eM Client – Email-Organisation wie mit Outlook

em_client

Microsofts Outlook ist ja der Platzhirsch unter den Email-Programmen. Aber es kostet eben auch. Deutlich günstiger geht es mit dem eM Client. Und das Schöne an der Software ist, dass das Programm irgendwie ähnlich zu Outlook wirkt. Man findet die Funktionen, die Outlook bietet an ähnlicher Stelle wieder. Und so kann man – zumindest im Privat-Umfeld – Emails so organisieren, wie man es im Büro vielleicht mit Outlook gewöhnt ist. Damit fühlt sich jeder, der mit Emails zu tun hat, gut aufgehoben.

Ich gebe zu, der „eM Client“ sagte mir erstmal so gar nichts. Ich bin über das Programm gestolpert, als ich bei einem befreundeten Blogger ein wenig gelesen habe. Er nutzt den eM Client, um seine Emails von Google Mail / GMail organisieren zu können. Das geht nun mal nur bedingt online. Und das stelle ich ja auch fest. Als Blogger muss man ja verschiedene Email-Adressen benutzen, um für unterschiedliche Belange die Email-Ströme im Griff zu haben. Und das klappt online nur schlecht.

Ich nutze über meinen Hoster Alfahosting (siehe Bild in der Seitenleiste) zu meiner Domain einige Email-Adressen. System-Benachrichtigungen, die Standard-Mail für den Webmaster, meine Korrespondenz rund um den Blog und eben auch Privatkram. Natürlich könnte ich den Webmailer von Alfahosting nutzen. Der funktioniert tadellos. Aber auf Dauer wird es eben etwas unübersichtlich. Deshalb ist das auf Dauer keine Option für mich.

Alternativ habe ich auch eine Email-Adresse als Microsoft-ID. Also nutze ich Outlook.com. Dort habe ich freilich meine Email-Adressen zu meiner Domain mit eingebunden. Auch das funktioniert völlig störungsfrei. Das ist eben so, wenn man Microsoft-Produkte nutzt. Aber die Email-Adressen meiner Domain sind nur per IMAP eingebunden. Das bedeutet, dass sie auf dem Server nicht gelöscht werden. Und so muss ich dann doch öfter man auf den Webmailer zurückgreifen und die Emails, die ich nicht aufheben will, dort löschen.

Das ist mir auf Dauer alles etwas unübersichtlich. Es muss also ein Desktop-Programm herhalten. Mein Gedanke war, dass ich da eins nutzen möchte, das sowohl IMAP (Emails bleiben auf dem Server) als auch POP3 (Emails werden heruntergeladen) unterstützt. Aber so richtig hatte ich nichts gefunden, das mir adäquat erschien. Der Thunderbird, den ich jahrelang genutzt hatte, kam für mich nicht mehr infrage, weil der nicht mehr so funktionierte, wie ich gewohnt war.

Und dann las ich mehr zufällig von dem „eM Client“ im oben verlinkten Artikel. Und also lud ich den runter und installierte ihn. Danach ging es an die Einrichtung der Konten. Das Programm unterstützt mehrere Konten. Alle bekannten Email-Anbieter werden mit dem von Outlook bekannten AutoDiscover unterstützt. Das heißt, dass die Email-Adresse und das Passwort bekannt sein müssen, aber keine Server-Informationen. Und per Auswahl des Anbieters werden die richtigen Parameter gesetzt. Natürlich geht das nicht bei meiner Domain, da muss ich das manuell machen. Aber auch das klappte auf Anhieb.

emclient_setup_email

Und so verwalte ich nun also die Email-Adressen meiner Domain und GMail mit diesem tollen Programm. Ich will nur mal darauf hinweisen, dass der „eM Client“ tatsächlich in einer kostenfreien Version kommt. Natürlich gibt es auch eine Premium-Version. Das kann man ja alles nachlesen, es gibt da kein Geheimnis. Das Programm arbeitet mit Exchange Server, Apple Server, EGroup Ware, IceWarp Server, Office 365, iCloud, Outlook.com und GMail auf der Premium-Seite zusammen. All das funktioniert nach dem Prinzip ActiveSync / Autodiscover.

Im privaten Sektor reicht es vollkommen aus, eine Gratis-Lizenz zu nutzen. Dazu lädt man sich einfach den Installer herunter und richtet sich wie oben die Email-Adresse ein. Das Preismodell ist sehr einfach gehalten. Und jeder, der mit Outlook bisher gearbeitet hat, aber die hohen Preise bemängelt, wird den „eM Client“ lieben. Wie gesagt, ich kannte das Programm bis zum oben verlinkten Artikel nicht. Aber ich kann es durchaus empfehlen.

Über Henning Uhle
Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Kommentare

  1. ich nutze den eM-Client (neben Thunderbird) auch schon länger. Nette Funktion ist, dass er optisch anpassbar ist und fast so in die Richtung Outlook geht. Ich verwalte da 2 Konten drüber, die man in der Gratis-Version zur Verfügung hat. Der Client arbeitet gut und Kalender und Adressverwaltung bringen soweit alles mit, was man braucht. Es gibt auch regelmäßige Updates. Alles in Allem bin ich zufrieden.

    Antworten
  2. […] habe festgestellt, dass der alternative Email Client namens „eM Client“ das tut, was er soll. Auch mit outlook.com und wie sie alle heißen. Natürlich wird Microsoft nicht auf […]

    Antworten

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.