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Recycling - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Recycling - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Blog-Recycling: Der neue heiße Scheiß?

Was tun, wenn man nicht so wirklich etwas an neuen Inhalten zustande bekommt? Einfach mal Pause machen? Oder was will man da am besten tun? Da ich mir auferlegt habe, über das eine oder andere Thema nichts mehr zum besten zu geben, habe ich genau das Problem, dass ich inzwischen weniger zu sagen habe. Ja, ich könnte jetzt hergehen und mich von dem Bann befreien, zum Beispiel nichts mehr über Flüchtlinge zu schreiben. Aber ich könnte auch etwas anderes machen. Das nennt sich dann Content Recycling oder Content Repurposing oder dergleichen. Also einfach Wiederverwertung von Inhalten.

Artikel mit grünem Punkt

Ja, es gibt manchmal so die Zeit, da kann man nicht viel neues erzählen. Damit der Blog aber im Gespräch bleibt, wenn man es denn will, kann auch etwas ganz anderes getan werden: Auf bereits bestehende Inhalte hinweisen. Das geht auf verschiedenen Wegen, hat aber immer nur das Ziel, noch einmal auf einen Sachverhalt einzugehen oder einen früheren Artikel wieder in Erinnerung zu rufen.

Hier und da habe ich hier im Blog mal ein Thema, das ich schon irgendwann mal angesprochen habe. Es spricht nichts dagegen, dieses Thema mal wieder hervor zu kramen. Aus welchen Gründen auch immer. Und es ist auch egal, für welchen Zweck das geschieht. Es ist niemals ganz doof, so etwas mal zu machen. Die Artikel haben da quasi einen grünen Punkt.

Aber aufpassen, es eignen sich bei weitem nicht alle Artikel dafür. Wenn ich zum Beispiel über irgendwelche ganz aktuellen Dinge erzähle, brauche ich den Artikeln nicht zu recyceln. Aber Dinge wie Meinungen, Anleitungen, Beobachtungen und so etwas eignen sich hervorragend dafür. Man muss das wohl so sehen, dass man einfach mal gucken will, wie sich da die Sache entwickelt hat. Oder man will einfach mal seine Leute daran erinnern, was mal geschehen war. So etwas würde ich als Content Recycling betrachten.

Artikel weiter denken und wiederverwerten

Irgendwie ist es doch immer mal wieder so, dass es Artikel gibt, die irgendwie aufgrund irgendeiner Entwicklung entstanden sind. Wenn ich mir so überlege, worüber ich schon alles geschrieben habe, dann habe ich einen reichen Fundus, auf den ich zurückgreifen kann. Wenn dann irgendwann später irgendwas wichtiges zu einem Thema passiert, das ich in einem Artikel behandelt habe, kann ich doch in jedem Fall auf den alten Artikel zurückgreifen. Das mache ich gern mal.

Der Vorteil ist, dass ich nicht erst lag und breit ein „Was bisher geschah“ erzählen muss, sondern ich einfach den alten Artikel herauskrame und im neuen Artikel mit dem Verweis „So war das zum früheren Zeitpunkt“ darauf verweise. Und es stärkt auch die innere Verlinkung, die wohl von den Suchmaschinen gern gesehen ist. Und nicht zuletzt macht es Spaß, mal die eigene frühere Meinung noch einmal zu lesen. Und so kann man dann alte Artikel auch gern mal wiederverwerten.

Artikel wiederholt durch die sozialen Netzwerke tragen

Ich habe mich erst darüber aufgeregt, wenn einige meiner Kontakte bei Twitter ihre Artikel 3, 4, 5 mal abkippen. Aber letztlich ist das durchaus sinnvoll. Ich lasse mich da gern mal eines besseren belehren. Wer zum Beispiel nur über die sozialen Netzwerke mit mir verbunden ist und keinen Newsletter oder RSS-Feed abonniert hat, ärgert sich vielleicht, weil man irgendein Thema verpasst hat. Wenn ich nun aber den einen oder andere Artikel vom Morgen auch am Abend noch mal durch die Netzwerke drücke, erfahren die Kontakte vielleicht auch etwas davon.

