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QuickTime - Von Apple - QuickTime.app (.icns extrahiert), Logo, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4668706 QuickTime - Von Apple - QuickTime.app (.icns extrahiert), Logo, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4668706

Aus für QuickTime auf Windows-Systemen

QuickTime war jahrelang ein beliebter Multimedia-Player auf Windows. Das ist nun vorbei. Und wir schlagen alle erstmal Alarm und befürchten jetzt das Schlimmste. Dabei ist doch gar nichts weiter passiert. „Nur“ ein beliebter Player wird nicht mehr aktualisiert. Weiter nichts. Aber ganz so einfach ist es nicht. Aber die Welt wird deshalb dennoch nicht untergehen. Ich glaube, man wird sehr gut damit leben können, auf QuickTime zu verzichten.

Was ist QuickTime

Ich glaube, jeder Freund von Multimedia ist schon mal über QuickTime gestolpert. Das ist eine Software-Architektur von Apple. Sie besteht aus Framework, Anwendungsschnittstelle und Dateiformat. Irrtümlich denken viele, dass QuickTime nur der Player ist. Aber es ist noch viel mehr. Es handelt sich um eine Architektur, mit der Adobe Premiere, Apple Logic, iTunes und noch so einiges zusammen arbeitet. Das ist schon eine eigene Welt und ein ziemlich mächtiges Werkzeug.

Man denkt ja, dass es ja der Player ist. Aber man kann damit den komplette Produktionsprozess in einer einzigen Anwendung durchführen. Ob es die Synchronisation ist oder die Effekte oder was auch immer – man ist mit QuickTime auf nichts anderes mehr angewiesen. Das Videoformat MPEG-4 arbeitet zum Beispiel sehr eng mit QuickTime zusammen. Aber zum Beispiel MacOS X Lion wurde schon ohne QuickTime ausgestattet.

Macht alle QuickTime weg!

Nein, keine Sorge. QuickTime muss man nirgendwo wegmachen. Es handelt sich um den QuickTime Player. Und auch nur den für Windows-Betriebssysteme. Der wurde ja eh nur stiefmütterlich behandelt. Und der wird nun gänzlich ohne jeglichen Support hingestellt. Soweit ich gesehen habe, ist es nur der Player. Wer also Multimedia-Inhalte produzieren will, kann wohl weiter das Framework benutzen. Klar, Adobe Premiere und iTunes gibt es ja nach wie vor.

Was ich aber in dem Zusammenhang mehr als merkwürdig finde: Wieso hat das US-Heimatschutzministerium dazu aufgerufen, die Finger von QuickTime zu lassen und das Ganze zu deinstallieren? Ich meine, der QuickTime Player ist so alt, den kenne ich ja noch aus uralten Windows 98 Tagen. Und plötzlich kommt das Department of Homeland daher und bequatscht Apple, und die Obst-Bude fällt um. Irgendwas ist doch da seltsam, oder?

Die Nachlässigkeiten bei Apple

Scheinbar hat Apple selbst keine Lust mehr auf QuickTime gehabt, da es schon länger nicht aktualisiert wurde. Trend Micro zum Beispiel hatte im Januar auf Sicherheitslücken in QuickTime hingewiesen. Es handelt sich wohl um zwei neue Schwachstellen von QuickTime unter Windows, die seit Januar eben nicht geschlossen wurden. Und Microsoft ist eben nicht in der Pflicht, da QuickTime von Apple kommt und nicht aus Redmond.

Das US-Heimatschutzministerium wiederum ist ja für die Terrorabwehr in den USA zuständig. Und das Ministerium warnt offiziell vor QuickTime und drängte Apple zum Aussprechen einer Warnung vor QuickTime unter Windows. Aus diesem Grund ist die Deinstallation der einzig sinnvolle Weg. Wenn die Software nicht aktualisiert wird und Apple die Software eh seit Windows 8 nicht mehr unterstützt, war es nur eine Frage der Zeit, bis hier Probleme auftreten. Ist das nun nachlässig?

Deinstallation zum Schutz

Um das Ganze mal abzuschließen: Nicht aktuelle Software bietet immer die Gefahr von Sicherheitsrisiken. Da befindet sich QuickTime nicht in exponierter Position. Software sollte man immer aktuell halten. Und wenn sie nicht aktualisiert werden kann, muss sie entfernt werden. Das betriffft aber nicht nur Windows, sondern jedes System.

Da die Risiken bei QuickTime offenbar sehr hoch sind, hat sich der Heimatschutz eingeschaltet. Das ist schon bemerkenswert. Da ich QuickTime aufgrund fehlender Einsatzmöglichkeiten eh nicht nutze, wird es mir aber auch nicht fehlen. Aber die Software war halt sehr beliebt, weshalb aufgrund der hohen Verbreitung die Warnung angebracht war. Nur: Was nutzen die Anwender stattdessen?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Aus für QuickTime auf Windows-Systemen

  1. Ich glaube ich hatte das zuletzt vor gefühlt 100 Jahren installiert ist sicher mehr als 10 Jahre her. Mit anderen Worten mit fehlt nichts wenn es kein Update mehr gibt. Ist wie mit Flash einfach eine Antiquität! :-)

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