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Das Ärgernis namens Google Bildersuche

Die Bildersuche bei Google ist für jeden Webseiten-Betreiber ein einziges Ärgernis. Es gibt die Diskussion, ob das Alles rechtlich einwandfrei ist. In jedem Fall ist diese neu aufgestellte Bildersuche ärgerlich, weil Google selbst keine Belastung, aber Nutzen hat. Webseiten hingegen haben die Belastung, aber unter Umständen keinen Nutzen. Und ganz nebenher fragt man sich: Darf das Google überhaupt?

Oben haben Sie einen Screenshot, wie denn die Bildersuche bei Google jetzt aussieht. Das Bild ist eins aus meinen Artikeln. Darum herum sehen Sie weitere Bilder aus Artikeln hier im Blog. Alle aufrufbar über die Google Bildersuche. Eigentlich sollte mich das freuen. Tut es aber nicht. Denn es ist nun einmal so, dass niemand mehr meine Webseite aufrufen muss, um das Bild zu sehen. Die Belastung für das Aufrufen des Bildes liegt aber dennoch auf dem Server, auf dem sich meine Webseite befindet. He, Google, das ist unfair.

Nebenher ist es so, dass jeder das Bild speichern und verteilen kann, ohne dass man mich fragen muss. Wie ist denn da die rechtliche Frage beantwortet? Auch für meine Bilder gilt das Urheberrecht. Sofern es meine Bilder sind, stehen die unter Creative Commons Lizenz, wie es in der Seitenleiste zu sehen ist. Das wird aber niemandem mitgeteilt, der meine Bilder nur über die Bildersuche aufruft. Man denkt sich dann vielleicht: Geiles Bild, das speichere ich mir und schick das mal zu Facebook. Nein, das tut man nicht, ohne meinen Namen zu nennen. Aber woher soll man das wissen bei der Bildersuche?

Da kann Google noch so sehr dran schreiben, dass das Bild womöglich dem Urheberrecht unterliegt. Das überliest man schnell mal. Ich mache ja auch niemandem einen Vorwurf, weil das eben so einfach suggeriert wird. Freilich, neben dem Bild ist ein Link zu meinem Artikel. Und ein Klick auf das Bild führt den Nutzer auch zu meinem Artikel. Aber neben dem Bild findet man auch den Button „Bild ansehen“ und „Teilen“. Wer sagt denn, dass das rechtlich alles so einwandfrei ist, was da Google macht?

Über die Google Bildersuche habe ich auch mal nach mir geschaut. Klar, es sind Bilder hier aus dem Blog zu sehen. Aber woher wollen Sie anhand der Bildersuche erkennen, ob SIE das Bild weiter verwenden dürfen? Das steht ja dort nicht dabei. Das steht aber unter dem Bild im jeweiligen Artikel. Und es ist nun einmal so, dass nicht jedes Bild von mir ist und für manche Bilder auch gesonderte Lizenzen vereinbart wurden. Das können Sie dann ja nicht wissen. Ihnen wird aber suggeriert, dass Sie das Bild weiter verteilen dürfen. Und genau das ist falsch.

Klar, ich könnte dem entgegen wirken, dass ich in einer Datei namens „robots.txt“ unterbinde, dass die Bilder gefunden werden. Aber warum soll ich das tun? Wieso kann sich Google nicht einfach ans Urheberrecht halten? Klar, weil der Gigant auf Verunsicherung und Untätigkeit setzt. Ach, dann soll ich auf andere Suchmaschinen setzen, um im Internet zu suchen. Aber dann eben nicht Bing, weil die auch nicht besser sind. Fakt ist: Anhand des Urheberrechts dürfen das die Suchmaschinen-Riesen nicht. Sie machen es aber dennoch, weil die Gegenwehr der Rechteinhaber zum Nachteil für sie werden würde.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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