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Eine Webseite besuchen - free picture by mantasmagorical via morguefile.com Eine Webseite besuchen - free picture by mantasmagorical via morguefile.com

Anzahl gehackter Seiten im Jahr 2015 um 180% gestiegen

Was Google sagt, muss Google auch so meinen und muss wahr sein. Google ist die Religion. Oder?  Jedenfalls alarmiert Google vor fehlender Webseiten-Sicherheit. Jetzt weiß ich natürlich auch, dass sich Google immer auf das bezieht, was sie selbst analysieren und so. Und mir ist auch klar, dass Google nicht das ganze Internet ist. Aber es ist schon beachtlich, was da Google so erzählt.

Wenn ein Betreiber einer Webseite die Mitteilung von Google erhält, dass eine manuelle Maßnahme gegen die Webseite vorliegt, sollte man alarmiert sein. Vor allem, wenn man nichts gemacht hat, um Google zu erzürnen. Das wiederum schafft man durch bezahlte Inhalte und dergleichen, wie ich selbst weiß. Aber es gibt ja noch einige Möglichkeiten mehr, weshalb eine Webseite einer manuellen Maßnahme unterliegt.

Im Jahr 2015 wurden unzählige Webseiten missbraucht. Allein die Anzahl gehackter Webseiten ist im Jahr um 180% gestiegen, berichtet der Konzern. Außerdem ist die Anzahl der Webseiten mit minderwertigen Inhalten gestiegen. All diese Seiten gelten im Google-Verständnis als Webspam. Und man kann dem Riesen vorwerfen, was man will, aber eins der wichtigen Ziele der Mannschaft von der Google Suche ist, gegen Webspam anzukämpfen.

So haben sie es wohl geschafft, viele Webseiten, die offenbar gehackt wurden, aus dem Index zu entfernen. Wenn ich also nach irgendwas suche, laufe ich nicht Gefahr, auf diesen Seiten zu landen. Viele gehackte Webseiten wurden automatisch entfernt, wobei ein neuer Algorithmus von Google half. 4,3 Millionen Webseiten-Betreiber erhielten manuelle Maßnahmen, und 1/3 davon wurden nach entsprechenden Aktionen der Betreiber wieder aufgehoben.

Bei gehackten Seiten konnte ja immerhin Schadsoftware hinterlegt sein. Dagegen kann man sich ja schon mal schützen, indem man sichere Passwörter verwendet, die Seiten-Administration überhaupt absichert und die Software der Webseite aktuell halten. Das ist nichts neues, man muss es nur konsequent tun. Ich erzähle hier ja keine Geschichten. Ich muss da Google uneingeschränkt Recht geben. Das macht mich nun nicht zu einem „Fanboy“ des Riesens. Aber für mich ist das mit der Sicherheit, die nie absolut sein kann, eine Selbstverständlichkeit.

Es ist schon seltsam, was man so feststellt. Ich bekomme ja allerhand Benachrichtigungen aus allen Ecken und Enden. Und irgendwie ist es eigenartig, dass alle möglichen Content Management Systeme derzeit angegriffen werden. Aber eben nicht nur die. Erschrocken war ich, als ich von einer Sicherheitsfirma die Nachricht erhielt, dass deren cloudbasierte Firewall-Lösung eingegriffen wurde. Und so geht das reihum.

Was ich damit sagen will: Man kann Google schon einiges vorwerfen. Natürlich beeinflussen sie das Web. Natürlich steht und fällt der Internet-Datenverkehr mit Google. Und so weiter und so fort. Aber nicht alles bei Google ist schlecht. Ich möchte nicht wissen, wie das Internet ohne Google aussehen würde. Weil es immer wieder Leute gibt, die das Internet missbrauchen. Dafür ist es nun mal nicht gemacht. Seien wir also froh, dass es den Konzern gibt. Gleichwohl sollten wir ihn nicht als Religion ansehen. Und damit ist viel gewonnen, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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