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Einen Aufgabenplaner wie Todoist braucht man nie, oder?

Ich habe angefangen, meine Aufgaben zu planen. Spektakulär, oder? Planen kann man doch seit ewigen Zeiten. Das mag stimmen. Aber ich Chaot scheiterte. Ich hatte mir immer vorgenommen, meine Zeit, die mir zur Verfügung steht, besser einzuteilen. Tja, es blieb lange Zeit bei diesem Vorhaben. Denn wer braucht denn schon eine Aufgabenplanung? Ich doch nicht, habe ich mir gesagt. Erst recht nicht mit einer App. Wo kommen wir denn da hin? Aber es kam anders. Ich habe mich mal mit Todoist beschäftigt. Der entscheidende Auslöser war dieser Artikel.

Wer wie ich einiges zu erledigen hat, wird wohl um so etwas wie eine sorgfältige Planung nicht herum kommen. Ich hab mir ja immer gesagt, dass ich das sonstwie eingetütet bekomme. Ich muss doch da kein Hilfsmittel hernehmen. Aber nachdem ich immer wieder irgendwas verschwitzt hatte, weil ich Verpflichtungen eben irgendwo aufgeschrieben hatte, musste eine andere Lösung her. Und als echter Chaot, der ich nun mal bin, habe ich einen geschäftlichen Kalender, einen privaten Kalender und noch einiges mehr. Damit musste Schluss sein.

Denn wenn es dann dazu kommt, dass man Ärger auf sich zieht, weil man Termine nicht einhält, ist das eine doofe Sache. Aus dem Grund habe ich schon länger nebenher mit diversen Dingen herumgespielt. Am Ende bin ich aber irgendwie bei Todoist hängen geblieben. Wie gesagt, der Auslöser war der oben verlinkte Artikel. Dort ist auch die Rede davon, dass die schlichte Optik ein deutlicher Pluspunkt ist. Und das kann ich nur bestätigen. Irgendwie habe ich noch keinen Kalender gesehen, bei dem ich mit der Optik wirklich zufrieden war. Das ist bei Todoist irgendwie anders.

Ich habe erstmal ganz lapidar angefangen. Sicher, man kann das auch weiter aufdröseln. Aber ich bin ja erst im „Lernprozess“. Ich will ja gern das dritte Mal meine chaotische nicht-Planung ansprechen. Jedenfalls ist das schon so ziemlich alles in der Web App von Todoist. Wie gesagt, es ist alles schön schlicht gehalten. Und das macht es auch aus. Links oben ist so eine Art Favoritenbereich mit einem Eingang, wo man Aufgaben einstellen kann, den Aufgaben für heute und für die nächsten Tage.

Darunter gibt es Projekte. Darin sortiere ich meine Aufgaben ein. Wie man sieht, habe ich eine private Aufgabe, drei für meinen Job, zwei für den Blog und zwei, die für später geplant sind. Für jede Aufgabe kann ich Unteraufgaben definieren. Und ich kann mit Kommentaren hinterlegen, was dort zum Beispiel mit der Aufgabe erreicht werden soll. Klar, ich kann auch Termine festlegen. Und was schön ist: Ich kann Etiketten festlegen, um dann filtern zu können.

Gerade, wenn ich mir so meinen Job anschaue, dann sind es doch über den Tag verteilt viele kleine Aufgaben. Um die unter einen Hut zu bekommen und so, muss man das schon irgendwie sinnvoll planen. Ebenso, was meinen Blog betrifft, Arzttermine, private Vorhaben und so weiter. Mit dem Todoist kann man sich da die Planung wirklich erleichtern. Ich wollte das dem Dennis, der den oben verlinkten Artikel geschrieben hat, erst nicht glauben. Aber es ist wirklich so. Und der Todoist macht auch was mit dem Karma.

Karma ist ja so ein spirituelles Ding. Wenn ich gute Dinge mache, kann sich das positiv in der Zukunft und im nächsten Leben (als Katze oder Goldfisch oder so) auswirken. Im Todoist bekommt man für seine Taten – also die erledigten Aufgaben – Karma-Punkte. So bekommt man dann auch das gute Gefühl, dass das gut war, mit dieser Art Planung anzufangen. Jetzt ist das natürlich Quatsch. Aber es ist halt etwas für das gute Gefühl.

Das System funktioniert ungefähr so: Was immer ich mache, kann mit Karma-Punkten belohnt werden. Man erhält Punkte für das Anlegen und Abarbeiten von Aufgaben. Und es gibt auch verschiedene Levels. Um in ein höheres Level aufzusteigen, muss man die Aufgaben abarbeiten und dann als erledigt abhaken. Eigentlich eine Spielerei, aber wenn wir uns das mal genau überlegen, dann ist es ja so, dass man ja auch ohne dieses Punktesystem ein gutes Gefühl hat, wenn man wieder etwas geschafft hat.

Das klappt natürlich nicht, wenn man so eine chaotische Planerei hatte wie ich. Wie soll denn da irgendwas – auch noch fristgemäß – abgearbeitet werden können? Jetzt lege ich mir halt meine Aufgaben an und schaffe so irgendwie mehr. Das ist doch auch schon ein Erfolg, oder? Ob ich das allerdings konsequent durchziehe, weiß ich noch nicht. Hierzu lasse ich mich mal von meinem chaotischen Ich lenken.

Ja, ich habe eine Premium-Version von Todoist. Die gab es zu meinem Smartphone dazu. Für ein Jahr. Also kann ich das erstmal so lang nutzen. Ob man nun unbedingt eine Premium-Version braucht, muss jeder selbst entscheiden. Ich laufe hier auch keine Werbung, aber ich denke, dass 29 Euro im Jahr laut Webseite nicht zu viel für eine vernünftige Planung sind. Aber wie gesagt, das muss jeder selbst wissen.

Was machen Sie eigentlich, um all ihre Verpflichtungen überblicken zu können? Ich weiß, es gibt unzählige Möglichkeiten. Und deshalb gibt es hier auch die unterschiedlichsten Auffassungen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch andere Systeme. Mich hat der Todoist erstmal überzeugt. Mal ehrlich: Ohne eine Aufgabenplanung kommt man ja nun nicht mehr zurecht. So kommt auch ein Chaot wie ich mit Terminen und Verpflichtungen zurecht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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