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Facebook: Abonnenten können die Reichweite von Bloggern erhöhen

Facebook, die undurchschaubare Macht. Als Betreiber einer Facebook-Seite stellt man seltsames fest, und das kann man Abonnenten durchaus mal erzählen. Denn es geht um die Reichweite einer Facebook-Seite. Ich habe das auch schon festgestellt. Und eigentlich ist es kein Geheimnis, dass das so funktioniert. Da aber viele Abonnenten von Facebook-Seiten gar nicht wissen, dass das so geht, muss man darauf einfach nochmal eingehen.

Meine Facebook-Seite haben 65 Facebook-Nutzer abonniert. Ich mache für sie nicht großartig Werbung. Dass ich irgendwelche Bettel-Fenster über meine Webseite lege, die dazu auffordern, doch meine Facebook-Seite zu abonnieren, würde mir nie und nimmer in den Sinn kommen. Sonst aber hätte ich vielleicht noch ein paar mehr Abonnenten. Aber anhand dieser Abonnenten kann man schon einmal etwas feststellen.

  • Ein dort geteilter Artikel meines Blogs ohne irgendeine Interaktion: 7 – 10 erreichte Personen
  • Ein dort geteilter Artikel meines Blogs mit einer Gefällt-mir-Angabe: 15 – 30 erreichte Personen
  • Ein dort geteilter Artikel meines Blogs mit mehreren Gefällt-mir-Angaben: 70 – 100 erreichte Personen
  • Ein dort geteilter Artikel mit einem oder mehr Kommentaren: 100 – 300 erreichte Personen
  • Ein dort geteilter Artikel, der weiter geteilt und dann kommentiert und mit „gefällt mir“ markiert wird: mitunter 2000 – 3000 erreichte Personen

Man kann da jetzt sagen, dass Facebook sozusagen die Beiträge auf Facebook-Seiten antestet. Wäre das nicht so, würden diese Artikel auf meiner Seite immer so viele Personen erreichen, wie ich Abonnenten habe, also 65 und nicht 10. Wird einmal auf „Gefällt mir“ geklickt oder irgendwas mit dem Beitrag dort auf meiner Facebook-Seite getan, erhöht sich die Anzahl der erreichten Nutzer, weil dann Facebook „denkt“, dass der Beitrag auf der Seite vielleicht ganz gut ist und vielleicht noch mehr Nutzer erreichen sollte.

Facebook unter der LupeUnd so geht das weiter und potenziert sich, je mehr die Nutzer bei Facebook irgendwas mit einem Facebook-Beitrag anstellen. Ich wollte das nicht glauben, weil ich mich auch einen feuchten Kehricht darum gekümmert habe. Aber es ist interessant, wie das so funktioniert. Ich will es nach wie vor nicht glauben, dass man quasi einen Querschnitt aus allen Facebook-Nutzern ziehen kann und praktisch immer wieder zum gleichen Rezept kommt, wie man die Reichweite auf Facebook erhöhen kann.

Es scheint ja eh schwerer geworden zu sein, eine entsprechende Reichweite bei Facebook zu haben. Als Betreiber einer Webseite und einer Facebook-Seite sagt man sich dann vielleicht: Ist vielleicht doch nicht doll, was du da zusammen schreibst. Aber das muss ja alles gar nicht sein. Vielleicht ist es auch ganz anders: Es werden Unmengen von Beiträgen bei Facebook veröffentlicht. Die Zahl ist gewaltig gewachsen. Da können einzelne Beiträge schon mal untergehen. Es gibt mehr Inhalte, als der Mensch überhaupt wahrnehmen kann. Und dann ist es eben der Facebook-Algorithmus, der vereinfacht so funktioniert, wie ich es oben in der Liste erzählt habe.

Facebook-LogoIch habe den Eindruck, als ob auch der regionale Bezug irgendeine Rolle spielt. Denn wenn ich hier im Blog einen Artikel über irgendwas in Leipzig schreibe und den dann auch auf meiner Facebook-Seite verlinke, dann hat der generell eine höhere Reichweite als irgendein Artikel ohne regionalen Bezug. Das heißt jetzt nicht, dass ich nur noch über Leipziger Angelegenheiten erzähle. Ich finde es halt nur bemerkenswert. Und irgendwie sollte man das mit in seine Gedanken einfließen lassen.

Aber mal zurück zu meiner obigen Liste. Wir haben also festgestellt, dass jede Interaktion (Gefällt mir oder irgendeine andere Emotion bzw. ein Kommentar) oder gar das Teilen die Reichweite erhöht. Ich habe das seit längerer Zeit beobachtet. Ich könnte jetzt hergehen und laut rufen: Wann immer ein Artikel halbwegs etwas taugt, macht irgendwas auf Facebook. Darin bin ich aber nicht gut. Außerdem denke ich, dass meine Leser und Abonnenten intelligent genug sind. Oder soll ich wirklich aufrufen? So wie hier in dem Artikel?

Ich meine, eigentlich will ich es nicht übertreiben beim Ausnutzen irgendwelcher Mechanismen. Und eigentlich will ich mich auch nicht anbiedern und um „Likes“ betteln und all das. Aber ernsthaft: Muss man Facebook-Nutzer wirklich dazu aufrufen, irgendeine Reaktion zu einem Beitrag zu hinterlassen? Ist den Nutzern das nicht selbst klar, dass ein Autor gern irgendeine Rückmeldung zu seinen Ergüssen hätte? Erzählen Sie es mir ruhig.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Facebook: Abonnenten können die Reichweite von Bloggern erhöhen

  1. Ich denk an dem Aufruf ist nichts verkehrtes. Man sollte wissen, was man mit seinen Handlungen auslöst.
    Das Userverhalten und v.a. die Interaktion mit den Beiträgen scheinen für Facebook ein wichtiges Signal zu sein. Man tat also etwas für die Allgemeinheit, wenn man gelungene und lesenswerte Beiträge mit einem Like, oder einem Kommentar versieht. So gibt man zahlreichen anderen Lesern die Möglichkeit auch vom Inhalt zu profitieren.
    Es freut mich, dass Du meinen Artikel gefunden hast.

    Liebe Grüße

    Andrea von kinderalltag.de

    1. Hallo Andrea, das stimmt. Warum soll man anderen nicht auch was zu lesen ermöglichen? Ich meine, so ganz neu ist die Erkenntnis jetzt nicht, nehme ich mal an. Aber gerade weil Facebook Beiträge von Freunden gegenüber denen von Seiten bevorzugt, muss man da schon mal darauf hinweisen.

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