürdige Email. Man forderte von mir Geld und erwartete irgendeine Reaktion, denn man hat die Post, die man mir zuschickte, mit „Empfänger unbekannt verzogen“ oder so zurück bekommen. Nachdem ich mich zu Tode erschrocken hatte, suchte ich mal nach dem Absender und stieß tatsächlich auf eine Anwaltskanzlei.

Nachdem ich ja gar nichts wusste, habe ich mal zurückgeschrieben. Ich wollte ja wenigstens wissen, was man von mir wollte. Und die hatten ja Glück, dass ich die Email überhaupt beantwortet hatte, da in meinem Impressum eine aktuelle Anschrift und eine korrekte Email-Adresse hinterlegt war.

Wie auch immer. Es entfachte eine Diskussion mit der Rechtsanwaltskanzlei KSP aus Hamburg, und die habe ich in einer ganzen Serie dokumentiert. Deren erster Teil ist bis heute immernoch ein beliebter Artikel hier im Blog mit täglich um die 20 bis 60 Aufrufen. Ich wurde auch immer wieder angesprochen, was nun am Ende herausgekommen ist. Nichts. Im Ernst, es ist wirklich nichts herausgekommen. Nicht falsch verstehen, ich will das nicht provozieren, dass nun doch noch etwas kommt. Aber es gab wirklich kein Ergebnis.

Jetzt habe ich mal geschaut, was so aus der Kanzlei geworden ist. Dass sie weiterhin solches Zeug machen, wie das in meinem Fall so war, steht für mich außer Frage. Sonst würde es nicht weiterhin diese Zugriffe geben. Aber sie tun so, als machen sie das gar nichts. Es ist nur die Rede von Forderungsmanagement. Wenn also jemand seine Rechnung nicht bezahlt, kommt die Kanzlei daher und macht da rum. Und das ist ihr einziger Erwerb? Laut dem geschäftsführenden Gesellschafter schon.

Ist die Kanzlei jetzt also auf die gute Seite gewechselt? Ich meine, sie müssen sich ja damit abfinden, dass einer der größten Auftraggeber, eine Nachrichtenagentur, vor einiger Zeit bankrott ging. Vielleicht wollen sie ja nur nichts mehr mit Schadenersatz-Forderungen und Abmahnungen und so etwas zu tun haben. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber seltsam ist es schon, dass man das, womit sie viele Webseiten-Betreiber und Blogger konfrontiert haben, nur unterhalb eines Unterpunktes der Kompetenzfelder aufführt.

Wie sie sich so verhalten, kann man aber dennoch im Internet nachlesen. Hier, hier und so weiter und so fort. Das sind irgendwie keine neuen Sachen. Und das hinterlässt wahrscheinlich viele im Unklaren. Und so ist es auch nachvollziehbar, dass meine Artikelserie nach wie vor aufgerufen wird. Ich könnte mir jeden anderen Anlass hernehmen, der den erfolgreichsten Artikel provoziert hat. Aber es ist nun mal dieses Thema. Und das ist nach wie vor bemerkenswert.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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