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Blogger-Aufträge müssen Geld kosten

Es ist unfassbar, mit welchen Ausflüchten manche SEO-Buden daher kommen, nur um einen Blogger nicht anständig für einen Auftrag zu bezahlen. Fakt ist, dass sich kein Blogger, wenn schon mal ein Auftrag eintrudelt, unter Wert verkaufen sollte. Die Auftraggeber müssen einfach lernen, dass Blogger nicht für einen-Heller-fuffzig arbeiten. Ja, arbeiten. Das haben viele Firmen immernoch nicht verstanden. Und das muss man denen einfach immer wieder mit dem Vorschlaghammer einbläuen.

Wer billig kauft, kauft doppelt. Kennen Sie diesen Ausspruch? Wenn ich also für irgendwas statt 100 Euro eben nur 50 bezahlen will, weil das günstigere direkt daneben liegt, dann darf ich mich nicht wundern, wenn das günstigere nicht das bietet, was das teurere bietet. So ist das auch mit den Texten. Wenn ich der Meinung bin, dass ich für einen Text wenig bis gar nichts bezahlen will, darf ich mich nicht wundern, wenn das Ergebnis dann wenig bis gar nichts wert ist.

Wer nun also denkt, dass sich jeder Blogger mit Aufträgen für einen-Heller-fuffzig zufrieden gibt, darf sich dann gern selbst die Frage beantworten, warum dann nur daher gerotzte Ergebnisse zustande kommen. Bloggen ist Schreiben, und Schreiben ist Handwerk. Handwerk kostet immer Geld. Oder glaubt denn irgendwer, dass der Schreiner den Schreibtisch für einen-Heller-fuffzig zusammenbaut? Und Handwerk kostet Zeit. Der Schreiner baut den Schreibtisch nicht in einer halbe Stunde, der braucht schon seine Zeit dafür. Und so ist das auch mit dem Bloggen.

Aber Auftraggeber denken nach wie vor, Blogger sittenwidrig bezahlen zu müssen. Wenn überhaupt. Wie oft ging es Bloggern schon so, dass die Auftraggeber mit einer Du-kriegst-doch-Anregungen-für-gute-Inhalte-also-halt-die-Klappe-Haltung um die Ecke kamen? Pfennigfuchserei zahlt sich aber dabei in den wenigsten Fällen aus. Und wenn jetzt irgendeine SEO-Bude daher kommt und einen von „Dann schreib halt 3, 4 Artikel mehr für Geld“ faselt, kann man da getrost auch das Argument bringen, dass Masse nicht Klasse bedeutet und sich kein Blogger abhängig machen wird oder sich für Peanuts prostituieren wird.

Aus diesem Grund kostet ein Artikel, der in Auftrag gegeben wird, eben Geld. Und zwar mehr als einen-Heller-fuffzig. „Geiz ist geil“ mag zwar gut und schön sein. Auch ich möchte nicht mehr bezahlen als unbedingt nötig. Wenn ich aber schon bei irgendwem etwas besonderes beauftrage, muss ich auch damit rechnen, dass ich dann mehr bezahlen muss, als wenn es etwas von der Stange ist. Die SEO-Buden faseln doch ständig irgendwas von „Unique Content“ und so etwas. Dann müssen sie auch damit rechnen, dass „Einzigartiger Inhalt“ mehr kostet als Allerweltsramsch.

Da ich da mit niemandem wirklich überein kommen konnte, habe ich eben auch keine Aufträge. Na und, dann ist das eben so. Aber meine Konditionen sind eben so, wie sie sind. Da gibt es nichts zu rütteln, und damit kann ich gut leben. Es wäre gut, wenn alle Blogger den SEO-Buden zeigen würden, dass sie nicht für nen-Appel-und-ein-Ei Spalier laufen. Aber das wird wohl noch dauern, oder? Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Blogger-Aufträge müssen Geld kosten

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