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Dieses Internetz - Icons sozialer Netzwerke - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Dieses Internetz - Icons sozialer Netzwerke - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Digitale Entschlackung: Leben ohne soziale Netzwerke?

Ist ein Leben ohne soziale Netzwerke möglich, wenn man jahrelang diese Dinge genutzt hat? Was wäre, wenn wir uns von Facebook, Twitter oder Instagram trennen? Nein, falsch. Nicht „oder“ sondern „und“ wäre richtig. Für viele ist das nicht nachvollziehbar. Ich habe Leute kennengelernt, die einfach ohne soziale Netzwerke nicht mehr über den Tag kommen. Wenn mal über Stunden ihr favorisiertes Netzwerk nicht funktioniert, zeigen die schon Entzugserscheinungen. Verrückt, oder? Wie wäre das Leben, wenn man sich ratzfatz von den sozialen Netzwerken verabschieden würde?

Machen wir doch einfach mal so eine digitale Entschlackungskur. Stellen wir uns einfach mal vor, wie der Alltag aussehen würde, wenn wir uns bewusst von den Timelines des Internets verabschiedet haben. Es ist ja erstmal ein Fakt, dass der Mensch produktiver ist, wenn die digitalen Klowände keine Rolle spielen würden. Mit anderen Worten: Wer nicht abgelenkt wird, schafft mehr. Aber am Ende ist das doch nicht alles. Der Mensch besteht ja nun nicht nur aus Arbeit. Wir haben ja auch ein Privatleben.

Klar, wenn ich mich von Facebook, Twitter, Google+ verabschieden würde, würde mir einiges verloren gehen. Vor allem bei Twitter. Ich habe es so oft schon geschrieben: Über Twitter bin ich schnell informiert und kann auch schnell Strömungen folgen. Facebook ist für mich absolut zur maximal zweiten Geige geworden. Ja, man steht lose mit Leuten in Kontakt, und meine Facebook-Seite befülle ich auch. Aber damit hat es sich. Und Google+ spielt fast gar keine Rolle, weil Google zu wissen glaubt, in welcher Reihenfolge ich welche Beiträge verfolgen will.

Ich habe quasi ständig Twitter auf. Das ist aber durch oben auch schnell begründet. Mir würden viele Sachen abhanden kommen. Manchmal muss man als Blogger auch mal schnell auf irgendwas reagieren. Wenn ich Zeit habe, lese ich auch bei Twitter und gebe mal meinen Senf ab, aber eben nicht ständig. Tja, und meine Artikel verteile ich über meine Kanäle in den sozialen Netzwerken. Das sind quasi die Gründe, warum ich soziale Netzwerke nutze. Würde mir etwas fehlen, wenn ich die Dinge nicht mehr nutzen würde?

Wahrscheinlich. Ich würde mich daran gewöhnen, kein Ding. Es ging ja in diesem „Damals“ auch ohne. Also alles kein Problem. Der Horst hatte das ja auch mal gemacht. Aber irgendwie ist er zumindest bei Twitter nicht ganz konsequent gewesen. Wahrscheinlich wäre das auch bei mir der Fall, weil mir Twitter einfach zu wichtig ist. Aber man sagt sich so oft: Naja, eine Tageszeitung tut es auch. Aber dann ziehen es viele dennoch nicht konsequent durch.

Da stellt sich mir die Frage, ob der Mensch tatsächlich so auf soziale Netzwerke geeicht ist. Ich meine, ich kenne einen Haufen Leute, die sehr gut ohne Facebook, Twitter und den ganzen anderen Kram klar kommen. Ich denke, soziale Netzwerke machen irgendwas mit dem Menschen. Ich habe es selbst beobachtet, dass man schneller in Rage gerät. Man lässt sich sehr schnell auf irgendwas ein. Und vor dem Display kann einem niemand körperlich etwas tun. Ich denke, die sozialen Netzwerke sind eine Art Ausguss für überschwellige Energie der einzelnen Nutzer.

Und das könnte es sein, was die sozialen Netzwerke unverzichtbar macht, wenn man sie einmal für sich entdeckt hat. Aber am Ende müssen wir wirklich sagen: Es schadet überhaupt nichts, sich hin und wieder digital zu entschlacken und die sozialen Netzwerke einfach mal bleiben zu lassen. Es ist ja mittlerweile fast Sommer, da kann man die Zeit auch anders verbringen. Und das ist auch ganz gut so. Man muss ja nicht auf die Dinge verzichten. Aber so völlig von ihnen sollte niemand abhängig sein. Oder sehe ich das falsch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Digitale Entschlackung: Leben ohne soziale Netzwerke?

  1. Hallo Henning,
    nun, ich nutze auch Twitter, Facebook und G+ und bin damit zufrieden. Aber die Arbeit in Social Media überwiegt mein Blogging nicht und solange es so ist, ist alles bestens. Es wird nicht noch mehr kommen, dass ich nur noch Social Media für die Nummer One halte, aber immer mal ein bisschen und dann ist es auch schon gut.

    Ich nutze SocialMedia, weil es meinen Blogs etwas bringt und so soll es auch sein. Dass ich darauf ganz verzichten kann, kann ich dir nicht sagen, vermutlich nicht mehr. Social Friends habe ich welche und sie kommen auch meine Projekte besuchen. Solange der Nutzen da ist, dann ist alles gut. Aber auch so gesichtet, verweile ich bei Facebook nicht sehr lange, denn es will noch gebloggt werden.

    Ich promote halt meine Inhalte in SocialMedia und teile auch mal fremde Inhalte in meinen Kanälen. Für mehr habe ich keine Zeit, weil eben auch andere Dinge erledigt werden wollen.

    Als Fazit kann ich gerne behaupten, ich werde auf Social Accounts nicht mehr verzichten wollen, weil diese mich als Blogger etwas nach vorne bringen. Aber davon abhängig sind meine Blogs bei Weitem nicht.

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