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Den Blog besser lesbar machen?

Blogs werden gelesen, das ist erst einmal Fakt. Aber eben nur der jeweils aktuelle Artikel, wenn man nicht noch ältere Artikel mit verlinkt. Ich habe da auch so die Vermutung, dass das so ist. Da kann man noch so sehr mit weiterführenden Informationen, verwandten Artikeln, related Posts glänzen – es bleibt einfach mal dabei. Es sei denn, ältere Artikel werden über Suchmaschinen gut gefunden. Aber es geht immer mal die These herum, dass das nur Glücksfälle sind. Man solle auf mehr Dinge das Auge lenken. Dazu muss ich mal was aufschreiben.

Ich bezeichne meine Schreiberei nun nicht unbedingt als den Stein der Weisen. Ich schreibe eben einfach das, was mir so in den Sinn kommt. Trotzdem scheinen meine Artikel die Leser anzuziehen. Das freut mich natürlich. Und es ist auch sehr schön, dass auch Artikel immer wieder Anklang finden, die ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Trotzdem ist ja ein Blog immer eine Baustelle, und man fragt sich der öfteren, was man da nicht alles verbessern kann. Und da habe ich jetzt die These gelesen, dass die Navigation schuld daran sein könnte, wenn Leser sich nach dem Lesen eines Artikels wieder trollen.

Ich meine, ich kann mich nicht beschweren. Seitdem ich das Code-Snippet von Google Analytics angepasst habe und somit die ganzen Bots beim Abspringen nicht mehr gewertet werden, hat sich meine Absprungrate deutlichst verbessert. Insofern besteht eigentlich kein Handlungsbedarf. Aber ich lasse trotzdem mal meine Gedanken spielen, was die Menü-Geschichte betrifft.

Ich reflektiere mal, wie ich mich auf Webseiten verhalte. Egal, wie ich auf die Seite gelange, ich will mich zurecht finden. Und da ist es nicht von der Hand zu weisen, dass ein gut aufgebautes und logisches Menü, das ich auch noch leicht finden kann, die Sache erheblich vereinfacht. Ich denke, dass man dabei aber größtenteils auf irgendwelche Wow-Effekte getrost verzichten kann. Denn eigentlich will sich der Leser ja nur besser zurecht finden.

Ja, das geht auch gut mit Schlagworten. Ich hatte lange Zeit eine Schlagwort-Wolke in der Seitenleiste. Ich verzichte aber auch seit längerem darauf, weil ich denke, dass hier auch ein Engpass in der Geschwindigkeit meiner Seite liegen könnte. Vielleicht führe ich die wieder ein, wenn ich dann wirklich mal umgezogen bin. Aber momentan glaube ich nicht, dass die zwingend notwendig ist, damit ein Leser auf meiner Seite klar kommt. Ich kann mich da aber auch irren.

Was aber in meinen Augen sinnvoll erscheint, ist eine höheren Gewichtung der Kategorien. In meinen Augen gilt ein Grundsatz, der auch vor Jahren schon Bestand hatte: Kategorien müssen, Schlagwörter können. Aus diesem Grund habe ich meine Seitenleiste wieder um den Bereich „Rubriken“ erweitert, wie Sie seit heute sehen können. Ich werde da einmal schauen, ob das Ganze in irgendeiner Weise genutzt wird.

Mir geht es darum, dass sich ein Leser hier im Blog möglichst gut zurecht findet. Nicht, weil ich unbedingt die Leute hier auf der Seite halten will. Klar, das spielt schon eine Rolle. Aber es geht doch hauptsächlich darum, dass man als Leser nach dem Lesen eines Artikels nicht denkt „Und jetzt?“ – Und da möchte ich mal schauen, wie das zu realisieren ist.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Den Blog besser lesbar machen?

