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Ein Cookie - (C) StevenGiacomelli CC0 via Pixabay.de Ein Cookie - (C) StevenGiacomelli CC0 via Pixabay.de

Cookie-Hinweise auf Webseiten nerven?

Wer bei mir den Hinweis noch nicht akzeptiert hat, sieht oben auf der Seite einen Balken mit einem Cookie-Hinweis. Das kann schon mal auf die Nerven gehen. Überall sieht man diese blöden Meldungen, dass man Cookies erlauben soll. Sonst fällt einem der Himmel auf den Kopf. Schon Mist, oder? Nirgendwo gibt es mehr das ungestörte Surfen. Muss man das denn ertragen? Warum schalten Webseiten-Betreiber diesen Mist nicht einfach ab?

Bei einem Cookie handelt es sich um kleine Textinformationen, die eine Webseite auf dem Client – also dem PC oder so – platziert. Der Client schickt bei neuen Besuchern das Cookie wieder zurück. Das ist dann so ein „Ich war schon mal da“. Natürlich kann über Cookies alles mögliche schlimme passieren. Deshalb ist man ja auch immer mal dazu übergegangen, dass Cookies gesperrt werden. Das war dann das „Ich lasse mir doch nicht in die Unterhose gucken“. Und nun das! Bei mir steht oben auf dem Balken:

Ich verwende Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf die Website zu analysieren.

Ich will das nicht einblenden. Ich muss es aber tun, damit mir keiner in die Karre fahren kann. Das Internet ist eh schon ein Kriegsschauplatz der Advokaten. Aber diesen Balken oben muss ich anzeigen. Es führt kein Weg vorbei. Denn es gibt die so genannte Cookie-Richtlinie. Die kommt aus dem Elfenbeinturm der Europäischen Union und soll alles mögliche regeln, was dem Leser / Nutzer in die Unterwäsche gucken könnte.

Es geht bei dieser Richtlinie um die „Tracking-und-Targeting-Cookies“. Die werden von Werbeanbietern benutzt, um möglichst zielgruppengenau Werbung ausliefern zu können. Irgendwie scheint mein Werbepartner Adiro das nicht so zu machen. Denn mir wird mal Maggi-Werbung, mal Auto-Werbung, mal Kredit-Werbung und sonstwas angezeigt. Ich würde also mal behaupten, dass die das mit dem Targeting nicht ernst nehmen.

Jedenfalls ist das Alles mehr oder weniger Pflicht. Selbst wenn ich mal keine Werbung mehr anzeigen sollte, wird dieser Balken weiterhin Bestand haben. Denn Cookies kann man auch dazu verwenden, die Reichweite der jeweiligen Webseite zu messen. Das läuft so ab, dass mittels Cookie festgestellt wird, ob ein Rechner schon mal diese Webseite geöffnet hat. Nicht schlimm, aber es könnte ja schlimmeres dahinter stecken.

Also hat Google den Cookie-Hinweis salonfähig gemacht und für alle Produkte etabliert. Ob es nun AdSense, DobleClick oder auch Google Analytics ist: Besser ist es, man setzt einen solchen Hinweis. Es ist im Allgemeinen sehr angebracht, bei allem, was zählt oder benutzerspezifisch arbeiten könnte, einen solchen Cookie-Hinweis zu setzen. Sicher ist sicher. Die Advokaten können da böse werden, weil die sich auch nur ans EU-Recht halten.

Es kann ja sein, dass Sie all diesen Blödsinn gar nicht aufheben wollen. Irgendwann macht ja jeder mal seinen Browser zu. Das wäre der ideale Zeitpunkt, um die Cookies loszuwerden. Das Löschen von Cookies beim Schließen des Browsers geht bei den drei Browsern ziemlich gut, nämlich so:

  • Google Chrome: Gehen Sie in die Einstellungen -> Erweiterte Einstellungen -> Datenschutz -> Inhaltseinstellungen -> Cookies: Dort setzen Sie „Lokale Daten nach Schließen des Browsers löschen“ -> fertig
  • Mozilla Firefox: Gehen Sie auf Menü -> Einstellungen -> Datenschutz -> Cookies: Akzeptieren Sie Cookies und behalten diese, bis Firefox geschlossen wird. Siehe hier
  • Internet Explorer: Gehen Sie auf das Einstellungen-Zahnrad -> Internetoptionen -> Registerkarte Allgemein: Browserverlauf beim Beenden löschen; klicken Sie dazu bitte noch auf „Löschen“ und haken Sie „Cookies“ an. Sie können auch die Eingabe von „Inetcpl.cpl“ benutzen, das ist der gleiche Weg.

Mit anderen Worten: Webseiten-Betreiber müssen leider diese blöden Hinweise einblenden, wollen sie nicht von irgendwelchen Advokaten heimgesucht werden. Nutzer können Cookies akzeptieren, sie können sie auch wieder löschen. Aber trotzdem stimme ich all den Hinweisen zu, die ich per Email erhalten habe: Cookie-Hinweise auf Webseiten nerven.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Cookie-Hinweise auf Webseiten nerven?

  1. Hallo Henning,
    nun ja, mich stört es nicht mehr sonderlich, denn kaum ein Blog gibt es noch ohne die Cookie Bar. Das haben alle Webmaster bereits verinnerlicht und setzen es ein, eher müssen es einsetzen.

    Da klicke ich schnell auf den Balken, damit dieser auch schnell wieder weg ist. Da ich in jedem WordPress-Blog Google Plus Social Share Button habe, muss ich alles einhalten und Cookie Bar haben. Google will es so und wir Webmaster müssen es einsehen.

    Mich stört es nicht und dann ist es halt so.

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