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Daten-Spionage in der Matrix - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Daten-Spionage in der Matrix - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Cyberangriff auf den Islamischen Staat geplant

Der so genannte Cyberkrieg ist ja in vollem Gange. Und nun heißt es, dass ein großer Angriff auf den Islamischen Staat bevorstehen soll. Nein, das ist nicht wirklich verwunderlich. Aber mich verwirrt die Offenheit, mit der über die Pläne erzählt wird. Was soll das?

Dieser Tage schrieb ich vom Film „Zero Days“ aus den USA. Darin geht es um Stuxnet. Der Wurm, der die iranische Wirtschaft angreifen sollte und sich verselbständigt hatte. Der war ja nur ein Teil einer großen Operation. Und hier könnte man jetzt einhaken.

Angeblich bereiten die USA einen großen Militär-Schlag gegen den Islamischen Staat vor. Offenbar soll mithilfe eines größeren Cyberangriffs die Kommunikation des Terror-Netzwerks gestört werden und gemeinsam mit irakischen Streitkräften und kurdischen Einheiten die Stadt Mossul zurück erobert werden.

Man setzt dabei vornehmlich auf die Störung der Kommunikation. Wenn die einzelnen Entitäten nicht miteinander reden können, werden sie geschwächt. Klingt banal, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen. Jedenfalls ist das das wichtigste Element der Aktion. Mossul scheint hier dann eine entscheidende Rolle zu spielen.

Am Ende läuft es darauf hinaus, dass zentrale Server mit DDOS-Attacken dazu gebracht werden sollen, dass sie zusammenbrechen. Scheinbar kann man aber so nicht komplett die IS-Infrastruktur ausschalten. Es kommt auf die weitere Zusammenarbeit an. Und hier wollen US-Dienste, irakische Armee und kurdische Truppen irgendwas zusammen machen.

Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass der Krieg im Internet tobt. Wer immernoch denkt, dass man von ihm nichts wollen könnte und man ja nicht zu verbergen hätte, lebt in einer Traumwelt. Es werden weltweit Computer und Smartphones gekapert, um deren Rechenkapazität für solche Dinge wie Angriffe gegen andere Organisationen zu nutzen. Die Nutzer der Computer bekommen davon nicht wirklich viel mit.

Mich würde es nicht wundern, wenn die Unmassen an Schadsoftware, die immer wieder bekannt werden, nur ein Teil des „Großen Ganzen“ sind. Wer weiß, was die ganzen Viren, Würmer, Trojaner und Co. noch alles mit sich herumtragen. Es ist doch denkbar, dass da noch viel mehr auf die einfachen Nutzer zukommt. Der Kampf gegen den Terror ist gut und schön. Und dass Kommunikationswege abgeschnitten werden, auch. Dabei sind Nutzerdaten eher nur hinderlich. Deshalb könnten noch mehr Rechner gekapert werden. Oder was denken Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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