Aber ich mache etwas anderes. Immer wieder fällt mir auf, dass irgendwelche Themen vor allem bei Twitter diskutiert werden. Und dann kann ich vielleicht einen weiteren Denkanstoß liefern, wenn ich einen Artikel von mir dort nennen kann. Oder ein für mich besonders wichtiger Artikel sollte einfach noch mal erwähnt werden. Dann schicke ich die entsprechenden Links einfach nur noch einmal in die Netzwerke, vor allem zu Twitter.

Aber aufpassen

Nein, man sollte so etwas natürlich nicht übertreiben. Das kann sonst ziemlich nerven. Ich meine damit vor allem das wiederholte Verbreiten über die sozialen Netzwerke. Also das ist so meine persönliche Meinung. Wenn ich ein und denselben Artikel innerhalb eines Tages 4, 5 mal genannt bekomme, macht mich das schon etwas gereizt. Und wenn ich das dann zum Beispiel über ein ganzes Wochenende erlebt, kann ich schon ziemlich schimpfen. Und ich denke, andere Nutzer würden das genauso sehen, oder?

Fazit

Artikel wiederzuverwerten ist alles andere als schändlich, so lang es nicht übertrieben wird. Hier und da, wenn es passt, ist das sicherlich eine gute Idee. Natürlich darf das dann nicht zu einfach sein. Sonst ist das wirklich nur der zweite Aufguss auf den gleichen Kaffee-Filter. Und wer weiß, ich könnte da sicherlich noch mehr machen. Aber wie gesagt: Ich will da auch nicht anfangen, irgendwen zu nerven.

Sicherlich könnte ich über ein E-Book nachdenken, was ich schon mal in Vorbereitung hatte. Aber das ist dann irgendwann ins Stocken geraten. Aber solche Dinge könnte man sich vielleicht noch offen halten. Die Wege zur Wiederverwertung sind jedenfalls vielfältig. So lang man niemanden nervt oder gar langweilt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Blog-Recycling: Der neue heiße Scheiß?

  1. Hallo Henning,
    ich bin auch der Ansicht, dass man Artikel wieder verwerten kann und ich tue es auch. Wenn sich zum Beispiel ein CMS in Entwicklung befindet, kann ich immer wieder über den aktuellen Stand der Dinge berichten und auf einen älteren Artikel darin verweisen. So wissen meine Leser, aha, so war es vor einigen Monaten.

    Daher ist es eine gute Ideen, wenn du es so machen möchtest. Dagegen würde nichts sprechen.

  2. es ist mir bei einigen Bloggern aufgefallen, dass bestimmte Beiträge immer und immer wieder in soziale Netzwerke gepusht werden. Wenn der gleiche Beitrag 2 mal verwendet wird – mit einer angemessenen Zeit (damit meine ich nicht Wochen, sondern Monate oder sogar Jahre) finde ich das angemessen. Wir müssen ja nicht jeden Tag das Rad neu erfinden. Und für Abonnenten ist es abtörnend andauernd den gleichen Beitrag aufs Auge gedrückt zu bekommen. Wenn aber im 3 Wochen Rhythmus der gleiche Beitrag in allen möglichen Communities gepostet wird, dann frage ich mich ob der Schreiber Tastatur-Alzheimer hat.

    1. Also ich habe mit dem einen oder anderen Artikel experimentiert, den hier und da noch mal in den sozialen Netzwerken zu erwähnen. Ich bin mir nicht sicher, ob es da ein messbares Interesse gab oder die Leute einfach nur genervt waren. Meistens habe ich das mit Artikeln gemacht, die entweder zu dem Zeitpunkt der Nochmals-Nennung wieder aktuell wurden oder mir am Herzen liegen. Ich hab da ein etwas gespaltenes Verhältnis dazu, das dann mehrmals am Tag mit dem gleichen Artikel zu machen. Ich weiß nicht, das würde nicht gut ankommen. Aber das ist nur meine Meinung.

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