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Downloading Future - (C) Geralt Altmann via pixabay.de Downloading Future - (C) Geralt Altmann via pixabay.de

Download-Button – Google warnt bei möglicher Irreführung

Mal schnell eine kostenlose Software herunterladen, geht ja ganz fix. Aber so schnell hat man sich dann eben auch unliebsame Gäste gefangen. Mal schnell auf einen Download-Button geklickt, damit man die Software schnell installieren kann. Und plötzlich verhält sich der Computer ganz merkwürdig. Man hat sich durch einen mutmaßlich harmlosen Download einer kostenlosen Software Viren eingefangen. Davor will Google nun warnen. Google als Werbeblocker. Das finde ich gut.

Ich bilde mir ein, dass ich im Normalfall weiß, was ich im Internet mache. Aber auch ich bin auf einen irreführenden Download-Button hereingefallen. Plötzlich hatte sich der neu gekaufte und neu installierte Computer meiner Mutter nach der Installation von Libre Office seltsam verhalten und hat komische Fenster im Browser geöffnet. Ich hätte eben doch erst einen Werbeblocker installieren sollen, dann wäre das nicht passiert.

Jedenfalls ist es mir passiert, dass ich auf einen Download-Button einer Seite, die wie die Libre Office Seite aussah, geklickt habe und meiner damit völlig überforderten Mutter einen oder mehrere Viren eingehandelt hatte. Dagegen will nun Google vorgehen. Ich meine, solche irreführenden Download-Links gibt es schon etliche Jahre. Aber es ist gut, dass der größte Suchmaschinen-Betreiber und Anbieter des Browsers Chrome da klare Kante zeigt. Oder zumindest so halb.

Über Werbung werden diese Buttons auch ausgespielt. Und so gelangt man zu möglicherweise schädlicher Software und kann enorme Schwierigkeiten bekommen. Und das gilt für alle Betriebssysteme. Google warnt ja vor schädlichen Webseiten und Downloads, wie bekannt ist. Nun gehen sie einen Schritt weiter und wollen Seiten blockieren, die Werbung anzeigen, die diese irreführenden Buttons anzeigen. Ob es nun die angeblich gesuchte Software ist oder ein hach-so dringend benötigtes Treiber-Update – das will Google unterbinden.

Es ist aber leider so, dass Google selbst dafür mitverantwortlich ist, dass es solche Buttons gibt. Der Riese liefert die über das weltweit verbreitete AdSense-Programm aus, das auf unzähligen Webseiten Werbung anzeigt. Und darunter befinden sich eben auch solche Buttons. Es ist zwar löblich, dass sie dagegen vorgehen wollen und Webseiten, die diese Buttons anzeigen, ggf. sperren wollen. Aber wenn sie selbst die Buttons gar nicht erst ausliefern würden, wäre das doch viel dienlicher.

Jetzt könnten Webseiten-Betreiber natürlich auch auf die Idee kommen und von AdSense weggehen. Ich weiß nicht, wie es bei meinen Stammlesern aussieht, wenn sie meine Seite ohne Werbeblocker aufrufen. Es sollte ein dynamisches Werbefeld existieren und ein Bild von meinem Hoster Alfahosting. Dieses Werbefeld kommt von meinem Werbepartner Adiro (Partnerlink) und kann ein großes (300 x 250 Pixel) oder 3 schmale Werbebanner enthalten. That’s it. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass jemals solche Download-Buttons hierüber ausgeliefert wurden.

Wenn nun Webseiten-Betreiber AdSense den Rücken kehren durch solche fragwürdigen Methoden, würde vielleicht auch die Welt ein wenig gerade gerückt werden. Und dann sollte sich der Riese Google selbst an die Nase fassen. Nicht alles, was sie tun, ist ohne Hinterfragen zu begrüßen. Dass sie gegen diese Gauner mit ihrer Huckepack-Software vorgehen, ist gut. Aber sie sollten auch bei sich aufräumen, oder etwa nicht?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Download-Button – Google warnt bei möglicher Irreführung

  1. Pingback: google button download | bruinrow

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