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Datenklau - (C) Antje Delater / pixelio.de Datenklau - (C) Antje Delater / pixelio.de

Content-Diebstahl unterschieben

Als Webseiten-Betreiber hat man hier und da mal mit rechtlichen Hürden zu tun. Was aber, wenn man nichts falsch gemacht hat und trotzdem böse Post von einem Anwalt bekommt? Soll man dann einfach den Kopf in den Sand stecken? Oder ist es besser, wenn man offensiv voran geht? Der bekannte Technik-Blogger Caschy – im wahren Leben Carsten Knobloch – hat sich für letzteres entschieden.

… hoffe ich, dass Menschen, die anderen Menschen so etwas antun, ewig in der Hölle schmoren, zumindest von der Karma-Fee ordentlich gefistet werden…

Das schreibt er in einem Artikel, in dem er darüber philosophiert, dass ihm irgendwer Content-Diebstahl unterschieben wollte. Er soll die Inhalte von chip.de und von computerbild.de eins zu eins auf eine andere Domain kopiert haben, nämlich chipfans.de und computersbild.de. Die Domains gab es wirklich, sie werden aber gelöscht. Und ihm flatterte vom Axel Springer Verlag wegen der ComputerBild ein Brief mit einer Unterlassungserklärung ins Haus.

Ich will jetzt nicht den ganzen Artikel nacherzählen. Öffnen Sie einfach den oben angegebenen Link und lesen Sie mal, was alles passiert ist. Glücklicherweise ist für Caschy alles noch gut ausgegangen. Aber mir drängt sich da eine Frage auf: Wie beschränkt und krank muss man sein, um so etwas zu tun? Ich meine, ich kenne Begebenheiten, dass irgendwer meine Domain registrieren wollte. Ich wurde auch schon regelmäßig beklaut, und jemand hat mit meinen Inhalten seine Seite betankt. Und dreiste Artikelkopien kenne ich ebenfalls.

Das erklärt mir aber nicht, wie jemand auf die kranke Idee kommt und einfach eine Fake-Domain auf irgendwen anderes anmeldet und dreist sämtliche Artikel einer bekannten Webseite dahin umleitet? Die- oder derjenige, der angeblich der Besitzer der Domain ist, bekommt dann Post von Anwälten. Irgendwie komme ich da nur auf den Gedanken, dass irgendein Konkurrent vom Caschy dem umtriebigen Blogger schaden wollte.

Wenn ich das bei mir feststellen sollte, hoffe ich das Gleiche wie der Caschy: Solche Leute sollen ewig in der Hölle schmoren. Man müsste ihnen den Scheitel von links nach rechts ziehen. Die Unterhose gehört über die Ohren gezogen, und solche Leute gehören öffentlich mit Hühnerdreck beworfen. Ich werde mich mit aller Kraft dagegen wehren, sollte mir so etwas widerfahren. Der Caschy drückt es glänzend aus, denn er meint, dass man solchen Leuten die Kniescheibe nach links ziehen müsste.

Schert euch zum Teufel, produziert lieber selbst Inhalte. Content-Diebstahl auf solche Art und Weise ist das Hinterletzte. Für so etwas kann man nicht mal ein müdes Lächeln hervor bringen. Man kann über ComputerBild und Chip seine eigene Meinung haben, aber so etwas gehört sich einfach nicht. Dann habt wenigstens den Arsch in der Hose und registriert diese Fake-Domains auf euch selbst.

Bildquelle: Datenklau – (C) Antje Delater  / pixelio.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „Content-Diebstahl unterschieben

  1. Wow harter tobak…
    Eine neue masche also.
    Aber der sinn dahinter ist so trisomal…
    Es gibt tausende techblogs, zig davon richtig bekannt…
    Wo also der sinn wenn man es schafft einen tot zu machen?
    Dadurch wird das eigene produkt auch nicht besser.
    Also muss es jemand sehr persöhnlich genommen haben.

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