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WhatsApp - (C) MIH83 CC0 via Pixabay.de WhatsApp - (C) MIH83 CC0 via Pixabay.de

EU-Kommission: Facebook hat bei WhatsApp-Übernahme betrogen

Betrug! Facebook hat betrogen! Und wir haben es alle geahnt. Oder so. Die EU-Kommission hat das jetzt jedenfalls auch irgendwie so bekannt gegeben. Facebook hat sie wohl alle an der Nase herumgeführt, nur um WhatsApp übernehmen zu können. Ja, isses denn! Der Vorwurf lautet: Facebook hat mit der Behauptung getäuscht, dass ein automatischer Abgleich der Benutzerdaten zwischen Facebook und WhatsApp nicht möglich sei. Und dann haben sie es doch gemacht und ein paar hinter die Ohren bekommen.

Ein verlässlicher Datenabgleich sei nicht möglich, gab das Unternehmen 2014 an, als die Übernahme geprüft wurde. Und dann kam in diesem Jahr die neue Datenschutzrichtlinie von WhatsApp um die Ecke, die dann Werbenachrichten ermöglichte. Und es kam zu eben jenem Abgleich. Facebook kann angeblich mit den Daten aus WhatsApp noch gezielter Werbung ausspielen. Das Problem dabei ist ohne Zweifel: Plötzlich wurden auch alle WhatsApp-Nutzer relevant, die gar kein Facebook nutzen. Plötzlich wurde alles infrage gestellt.

Die Europäische Kommission, in Person von Wettbewerbskommissarin Vestager, gab im Jahr 2014 feierlich ihren Segen zur Übernahme in Höhe von satten 19 Milliarden US-Dollar, weil man die Zusage von Facebook, nämlich Mark Zuckerberg, hatte, dass es zu keinem Austausch von Daten zwischen beiden Diensten kommen würde. Genau das passiert aber jetzt. Und genau das ist die Täuschung. Und eigentlich auch der Betrug. Der muss meiner Meinung nach einschneidende Konsequenzen haben. Aber was wird passieren?

Strafen soll es geben. Mehr nicht. 1% des Jahresumsatzes. Und wird das den blauen Riesen interessieren? Nein. Die Übernahme wird auch nicht rückabgewickelt. Denn bei dem Akt gab es noch eine ganze Menge weiterer Aspekte. Dennoch ist es am Ende durchaus relevant für den Datenschutz, was Facebook mit den Daten aus WhatsApp anstellt. Daten sind das neue Rohöl. Man kann sie fördern und verarbeiten oder aber weiter verkaufen. Jetzt wird auch klar, warum Facebook für diesen Messenger so unfassbar viel Geld auf den Tisch gehauen hat. Und deshalb sollte man wechseln, denke ich. Und Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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