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Email - Grafik by Prawny via Pixabay Email - Grafik by Prawny via Pixabay

30 Jahre E-Mail

Michael Rotert empfing heute vor 30 Jahren die erste Email in Deutschland. Seine Email-Adresse lautete zu dieser Zeit „rotert@germany“. Sie stammte von Laura Breeden mit der Email-Adresse „breeden@scnet-sh.arpa“. Damit nahm das Kommunikationsmittel seinen Laut und erlebte einen Siegeszug. Am 03. August 1984 war es soweit, dass auf elektronischem Weg Nachrichten ausgetauscht werden konnten. Und nach wie vor gehört die Email zum Alltag dazu. Ein kurzer Rundumschlag.

Es gab Zeiten, in denen man noch nicht zuhause einen Computer stehen hatte, mit dem man mit anderen Leuten kommunizieren kann. Wenn, dann nutzte man „BTX“ oder ähnliches. Man kommunizierte mit einem Computer in Verbindung mit dem Telefon. Das war nicht zu verwechseln mit dem Videotext, obwohl man zu BTX auch Bildschirmtext sagte.

Noch viel früher gab es das alles noch überhaupt nicht. Kommunikation mit Computern? Das war etwas, das man eher in die Welt der Märchen abschob. Die Kommunikationsmittel hießen Brief, Telegramm oder Fax bzw. Fernschreiben. Mit der weiteren Entwicklung war man dann eben bei Email gelandet. Und dieses System wurde immer weiter entwickelt.

Benutzer von Großrechnern konnten dann irgendwann Nachrichten in einer Mailbox empfangen. Eine Mailbox auf einem Großrechner war zu der Zeit nichts weiter als eine Datei, in die all das, was der Benutzer empfing, hinein gepumpt wurde. Und 1971 wurde dann die Möglichkeit geschaffen, Nachrichten von Großrechner zu Großrechner zu schicken. Dazu musste man zwischen dem Benutzernamen und dem Computernamen ein „@“ setzen. Und daraus entwickelte sich im Zuge der Entwicklung des Internet die Email.

Wird eine Email abgeschickt, dann baut der sendende Server zum empfangenden Server eine Verbindung auf und fragt ab, ob der Server empfangsbereit ist und das Postfach existiert. Wird dies bestätigt, sendet der sendende Server die Email ab. Ist sie angekommen, wird dies vom empfangenden Server bestätigt und die Verbindung wieder geschlossen. Ob die Email dann dem Empfänger zugestellt wird, interessiert den sendenden Server dann nicht mehr.

Das Verfahren Email ist auch 30 Jahre nach der Einführung ein offenes. Da wird nichts verschlossen. Im Zuge der so genannten Snowden-Enthüllungen hat sich in Ländern wie Deutschland etwas breit gemacht, was man in Deutschland als De-Mail vermarktet. Man kann sich das in etwa so vorstellen, dass eine Email eine Postkarte ist und eine De-Mail ein Brief. Mit De-Mail können sogar Einschreiben versendet werden, quasi bis auf Pakete alles, was man mit der Post befördert, nur eben elektronisch.

So hat sich Email immer weiter entwickelt. Die Risiken sind nicht ohne, wie eben die fehlende Abhörsicherheit. Dafür sind die Vorteile eben auch nicht zu verachten, wie die problemlose Benutzbarkeit und die Alltagstauglichkeit. Mit Email ist eigentlich jedes Internet-fähige Gerät der Welt kompatibel, was mit anderen Verfahren wie WhatsApp und dergleichen nicht der Fall ist.

Der Artikel ist natürlich unvollständig. Um Email zu erklären, haben Experten Doktorarbeiten veröffentlicht. Email ist gefühlt das wichtigste Kommunikationsmittel der Welt. Informationen, Termine, Dateien und all das transportiert das System. Es hat Tücken, aber es ist nach wie vor beliebt. Es wird sicher noch in den nächsten 30 Jahren verwendet werden, nur vielleicht in abgewandelter Form.

Will man sich mit Email beschäftigen, hilft vielleicht die Wikipedia beim Einstieg. Aber als Normalnutzer muss man nicht die Hintergründe verstehen, man muss es nur benutzen können. Und das ist der größte Vorteil, eben die einfache Nutzung.

Bildquelle: Email – Grafik by Prawny via Pixabay

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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