  1. Naja, da Du (ich darf doch Du sagen, oder?) mich ja schon verlinkst, kann ich auch mal persönlich vorbei schauen und was zum Thema schreiben. Generell kann man sagen, dass die Bereitschaft der Leser sich auf einem Blog länger aufzuhalten – eventuell sogar zu interagieren – und den über Google entdeckten Blog eventuell sogar als Favorit abzuspeichern immer mehr nachlässt. Es gibt einfach zu viele Blogs, und Blogbetreiber, die glauben mit ein paar zusammen gewichsten Sätzen könnte man gut vom bloggen leben – und auch wenn viele richtig schlecht sind und nichts weiter veröffentlichen als mit Paste and Copy abgekupferten Inhalt der Herstellerseite – sie treten trotzdem in Konkurrenz mit den unabhängigen und selbst recherchierenden Bloggern. Ein normaler User wird aber solche Blogs nicht unbedingt erkennen – er sucht einfach nur Informationen zu einem Produkt X – und wenn auf 20 durch den Hersteller finanzierten Webseiten unisono steht, dass das Teil toll ist, dann ist er genug beeinflusst um ein Schrottgerät zu kaufen.
    Dazu kommt ein weiteres Phänomen, welches was ich glaube Einfluss auf das Verhalten der Leser hat. Die Empathiefähigkeit lässt durch den ständigen Gebrauch von Smartphones und sozialen Netzwerken, in denen alles unpersönlich ist, immer stärker nach. Früher wurden tatsächlich noch über 100 Kommentare pro Beitrag auf dem Blog geschrieben. Das ist lange vorbei! Ich habe nur noch eine Handvoll Stammleser die kommentieren. Dafür melden sich seit Monaten vermehrt bei mir nur Spammer mit email-Adressen aus .ru an, die billiges Viagra anbieten möchten oder auf irgendwelche Webseiten mit Erwachsenenunterhaltung umleiten möchten. Deshalb habe ich eine Zwangsregistrierung einführen müssen, was die wenigen Kommentarwilligen eventuell abschreckt. Ebenso verwechseln viele User den Blog mit einem sozialen Netzwerk. Doch da gibt es einen Unterschied: Der Content in sozialen Netzwerken ist überwiegend Müll und erinnert an den riesigen Plastik-Müllstrudel im Ozean, der immer größer wird, weil alle immer weiter Müll hineinwerfen aber keiner den Müll rausfischt. Wenn Du es also als Blogger nicht schaffst die Kernaussage deines Blogbeitrags auf ein Katzenbildchen zu schreiben, wird der Beitrag gar nicht mehr gelesen. Manchmal könnte man glauben, dass ein Testbericht für Facebook User ungefähr so klingen müsste: „Jau cool – kannse kaufen“ – mehr Text verwirrt die nur und führt zu der bekannten Blogfluchtreaktion.
    Wie gesagt: der Punkt der Navigation ist etwas, über das man auch nachdenken sollte. Er ist aber in der ganzen Problematik nur ein kleines Puzzleteil von vielen.. ;-)
    Mit besten Grüße aus dem Ruhrpott

    1. Ja, nun, ich blogge zu lang, um so blauäugig zu sein, dass ich denke, mein Blog wäre der Nabel der Welt. Aber es stimmt schon, dass das einige Blogger so machen. Die kopieren sich einfach die Sätze von Blog A, B, C, D und E und sortieren die einmal neu. Dann lassen die ein paar AdSense-Banner fallen und glauben, reich zu werden. Ich glaube schon, dass das ein Problem ist.
      Richtig, der normale Leser hat eine Frage und findet die Antwort auf Blog A. Komisch wird es nur, wenn der gleiche Leser genau die gleiche Antwort auf Blog B, C, D und E findet. Nur dass die Sätze anders kombiniert sind. Aber der Leser findet das nicht weiter seltsam, denn die Frage konnte ja beantwortet werden.
      Ach, die lieben Spammer. Ich lasse alles relativ kategorisch wegsortieren. Plugins sind da ein Segen. Aber sonst muss ich mich auch an die eigene Nase fassen: Die Empathie hat wirklich nachgelassen, auch bei mir. Deshalb antworte ich nicht mehr auf jeden Artikel. Trotzdem will ich nicht auf Zwangsregistrierung setzen. Das wäre nicht gut bei mir, habe ich so im Gefühl.

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